Internationale Medienresonanz auf INSM-Veranstaltung mit Merkel und Guttenberg in Berlin

2. Juni 2009

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Berlin - Die Finanzkrise und die Staatshilfe für Unternehmen waren die Themen eines Diskussionsforums der INSM am 2. Juni in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Internationale Medienberichte beschäftigten sich im Anschluß mit den Reden der beiden Spitzenpolitiker.

 

“Die Hilfen für Opel sind nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel kein Präzedenzfall für weitere Hilfen an andere Großunternehmen”, berichtet DOW JONES. “Angela Merkel, die deutsche Kanzlerin, hat die wichtigsten Zentralbanken der Welt überraschend hart kritisiert, deren unkonventionelle Geldpolitik die Wirtschaftskrise anheize, statt sie zu beruhigen”, schreibt die FINANCIAL TIMES. “Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel versuchte eine konservative Rebellion gegen Staatshilfe zu beenden, indem sie Parteifreunden versicherte, dass die von der Regierung angeführte Rettung des Autoherstellers Opel ein Sonderfall gewesen sei, der nicht wiederholt werde”, berichtet REUTERS. 

Im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft stand die Frage, welche Lehren aus der Krise gezogen werden müssen und wie die Fehlentwicklung auf den internationalen Finanzmärkten künftig vermieden werden kann. Darüber diskutierten international renommierte Finanzexperten: Joaquín Almunia, EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung, Mario Draghi, Zentralbankgouverneur Italiens und Vorsitzender des Financial Stability Board, Prof. Dr. Otmar Issing, Vorsitzender der Expertengruppe “Neue Finanzarchitektur”, und Robert M. Kimmitt, ehem. US-Botschafter und ehem. stellvertretender US-Finanzminister.

 

 English Version

 

International Media Feedback on INSM-Event with Merkel and Guttenberg in Berlin

Berlin - Banking crisis and state aid for companies have been the central topics of a discussion forum with Chancellor Angela Merkel and Federal Minister of Economics Karl-Theodor zu Guttenberg, organized by pro-market INSM in Berlin on June 2nd. International media later covered the statements of the two leading German politicians.

“German Chancellor Angela Merkel tried to quell a conservative rebellion over state aid on Tuesday, reassuring party allies that a government-led rescue of carmaker Opel was a ’special case’ that would not be repeated”, reported REUTERS.  ”We had a special case with Opel,” Merkel said in a speech at Berlin’s Adlon Hotel with Guttenberg sitting in the front row. “For all other companies, and I don’t see a second case like this, there is a clear procedure in place (to examine state aid) that is not influenced by politics”, REUTERS quoted the German Chancellor.“Angela Merkel, the German chancellor, has criticised the world’s main central banks in surprisingly strong terms, suggesting that their unconventional monetary policies could fuel rather than defuse the economic crisis”, the FINANCIAL TIMES accounted. “Even the European Central Bank has somewhat bowed to international pressure with its purchase of covered bonds.” “German Chancellor Angela Merkel said Tuesday efforts to rescue the banking sector, hit hard by the financial crisis, have worked out”, DOW JONES reported. “‘We fundamentally succeeded in rescuing banks,’ Merkel said at a conference organized by the Initiative New Social Market Economy, or INSM”

The Berlin discussion initiated by Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft went for the questions, which lessons can be learned from the crisis, and how the mistakes mistakes made by the financial markets can be evaded in the future. This has been discussed by international experts of financial policy: Joaquín Almunia, EU-Commissioner for Economic and Monetary Affairs, Mario Draghi, Governor of the Bank of Italy and Chairman of the Financial Stability Board, Prof. Dr. Otmar Issing, Chairman of the Expert Group “New Financial Architecture”, und Robert M. Kimmitt, former US-Ambassador and former Deputy Treasury Secretary of the USA.

Bankenkrise 3: Aufsatz von INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer in DIE WELT

7. Januar 2009

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Berlin. – In ihrer Samstagausgabe vom 8. November druckte die Tageszeitung DIE WELT einen Kommentar von INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer. Höfer setzte sich darin mit der Rolle der Kapitalismuskritiker in Zusammenhang mit der Banken- und Finanzkrise auseinander. Unter dem Titel „Die Rückwärts-Propheten“ stellt er die These auf, dass die „Analyse vieler Globalisierungskritiker“ vielfach „einem Blick in den Rückspiegel“ gleiche. „Lautstark“, so Höfer, „warnten sie vor Währungsspekulationen, doch die waren in den Asien- und Russlandkrisen der 90er-Jahre relevant. Aktuell sind es faule amerikanische Hypothekenkredite, und die hatten sie nicht auf dem Radarschirm. Dagegen haben sich Euro und Europäische Zentralbank als Felsen im Sturm bewährt, deren Architekten jedoch als besonders neoliberale Finanzmarktfreunde verketzert wurden.“ Die Finanzmarktkrise sei „nicht nur eine Niederlage des amerikanischen Finanzkapitalismus, sondern ebenso eine seiner schärfsten Kritiker“.

Den ganzen Aufsatz des INSM-Geschäftsführers lesen Sie auch auf der Webseite der Tageszeitung DIE WELT: http://debatte.welt.de/kommentare/97647/die+rueckwaertspropheten?servicebar=artikelversenden

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Banking crisis 3: Article by INSM managing director Max A. Höfer in “DIE WELT”

Berlin. – In the Saturday 8 November edition of its daily newspaper, DIE WELT published an article by INSM managing director Max A. Höfer, in which Höfer discussed the role played by the opponents of capitalism in conjunction with the banking and financial crisis. Under the title ‘Backwards-looking Prophets’ he made the case that the “analysis of many critics of globalization” was often equivalent to “a look in the rear mirror”. According to Höfer, “They were vociferous in warning about currency speculation, but this was relevant in the Asian and Russian crises in the 1990s. Currently it is bad US mortgage loans, but these had not been on their radar screen. Conversely, the rocks in the storm have proven to be the Euro and the European Central Bank, whose architects, however, have been mercilessly branded as especially neo-liberal financial market pals.” The financial market crisis was “not just a defeat of US financial capitalism, but also one of its sharpest critics.”

The entire article by the INSM managing director can be found on the newspaper’s website: http://debatte.welt.de/kommentare/97647/die+rueckwaertspropheten?servicebar=artikelversenden

Bankenkrise 2: Tietmeyer, Hüther, Straubhaar: Prominente INSM-Kommentare

5. Januar 2009

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Frankfurt/Köln – In Interviews äußerten sich Repräsentanten der INSM zur Bankenkrise, ihren Ursachen und möglichen Konsequenzen.

„Wir brauchen vor allem ein in sich konsistentes und effizientes Ordnungssystem für die internationalen Finanzmärkte“, sagte der INSM-Kuratoriumsvorsitzende Professor Hans Tietmeyer, früherer Präsident der Deutschen Bundesbank, in einem Interview der VDI-Nachrichten. Auf Dauer sei hier „wohl auch eine supranationale Kontrollinstanz notwendig“. In dem Interview wies Hans Tietmeyer darauf hin, dass er 1999 als Bundesbankpräsident an der Gründung des Financial Stability Forums mitgewirkt habe. Diese Organisation sollte die Aufsichtsinstanzen für den Banken-, Versicherungs- und Börsenbereich regelmäßig zu Beratungen und für eine stärkere Kooperation zusammenbringen. Tietmeyer: „Von diesem Forum sind dann … eine ganze Reihe von Initiativen für die Weiterentwicklung der internationalen Zusammenarbeit ausgegangen, von denen allerdings manche auch von einigen Ländern blockiert und abgemildert wurden.“

In einem Interview mit dem Webportal www.insm.de forderte INSM-Berater Professor Michael Hüther einen nüchternen Blick nach vorn, „um Handlungslinien aus der Ursachenanalyse der Krise abzuleiten“. Grundsätzlich müsse dabei Folgendes gelten: „Der Staat muss durch Nachjustierung des Ordnungsrahmens dafür sorgen, dass eine Grundregel des Kapitalismus für alle Akteure am Markt in Kraft gesetzt wird, und es bleibt: Wer Risiken eingeht, muss dafür auch haften. Dies muss für Anbieter gelten, aber auch für die Abnehmer von Papieren, die sich – von astronomischen Gewinnversprechen geblendet – auf Risiken einlassen, die sie selbst nicht überschauen können“, so Hüther.

„Die Aktionäre müssen bluten“, meint INSM-Berater Professor Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts. In einem Interview mit dem Portal ZEIT online erklärte der Ökonom: „Ich habe kein Mitleid mit den privaten Aktionären der Banken. Sie haben das gesamte Schlamassel mit verursacht. Ich finde es unverständlich, wenn die Banken jetzt durch staatliche Hilfen saniert werden und der Aktionär am Ende davon auch noch profitiert.“ Wer Bank-Aktien kauft, der wisse, was er tue: „Er hat sich in guten Zeiten über hohe Renditen gefreut und muss jetzt auch in die Pflicht genommen werden – sonst verlottern die Sitten an den Aktienmärkten vollständig. Da dürfen sich die Aktionäre nicht beklagen. Unwissenheit ist keine Entschuldigung für Fehlverhalten.“

Das ganze Tietmeyer-Interview

Zum Interview mit Professor Hüther finden Sie hier: http://www.insm.de/Presse/Interviews/Interviews/INSM-Interview_mit_Professor_Dr._Michael_Huether__Bankenkrise___was_ jetzt_geschehen_muss.html

Das Interview mit Professor Straubhaar ist hier nachzulesen: http://www.zeit.de/online/2008/43/Straubhaar_Interview?page=1

English Version

Banking crisis 2: Tietmeyer, Hüther, Straubhaar: prominent INSM commentators

Frankfurt/Cologne – In interviews INSM representatives gave their views on the banking crisis, its causes and possible consequences.

“Above all we need a consistent and efficient regulatory system for the global financial markets”, said INSM Chairman Professor Hans Tietmeyer, former president of the German Federal Bank, in an interview with ‘VDI-Nachrichten’, the magazine published by the Association of German Engineers. In the long term, “a supra-national regulatory body would also probably be necessary.” In the interview Hans Tietmeyer pointed out that as President of the German Federal Bank he had been involved in establishing the Financial Stability Forum in 1999. This organization was designed to bring together the supervisory bodies for the banking, insurance and stock exchange sectors for regular consultations and closer cooperation. Tietmeyer: “This forum then produced …. a whole series of initiatives for enhancing international cooperation, many of which, however, were blocked and watered down by some countries.”

In an interview with the website www.insm.de INSM consultant Professor Michael Hüther called for a pragmatic look forward, “in order to derive strategies from the analysis of the causes of the crisis.” In this process the following must always be kept in mind: “The state must ensure, by re-adjusting the regulatory framework, that one basic rule of the capitalist system is enforced for all players in the market, and that rule is: If you take risks you have to bear the consequences. This has to apply equally to the sellers, but also to the buyers of securities, who are so dazzled by promises of astronomic profits that they expose themselves to risks they simply cannot grasp”, said Hüther.

“The shareholders have to cough up”, believes INSM consultant Professor Thomas Straubhaar, director of the Hamburg Institute of International Economics (HWWI). In an interview with the website “ZEIT online” the economist told the newspaper: “I have no sympathy with the banks’ private shareholders.” They are partly responsible for the whole mess. I find it incomprehensible that the banks are now being rescued using public funds and that their shareholders are ultimately even making a profit from this.” Those buying shares in a bank know what they are doing: “In the good times they enjoy high returns, and now they must also be forced to meet their responsibilities – otherwise ethical practices on the share markets will go to complete rack and ruin. And the shareholders ought not to complain about this. Ignorance is no excuse for misconduct.”

To read the entire Tietmeyer interview go to: http://www.insm.de/Presse/Interviews/Interviews/Interview_mit_Prof._Hans_Tietmeyer_in_den_VDI_Nachrichten.html

The interview with Professor Hüther can be found at: http://www.insm.de/Presse/Interviews/Interviews/INSM-Interview_mit_Professor_Dr._Michael_Huether__Bankenkrise___was_jetzt_geschehen_muss.html

And to read the interview with Professor Straubhaar, click on the link: http://www.zeit.de/online/2008/43/Straubhaar_Interview?page=1

Bankenkrise 1: Schwedens Finanzminister Anders Borg bezieht Stellung bei INSM-Termin

3. Januar 2009

Anders BorgGerman Version

Berlin. – „Die Weltwirtschaft erlebt derzeit fraglos schwierige Zeiten. Wir dachten alle, wenn wir erst für Preis- und Haushaltsstabilität gesorgt hätten, dann hätten wir damit ein viel solideres Fundament für unsere Volkswirtschaften gelegt. Doch jetzt müssen wir feststellen, dass wir neue Grundlagen für Finanzstabilität schaffen müssen. An erster Stelle steht meiner Ansicht nach die Wiederherstellung des Vertrauens.“

Das sagte Schwedens Finanzminister Anders Borg am 20. Oktober bei der VII. Ludwig-Erhard-Lecture der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Berlin. Eigentlich war der Minister auf Einladung der INSM in die Bundeshauptstadt gekommen, um unter dem Titel „The Swedish Experience – Promoting Growth and Employment“ die erfolgreichen Reformen am schwedischen Wohlfahrtsstaat vorzustellen.

Doch sein Auftritt bewegte sich naturgemäß stark um die aktuelle Finanz- und Bankenkrise. Schweden hatte Anfang der neunziger Jahre eine Bankenkrise erlebt. Der damalige Notfallplan ähnelte in vielem den Maßnahmen der amerikanischen und britischen Regierungen heute.

Borg lobte das Krisenmanagement der Europäischen Zentralbank, doch er machte auch deutlich, dass die Gefahr durch die Krise noch nicht gebannt ist: „Uns muss … klar sein, dass diese Krise immer wieder neue Wendungen genommen hat und bereits länger andauert, als wir alle erwartet hatten. Daher sollten wir meiner Ansicht nach in den nächsten Tagen und Wochen ausgesprochen vorsichtig sein.“

Am Tag der INSM-Veranstaltung gab Finanzminister Borg auch der Tageszeitung WELT am Sonntag ein Interview zur Krise: Borg zur Frage, wie weit der Staat Unterstützung für angeschlagene Banken an Bedingungen knüpfen darf: „Er (der Staat) darf es den Banken nicht zu leicht machen, bei ihm um Hilfe anzufragen. Das sollte nur die letzte Rettung sein.“ Natürlich dürfe der Staat die Banken jetzt nicht allein lassen. „Aber es muss ganz klar sein, dass die Manager und Eigentümer die Konsequenzen ihrer Handlungen zu tragen haben. Sonst werden die Typen, die uns schon einmal solche Probleme bereitet haben, es wieder tun. Und die nächste Krise wird umso schlimmer.“

In seiner Rede bei der INSM-Lecture ging der Minister auch auf die deutschen Arbeitsmarktreformen ein. Er lobte die Agenda 2010 unter Verweis darauf, dass auch Schweden durch angebotsorientierte Reformen auf dem Arbeitsmarkt in den letzten zehn Jahren viel erreicht habe. Borg: „Es gilt das Prinzip work first.“ Die deutschen Arbeitsmarktreformen hätten die Erwerbsquote erhöht. Man dürfe sie nun nicht zurücknehmen, um diesen Erfolg nicht zu gefährden und den Menschen den Einstieg in Arbeit nicht zu verbauen.

Mehr zur INSM-Ludwig-Erhard-Lecture mit Anders Borg finden Sie auch im INSM-Veranstaltungsrückblick

Auszüge aus Borgs Rede bei der VII. Ludwig-Erhard-Lecture der INSM

Mehr über das schwedische Reformmodell erfahren Sie auch hier: http://www.vision-d.de.

English Version

Schwedens Finanzminister Anders BorgBanking crisis 1: Sweden’s finance minister Anders Borg states his position at INSM event

Berlin. – “Without question the global economy is currently experiencing difficult times. We all thought that if we had first achieved price and budget stability this would have put our national economies on a much more solid footing. Yet we now discover that we have to create new foundations for financial stability. The first priority in my view is to restore trust.”

This is what Sweden’s finance minister Anders Borg had to say on 20 October on the occasion of INSM’s 7th Ludwig Erhard Lecture in Berlin. The minister had actually been invited to the German capital by the INSM to talk about the successful reforms of the Swedish welfare state under the title “The Swedish Experience – Promoting Growth and Employment”.

However, it was only natural that his presentation focused strongly on the current financial and banking crisis. Sweden had undergone a banking crisis at the beginning of the 1990s. The emergency response plan adopted at that time was similar in many respects to the measures now proposed by the US and British governments.

Borg commended the crisis management of the European Central Bank, but also made clear that the risks accompanying the crisis had not yet been banished: “It must be clear to us that the crisis keeps taking new turns and is already lasting longer than we all expected. This is why in my view we should be extremely cautious in the coming days and weeks.”

On the day of the INSM event finance minister Borg also gave the “WELT am Sonntag” newspaper an interview about the crisis: In response to a question about how far government should be allowed to impose conditions on its support for struggling banks, he replied: “It (the state) must not make it too easy for the banks to ask it for help. This should only be the last resort.” Of course the state should not now abandon the banks. “But it must be quite clear that managers and bank owners have to bear the consequences of their actions. Otherwise the kind of people who have already caused us such problems will do it again. And the next crisis will be even worse.”

In his speech at the INSM lecture the minister also discussed the German labor market reforms. He praised the Agenda 2010 program, pointing out that Sweden too had achieved a lot in the last ten years through supply-side reforms in the labor market. Borg: “The principle ‘work first’ applies.” The German labor market reforms had raised the labor force participation rate. These measures should not now be reversed, so as not to jeopardize this success and spoil the chances for people wanting to get into the workforce.

More information on the INSM Ludwig Erhard Lecture with Anders Borg is provided in our review of events

For excerpts from Borgs speech at the 7th Ludwig Erhard Lecture go to http://www.insm.com/2008/11/05/viiludwig-erhardlecture-in-berlin-was-schwedens-finanzminister-zurfinanzkrise-sagte/

You will also find more information about the Swedish reform model at http://www.vision-d.de.

INSM-Debatte: Was ist Armut? Höfer im Clinch mit dem SPD-Linken Ottmar Schreiner

31. Dezember 2008

INSM-Debatte: Was ist Armut? Höfer im Clinch mit dem SPD-Linken Ottmar SchreinerGerman Version

Berlin. – In einem Punkt waren sich die Kontrahenten Max A. Höfer, Geschäftsführer der INSM, und SPD-Bundestagsmitglied Ottmar Schreiner auf der Podiumsveranstaltung am 19. Oktober in Berlin-Marzahn einig: Wer die Armut bekämpfen will, muss vor allem in Bildung investieren. Bei den anderen Themen lagen Höfer und Schreiner, die von der Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin zu einem Streitgespräch eingeladen worden waren, auseinander. Schreiner forderte einen gesetzlichen Mindestlohn und eine stärkere steuerliche Belastung von Besserverdienenden.

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer stellte dagegen heraus, dass Armut vor allem jene trifft, die keinen Job haben. Deshalb sei es am sozialsten, wenn wir alles tun, um den Einstieg in Arbeit zu verbessern. Mindestlöhne werden aber Jobs kosten, den Armen hilft man mit Mindestlöhnen nicht. Moderiert wurde das Streitgespräch von Sven Kohlmeier, SPD-Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von Berlin.

English Version

INSM debate: What is poverty? Höfer locks horns with left-wing SPD politician Ottmar Schreiner

Berlin. – At the podium discussion in Berlin-Marzahn on 19 October the adversaries, Max A. Höfer, managing director of the INSM, and SPD Member of Parliament Ottmar Schreiner, were unanimous on one point: to combat poverty you have to invest above all in education. On other issues Höfer and Schreiner, who had been invited to the debate by the social education institute SPI Foundation Berlin, held opposing views. Schreiner called for a statutory minimum wage and an increased tax burden for higher income earners.

INSM managing director Max A. Höfer, on the other hand, stressed that poverty above all affects those who do not have a job. This is why the most caring thing to do was to undertake everything possible to improve access to employment. However, minimum wages would cost jobs; minimum wages do not help the poor. The debate was facilitated by Sven Kohlmeier, SPD member in Berlin’s parliament.

INSM im Internet: Neuer Ökonomen-Blog – die Stimme der ökonomischen Vernunft

29. Dezember 2008

German Version

Köln. – Seit Ende Oktober ist das neue Ökonomen-Blog der INSM live geschaltet. Als „Stimme der ökonomischen Vernunft“ schreiben darin prominente Autoren aus Wissenschaft und Unternehmen über aktuelle Themen. Autoren sind unter anderem Professor Andreas Freytag, Professor für Wirtschaftspolitik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Dr. Oliver Knipping, Vorstandsvorsitzender des „Instituts für Unternehmerische Freiheit“ in Berlin, Professor Bernd Raffelhüschen, Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Frank Schäffler, Mitglied des Deutschen Bundestages und Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Professor Joachim Weimann, Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Unternehmerin Dominique Döttling, INSMGeschäftsführer Max A. Höfer und Projektleiter Marco Mendorf.

Auch die aktuelle Bankenkrise wird im INSM-Ökonomen-Blog – natürlich – thematisiert. Gefragt wird hier, was wir daraus lernen. Oder auch, ob die internationalen Finanzmärkte nun mehr oder weniger Regeln brauchen und ob die Soziale Marktwirtschaft vor dem Hintergrund der aktuellen Verwerfungen noch ein zeitgemäßes Modell ist. Professor Thomas Straubhaar vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut meint zum Beispiel: „Wer glaubt, der Staat brauche nur genügend Kompetenzen, dann ließen sich Krisen verhindern, unterliegt einer Regulierungsillusion.“

Der INSM-Ökonomenblog im Internet: http://www.insm-oekonomenblog.de

English Version

INSM on the internet: New economist blog - the voice of economic reason

Cologne. – The new INSM economist blog has been online since the end of October. As “The voice of economic reason”, prominent contributors from research and industry write about current topics. The contributors include, for example, Professor Andreas Freytag, professor for economic policy at the Friedrich Schiller University in Jena, Dr. Oliver Knipping, Chairman of the “Institute for Free Enterprise” in Berlin, Professor Bernd Raffelhüschen, director of the Research Center for Generational Contracts at the Albert Ludwigs University in Freiburg, Frank Schäffler, member of the German parliament and finance expert for the FDP parliamentary party, Professor Joachim Weimann, professor for national economic theory and economic policy at the Otto von Guericke University in Magdeburg, businesswoman Dominique Döttling, INSM managing director Max A. Höfer and project manager Marco Mendorf.

The current banking crisis is - of course - also being discussed in the INSM economist blog, where the question being asked is: what can we learn from it. Or also, whether the global financial markets now need more or fewer rules, and whether the social market economy is still an appropriate model against the backdrop of the current recriminations. Professor Thomas Straubhaar from the Hamburg Institute for International Economics believes, for example: “Anyone who thinks that the state only needs sufficient competences to prevent crises is living under a regulatory illusion.”

The INSM economist blog online: http://www.insm-oekonomenblog.de

Kommunale Gebühren 2: INSM-Abwassergebührenvergleich belegt drastische Kostenunterschiede von Ost nach West

26. Dezember 2008

German Version

Köln. – Die BILD-Zeitung hatte am 26. August den ersten Aufschlag in einer bundesweitem Debatte um enorme Kostenunterschiede bei den Entsorgungskosten für das Abwasser. „Das Wasser ist im Osten bis zu 560 Euro teurer!“ schrieb das Blatt unter Berufung auf den ersten wissenschaftlichen Vergleich der Abwasserkosten in Deutschland. Diesen Abwassermonitor für die 100 größten Städte der Bundesrepublik hatten Ökonomen der IW Consult im Auftrag der INSM erstellt. Sie kamen zu dem überraschenden Ergebnis, dass die Gebühren um Faktor 3,5 (!) variieren. Die Gründe dafür sind nach Ansicht der Experten trotz eingehender Analyse „nicht nachvollziehbar“.

So kostet die durchschnittliche Abwassermenge einer vierköpfigen Familie im Einfamilienhaus in Karlsruhe 226 Euro und in Potsdam 786 Euro. Die Preise schwanken in Ost und West sehr stark, allerdings gibt es im Osten zusätzliche Lasten zu schultern, weil dort vor dem Hintergrund zu optimistischer Bevölkerungsprognosen überdimensionierte Anlagen gebaut wurden und im Vergleich zum Westen im Schnitt tendenziell höhere Gebühren anfallen.

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer forderte, dass die Kommunen ihre Kalkulationsgrundlagen offenlegen, damit eine Debatte über die ermittelten enormen Preisunterschiede geführt werden könne. „Es handelt sich dabei letztlich um steuerähnliche Abgaben, denen sich die Bürger nicht entziehen können“, begründete Höfer seine Forderung.

Sie finden die ausführlichen Gebührenprofile aller untersuchten Städte und weitere Informationen auf der Webseite http://www.insm-abwassermonitor.de.

English Version

Municipal charges 2: INSM analysis of waste water charges documents drastic cost differences between East and West

Cologne. – The BILD newspaper took the opening shot on 26 August in a nationwide debate about the enormous differences in charges for waste water disposal services. “Water in the East up to 560 euros dearer!” wrote the tabloid, referring to the first analytical survey of waste water costs in Germany. Economists from IW Consult had compiled this “waste water monitor” for the 100 biggest towns in Germany on behalf of the INSM. They came to the surprising conclusion that charges vary by a factor of 3.5 (!). Despite in-depth analysis the experts conclude that there is “no explanation” for these differences. For example the average waste water volume for a family of four in a detached house costs 226 euros in Karlsruhe but 786 euros in Potsdam. Prices fluctuate considerably in East and West, but in the East there are additional costs to be borne, because oversized plants were built there based on over-optimistic population forecasts and charges tend to be higher on average than in the West.

INSM managing director Max A. Höfer demanded that local authorities disclose their calculation bases, so that a debate could be conducted about the enormous price differences established in the study. “Ultimately these are levies that are similar to taxes, which residents are obliged to pay”, was how Höfer justified his demand.

Detailed profiles of the charges for all towns covered by the survey and additional information are provided on the website http://www.insm-abwassermonitor.de.

INSM-Abwassermonitor: Die bundesweite Debatte um Abwasserkosten und erste Konsequenzen

26. Dezember 2008

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Köln/Potsdam/Neubrandenburg. – Bundesweit löste der erste bundesweite Vergleich der Abwasserkosten ein starkes Medienecho und Debatten im politischen Raum über die Gebührenbelastung der Bürger aus. Wie der Nordkurier am 22. September meldete, gibt es auch erste politische Konsequenzen. Dem Bericht zufolge soll nach einem Beschluss des Hauptausschusses der Abwasserpreis in Neubrandenburg im neuen Jahr deutlich sinken. Die Gebühr pro Kubikmeter soll um 24 Cent von 2,74 Euro auf 2,50 Euro gesenkt werden. „Die Preissenkung bei der Schmutzwasserentsorgung sei … vor allem darauf zurückzuführen, dass 2006 und 2007 wie auch im laufenden Jahr relativ große Einnahmeüberschüsse verzeichnet worden sind“, schrieb das Blatt. Weiter heißt es in dem Artikel: „Bislang liegt die Stadt Neubrandenburg bei den Abwasserpreisen im ostdeutschen Durchschnitt, wie ein Vergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ergab.“

„Gefühlt hatte ich nie den Eindruck, dass wir besonders teuer sind“, erklärte Peter Paffhausen, Chef der Potsdamer Stadtwerke, bei einer Pressekonferenz. In Potsdam fallen laut INSM-Studie die höchsten Abwasserkosten an. Dazu Paffhausen: „Die Abwasserstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft sei zwar mathematisch korrekt, aber zu undifferenziert“, beschrieben die Potsdamer Neuesten Nachrichten die weitere Reaktion des Stadtwerke-Chefs.

Laut dpa-Agenturberichten forderte der SPD-Fraktionsvorsitzende in Potsdam, Mike Schubert, mehr Transparenz bei den Wasserpreisen: „Die Nebenkosten dürfen für die Bürger nicht ins Unermessliche
steigen.“

Weitere Medienreaktionen:

Die Süddeutsche Zeitung hob durch ihren Titel „Ostdeutsche zahlen mehr für Abwasser“ besonders das ermittelte Ost-West-Gefälle im INSM-Abwassermonitor hervor: „Die Gebühren für Abwasser liegen laut einer Studie im Osten deutlich höher als im Westen. Im brandenburgischenPotsdam müssten die Menschen mit 786 Euro im Jahr dreieinhalb Mal so viel bezahlen wie in Karlsruhe mit 226 Euro.“

Auch DIE WELT setzt sich mit dem INSM-Abwassermonitor auseinander und schreibt: „Riesige Unterschiede bei den Wasserpreisen – Vierköpfige Familie zahlt in Potsdam jährlich 500 Euro mehr als in Süddeutschland – Neue Bundesländer im Nachteil.“

Der Berliner Tagesspiegel thematisierte in Zusammenhang mit der INSM-Studie eine Berliner Debatte um die Abwasserkosten. So hätten die Versorger beispielsweise bei Abschreibungszeiten und -zinsen für ihre Anlagen durchaus Spielräume zugunsten der Kunden. Die Berliner FDP-Fraktion habe „das Land aufgefordert, auf seinen eigenen Gewinnanteil aus den Berliner Wasserbetrieben (BWB) zu verzichten und die Rendite für die privaten Gesellschafter – die Konzerne RWE und Veolia halten jeweils ein Viertel – anders zu berechnen, um die Ausschüttungen in zweistelliger Millionenhöhe zu reduzieren“. Das Blatt zitierte auch INSM-Projektleiter Carsten Seim: „Die Gebührenkalkulation muss öffentlich diskutiert werden, zumal es sich ja um steuerähnliche Abgaben handelt, denen man kaum entgehen kann.“

„Hannoveraner zahlen mehr als doppelt so hohe Abwassergebühren wie die Einwohner von Karlsruhe“, schrieb die Hannoversche Allgemeine Zeitung und wies gleichzeitig auf ein Dilemma hin: „Die INSM kritisiert, dass Bürger wenig Möglichkeiten haben, auf ihre Gebühren Einfluss zu nehmen. Sparen sie Frischwasser oder lassen ihr Regenwasser auf dem Grundstück ökologisch versickern, steigen mittelfristig die Gebühren, weil die teuren Fixkosten für den Unterhalt der Kanalisation und der Kläranlagen trotzdem bestehen bleiben.“

Die Neue Westfälische inspirierte der Abwassermonitor zur Schlagzeile: „Der vergoldete Tropfen – großes Gefälle bei Wasserpreisen/Ostwestfalen insgesamt durchschnittlich“. Zu den Trends der Expertise schrieb die Neue Westfälische: „Tendenziell zeigt sich, dass geringer verschuldete Kommunen niedrigere Abwassergebühren erheben, sagt Carsten Seim, Leiter des Monitors. Er gibt zu bedenken, dass die Studie nur die Kosten für Abwasser, nicht für Frischwasser berücksichtige.“

Mehr Presseresonanzen auf den INSM-Abwassermonitor finden Sie unter anderem hier: http://www.insm-tagebuch.de/index.php?s=Abwassermonitor

English Version

INSM waste water monitor: The nationwide debate about waste water costs and initial consequences

Cologne/Potsdam/Neubrandenburg. – All over the country the first nationwide comparison of waste water costs triggered a massive media response and debates in the political arena about the charges imposed on residents.

As the Nordkurier reported on 22 September, the first political ramifications have also occurred. According to the report a resolution taken by the executive committee will see the waste water price in Neubrandenburg lowered appreciably in the new year. The price per cubic meter is to be reduced by 24 cents from 2.74 euros to 2.50 euros. “The price reduction for sewage disposal is …. attributable above all to the fact that in 2006 and 2007, as in the current year, there were relatively high income surpluses”, wrote the newspaper. The article goes on to say: “Until now the town of Neubrandenburg has been in the East German average for its waste water prices, as shown by a comparison by the Initiative for a New Social Market Economy (INSM).”

“I never felt that we were particularly expensive”, declared Peter Paffhausen, chief of the Postdamer Stadtwerke utility, at a press conference. Potsdam has the highest costs for waste water according to the INSM study. Paffhausen’s response: “Although the study by the German Institute for Economic Research is mathematically correct, it is too generalized”; this was how the Potsdamer Neueste Nachrichten described the further reaction of the utility chief.

According to German Press Agency reports the SPD parliamentary party chairman in Potsdam, Mike Schubert, called for more transparency in water prices: “The service costs should not become overwhelming for residents.”

More media reactions: With its headline “East Germans pay more for waste water” the Süddeutsche Zeitung put particular emphasis on the East-West gap established in the INSM waste water monitor: “According to a study the charges for waste water are considerably higher in the East than in the West. At 786 euros per year, the people in Potsdam in Brandenburg had to pay three and a half times as much as those in Karlsruhe with 226 euros.”

DIE WELT too covered the INSM waste water monitor and wrote: “Huge differences in water prices – family of four in Potsdam paying 500 euros per year more than in South Germany – new federal states disadvantaged.”

The Berlin newspaper Tagesspiegel picked out as its central theme in conjunction with the INSM study a Berlin debate about the waste water costs. For example, the utilities would indeed have some latitude in favor of their customer thanks to depreciation periods and interest for their plants. The Berlin FDP parliamentary party had “called for the state to forego its own share of the profits from the BWB Berlin Water Utility and to recalculate the profits for the private shareholders – RWE and Veolia each get a quarter – so as to reduce the dividends to a two-digit million level.” The paper also quoted INSM project manager Carsten Seim: “The calculation of charges has to be publicly discussed, given that these are levies similar to taxes that are hard to avoid.”

“The residents of Hanover pay more than twice as much in waste water charges than the residents of Karlsruhe”, wrote the Hannoversche Allgemeine Zeitung and at the same time pointed to a dilemma: “The INSM criticizes the fact that people have little opportunity to influence the charges they pay. Despite saving fresh water or using ecologically-friendly rainwater infiltration on their property, the charges they pay still go up in the medium term, because the expensive fixed costs for maintaining the sewage system and effluent treatment plants still have to be covered.”

The waste water monitor inspired the Neue Westfälische to the following headline: “The gold-plated drop – large gap in water prices / Eastern Westphalia paying average rates on the whole.” The paper wrote regarding the trends disclosed by the survey: “The tendency is for municipalities with a lower level of debt to levy lower waste water charges”, says Carsten Seim, who heads the monitor. It is worth considering that the study only looked at the costs for waste water, not for fresh water.

More media reaction to the INSM waste water monitor can be found here: http://www.insm-tagebuch.de/index.php?s=Abwassermonitor

Kommunale Gebühren 1: Entsorgungsmonitor enthüllt „nicht nachvollziehbare Preisunterschiede“ bei der Müllabfuhr

25. Dezember 2008

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Köln. – Entsorgungsmonitor – unter diesem Titel veröffentlichte die INSM am 1. Oktober einen wissenschaftlichen Vergleich der Müllgebühren in Deutschland. Das Ergebnis verblüffte: Um bis zu 500 Euro unterschieden sich die Entsorgungskosten für die durchschnittliche Müllmenge einer vierköpfigen Familie. Studienleiter Dr. Karl Lichtblau von der IW Consult, die die Expertise im Auftrag der INSM erstellt hatte, bezeichnete die ermittelten Gebührenunterschiede für ein und dieselbe kommunale Dienstleistung als nicht nachvollziehbar. INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer und INSM-Projektleiter Carsten Seim forderten, dass die Kommunen ihre Kalkulationsgrundlagen offenlegen, denn Gewinne dürften sie mit der Müllentsorgung nach dem Kommunalabgabengesetz ja nicht machen.

Über alle Servicearten und Abfuhr-Rhythmen hinweg ergab die INSM-Studie folgendes Kostenranking: Die Abfallentsorgung ist im wohlhabenden Wiesbaden bundesweit am preiswertesten. Die Plätze 2 bis 5 dieses Indexes belegen die Städte Gelsenkirchen, Chemnitz, Potsdam und Magdeburg. Am teuersten kommt die Müllabfuhr in Moers (Platz 96), Leverkusen (Platz 97), Aachen (Platz 98), Mönchengladbach (Platz 99) und Bergisch Gladbach (Platz 100).

Einen weiteren Trend der Studie griff die Deutsche Presseagentur in ihrer Meldung auf. „Müllgebühren im Westen deutlich höher als im Osten.“ Tatsächlich zahlen Bewohner von westdeutschen Städten im Schnitt über alle untersuchten Müllmengen (30-98 Liter pro Woche) und Servicearten hinweg 300 Euro Müllgebühren pro Jahr. In Ostdeutschland sind es durchschnittlich nur 253 Euro. Eine Ursache dafür sind nach Einschätzung der durch die INSM beauftragten Ökonomen die im Osten tendenziell geringeren Arbeitskosten.

Mehr Informationen sowie alle Daten und Fakten finden Sie auf der Webseite http://www.entsorgungsmonitor.de.
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Municipal charges 1: Waste disposal monitor uncovers “inexplicable price differences” in refuse collection

Cologne. – Waste disposal monitor – this was the title of an analytical comparison of waste disposal charges in Germany published by the INSM on 1 October. The result was astounding: The waste disposal costs for an average amount of refuse for a family of four differed by up to 500 euros. Study head Dr. Karl Lichtblau from IW Consult, which compiled the survey on behalf of the INSM, described the differences in charges for the very same municipal service as inexplicable.

INSM managing director Max A. Höfer and INSM project manager Carsten Seim called for the municipal authorities to disclose their calculation bases, as the Municipal Rates Act does not allow them to make a profit from rubbish disposal.

Across all types of service and collection cycles the INSM study produced the following cost ranking: The cheapest refuse collection in the country is in prosperous Wiesbaden. The towns Gelsenkirchen, Chemnitz, Potsdam and Magdeburg occupied places 2 to 5 on the table. Refuse collection is most expensive in Moers (96th place), Leverkusen (97th place), Aachen (98th place), Mönchengladbach (99th place) and Bergisch Gladbach (100th place).

Another trend exposed by the study was taken up in the German Press Agency’s report. “Refuse charges in the West substantially higher than in the East.” It is a fact that residents of West German towns pay on average 300 euros per year in refuse collection charges across all refuse volumes (30-98 liters per week) and types of service. In Eastern Germany the average charge is only 253 euros. One reason for this, according to the economists commissioned by the INSM, is that labor costs in the eastern part of Germany tend to be lower.

For more information including all data and facts go to our website http://www.entsorgungsmonitor.de.

Entsorgungsmonitor der INSM: Bundesweite Debatte um kommunale Müllkosten

25. Dezember 2008

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Berlin/Köln. – Der bundesweite Müllgebührenvergleich der INSM sorgte wochenlang bundesweit für Schlagzeilen.

Die Tageszeitungen WELT und Berliner Morgenpost zitierten am 24. Oktober Äußerungen des designierten Verbandspräsidenten der Entsorgungswirtschaft (BDE), Peter Kurth: Dieser hält die Müllgebühren in Deutschland für zu hoch und wurde wie folgt zitiert:

„Die Kommunen belasten die Bürger unnötig.“ Der hauptberufliche Vorstand des Berliner Entsorgers Alba schätzt die Überbelastung bundesweit auf einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag. „Wir könnten viel mehr Recyclingstoffe aus dem Restmüll herausholen und vermarkten“, sagt Kurth. „Allerdings hätten die Kommunen etwas dagegen – weil sie mit dem Inhalt der grauen Restmülltonne ihre Verbrennungsanlagen auslasten“, hieß es in dem Artikel.

Für das TV-Magazin Frontal 21 war der INSM-Müllgebührenvergleich Anstoß für eine vertiefende Recherche: „Müllverbrennungsanlagen machen offenbar Millionengewinne auf Kosten der Gebührenzahler. Mit Umsatzrenditen bis zu 40 Prozent sind viele Müllkraftwerke wesentlich profitabler als andere Industriezweige“, so das Magazin.

Hier eine Auswahl weiterer Resonanzen auf den Entsorgungsmonitor der INSM:

BILD: „Ein 4-Personen-Haushalt in Mönchengladbach zahlt im Schnitt 674 Euro/Jahr, in Gelsenkirchen nur 171 Euro.“

DIE WELT: „Besonders eklatant sind die kommunalen Preisunterschiede bei wöchentlicher Abholung im Teilservice. Die Spannweite reicht von 171 Euro pro Jahr in Gelsenkirchen bis 674 Euro in Mönchengladbach.“

Rheinische Post: „Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat erstmals die teils völlig unterschiedlich berechneten Müllgebühren deutscher Städte systematisch verglichen. … NRW-Kommunen liegen auf den teuersten Plätzen: Bergisch Gladbach (Platz 100), Mönchengladbach (Platz 99), Aachen (Platz 98), Leverkusen (Platz 97) und Moers (Platz 96) verlangen ihren Bürgern teils die vierfachen Müllgebühren ostdeutscher Städte ab.“

Mehr zum Bericht des Magazins Frontal 21 finden Sie hier: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,7384998,00.html

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INSM waste disposal monitor: Nationwide debate about municipal refuse costs

Berlin/Cologne. – The nationwide refuse charge comparison by the INSM created headlines all over the country for weeks on end.

The daily newspapers WELT and Berliner Morgenpost cited the comments made on 24 October by the president of the German Association of the Waste Management Industry (BDE), Peter Kurth: He regards refuse collection charges in Germany as being too high and was quoted as saying: “The municipal authorities are overcharging residents unnecessarily.” The executive chairman of the Berlin disposal company Alba estimates the overcharging nationwide to be in the low, single-digit billion range. “We could take a lot more recycling material out of the normal residual waste and market it”, said Kurth. “However, the local authorities would object to this – because they use the contents of the grey waste bin to operate their incinerating plants at full capacity”, reported the article.

The INSM refuse charges survey prompted the TV magazine Frontal 21 to carry out some in-depth research: “Evidently waste incineration plants are making millions in profits at the cost of the rate payers. With profit margins of up to 40 percent many waste-to-energy plants are considerably more profitable than other branches of industry”, wrote the magazine.

Here is a selection of further reactions to the INSM waste disposal monitor:

BILD: “A four-person household in Mönchengladbach pays 674 euros/year on average, while in Gelsenkirchen it is only 171 euros.”

DIE WELT: “Especially blatant are the municipal price differences for standard weekly collection services. They range from 171 euros per year in Gelsenkirchen to 674 euros in Mönchengladbach.”

Rheinische Post: “For the first time the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) has systematically compared the in part hugely disparate charges for refuse collection levied by German municipalities. … NRW local authorities are the most expensive, occupying the following places in the table: Bergisch Gladbach (100th place), Mönchengladbach (99th), Aachen (98th), Leverkusen (97th) and Moers (96th) charge their residents in some cases four times the fees levied by eastern German towns.”

To read more on the report from Frontal 21 magazine go to: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,7384998,00.html

INSM-Themenschwerpunkt Bildung 3: Neues Vergütungskonzept für mehr Leistungsgerechtigkeit bei Lehrern

16. Dezember 2008

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Berlin/Köln. – Bernhard Bueb, früherer Leiter der Internatsschule Schloss Salem, fordert gemeinsam mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), dass Lehrer in Deutschland künftig nach Leistung bezahlt werden. Am 11. November stellte Bueb gemeinsam mit INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer in Berlin das Konzept für ein neuartiges leistungsorientiertes Vergütungssystem vor. Bildungsökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) haben es für die INSM ausgearbeitet.

Das Konzept sieht 12 unterschiedliche Zulagen und Prämien vor, die Schulleitungen an besonders beanspruchte beziehungsweise überdurchschnittlich
engagierte Pädagogen ausschütten können. Prämien soll es für den Fall geben, dass Lehrer bestimmte Zielvereinbarungen mit ihren Schulleitern erfüllen. Zulagen soll erhalten, wer bereit ist, an Problemschulen oder in benachteiligten Regionen Unterricht zu geben. Hauptschullehrer sollen ein Gehalts-Upgrade erfahren. Wer Fächer unterrichtet, die besonderen Korrekturbedarf erfordern, zum Beispiel Sprachfächer, soll ebenfalls mehr Geld erhalten. Dies gilt auch für Lehrer, die besondere Verantwortung als Klassen- und Arbeitsgemeinschaftsleiter tragen oder gerade dabei sind, Klassen zu Abschlüssen zu führen.

Woher das Geld für die Neuerungen nehmen? Dazu Dr. Oliver Stettes vom IW bei der Pressekonferenz: Rund ein Drittel aller 650 000 Lehrer in Deutschland würde im kommenden Jahrzehnt in Pension gehen. Jüngere geringer dotierte Kollegen rücken nach. Der Staat spart dadurch nach IW-Berechnungen rund 616 Millionen Euro, die in das neue Leistungsvergütungssystem investiert werden sollten. Aktuell sei jetzt der beste Zeitpunkt, ein „leistungsfeindliches Besoldungssystem ad acta zu legen“, meinte Bernhard Bueb und bekräftigte die INSM-Forderung, dass „engagierte Lehrer mehr haben sollten als die anderen“. Wenn zusätzlich die bislang im Öffentlichen Dienst übliche automatische Besoldungserhöhung mit steigendem Alter eingefroren würde, könnte man gar fast 3 Milliarden einsparen, die in Form von Prämien oder Zulagen für besondere Leistungen ausgeschüttet werden könnten.

Die INSM und mit ihr die beauftragten Wissenschaftler sind überzeugt, dass das frischen Wind in deutsche Schulen bringen würde. Auch INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer glaubt, dass ein leistungsorientiertes Vergütungssystem besseren Unterricht bringen wird: „Das zeigen Untersuchungen im Ausland und nicht zuletzt die PISA-Musterländer Holland und Finnland.“

Hier finden Sie die komplette Studie der INSM: http://www.insm-tagebuch.de/wp-content/uploads/2008/11/bericht_studie_lehrerbesoldung_11112008.pdf

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INSM thematic focus on education 3: New remuneration concept for more performance-commensurate teacher salaries

Berlin/Cologne. – Bernhard Bueb, former head of the Schloss Salem boarding school, has joined the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) in calling for teachers in Germany to be paid according to performance in the future. Bueb and INSM managing director Max A. Höfer joined forces in Berlin on 11 November to present the concept for a new kind of performance-based salary system. Educational economists from the German Institute for Economic Research in Cologne (IW) elaborated the concept on behalf of the INSM.

The concept provides for 12 different bonuses and allowances that school principals can pay to particularly hard-working or highly committed teachers. Bonuses are designed to reward teachers who meet specific targets agreed with the school principals. Extra allowances should be paid to those prepared to teach in problem schools or disadvantaged regions. Teachers in the general junior high schools should receive a salary upgrade. Teachers of subjects that require a lot of marking, e.g. languages, should also be paid more money. This also applies to teachers with special responsibility as form teachers or heads of study groups or who are in the process of seeing classes through to graduation. Where should the money for these changes come from?

Dr. Oliver Stettes from the German Institute of Economic Research (IW) responded at the press conference: Around a third of all 650,000 teachers in Germany were due to retire in the coming decade. They will be replaced by younger colleagues earning lower salaries. According to IW calculations this will save the government around 616 million euros, which should be invested in the new performance-related pay system. Now was the best time to shelve “a remuneration system that was anti-achievement”, said Bernhard Bueb and endorsed the INSM demand that “dedicated teachers should be paid more than the others”. If, in addition, the automatic age-based pay rises usually paid to public servants were frozen, this would save almost 3 billion, which could then be paid out for special achievements in the form of bonuses or allowances.

The INSM and the academics commissioned by it are convinced that this would bring a breath of fresh air to German schools. INSM managing director Max A. Höfer also believes that a performance-related salary system would bring about better teaching: “This is substantiated by studies carried out in other countries, not least in those stars of the PISA rankings, Holland and Finland.”

For the complete INSM study go to: http://www.insm-tagebuch.de/wp-content/uploads/2008/11/bericht_studie_lehrerbesoldung_11112008.pdf

INSM-Themenschwerpunkt Bildung 4: Bildungsmonitor 2008: Sachsen punktet wieder mit der besten Bildung

16. Dezember 2008

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Köln/Berlin. – Ingesamt positive Bilanz des am 26. August bei einer Pressekonferenz in Berlin vorgelegten INSM-Bildungsmonitors:
Auch im vergangenen Jahr hat sich der Zustand der Bildungssysteme in allen 16 Bundesländern weiter verbessert. Gepunktet haben die Länder vor allem beim Fremdsprachenunterricht. Hier stieg die Zahl der Schüler, die Fremdsprachen lernen. Auch die internationale Ausrichtung der Hochschulen ist vorangekommen. Das haben Bildungsökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ermittelt.

Der Freistaat Sachsen liegt im INSM-Bildungsmonitor wie bereits im vergangenen Jahr vorn, gefolgt von Baden-Württemberg, Thüringen
und Bayern. Schwächen machten die von der INSM beauftragten Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bei der Ingenieurausbildung sowie bei der nach wie vor nicht ausreichend ausgebauten Ganztagsbetreuung in den Schulen aus. Die ganztägige Betreuung von Kindern, von der vor allem Schüler aus bildungsärmeren und sozial schwächeren Schichten in besonderer Weise profitieren, stagniert nach dem Urteil der Bildungsökonomen „auf niedrigem Niveau“.

Die Wissenschaftler haben für die INSM-Studie über 100 Kriterien ausgewertet. IW-Studienleiter Dr. Hans-Peter Klös beklagte zur Vorstellung der Studie, dass an den Schulen Lehrer in naturwissenschaftlichen Fächern fehlen. Diese brauche es aber, wenn man Schüler „für technische Berufe interessieren“ wolle.

INSM-Geschaftsführer Max A. Höfer verwies auf die aktuellen bildungspolitischen Anstrengungen der Bundesregierung und erklärte zur Präsentation des INSM-Bildungsmonitors 2008: „Wir haben mit dieser Studie erneut einen aktuellen Statusreport über die Stärken und Schwächen unseres Bildungssystems vorgelegt. Das schafft im Vorfeld des geplanten Bildungsgipfels allen Verantwortlichen einen guten Überblick darüber, wo weitere Anstrengungen notwendig sind.“

PS. Die Ergebnisse der vor kurzem veröffentlichten PISA-Studie bestätigen die auch im Bildungsmonitor bescheinigte hervorragende Bildungsqualität in Sachsen. Der Freistaat kam auch hier auf den ersten Rang und verwies Bayern auf den zweiten Platz. Schwerpunkt der diesjährigen PISA-Studie waren die Naturwissenschaften.

Lesen Sie mehr über die Studie auf der Webseite http://www.insm-bildungsmonitor.de und im neuen Initiative Express 0208, Newsletter der INSM, Initative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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INSM thematic focus on education 4: Education monitor 2008: Once again, Saxony scores highly for the best education

Cologne/Berlin. – Generally positive outcome for the INSM education monitor presented at a press conference in Berlin on 26 August: In the past year too, the condition of the education systems in all 16 federal states has continued to improve. The states scored well above all for the teaching of foreign languages. The number of pupils learning foreign languages has increased. Progress has also been made on the international focus of our institutes of higher education.

These are the results of a survey by educational economists from the German Institute of Economic Research (IW) in Cologne on behalf of the INSM. As in last year, Saxony occupies top place in the INSM education monitor rankings, followed by Baden-Württemberg, Thuringia and Bavaria.

The IW researchers commissioned by the INSM found weaknesses in the training of engineers and in the ongoing lack of all-day schools. All-day educational provision, which particularly benefits children from disadvantaged backgrounds where education is not highly valued, is stagnating “at a low level”, according to the researchers. The researchers evaluated over 100 criteria for the INSM study. During the presentation IW survey chief Dr. Hans-Peter Klös complained about the lack of science teachers in schools. However, these were needed to get students “interested in technical careers”.

During the presentation of the 2008 INSM education monitor INSM managing director Max A. Höfer spoke of the government’s current endeavors in education policy and explained: “With this study we have once again provided a current status report on the strengths and weaknesses of our education system. In the run-up to the government’s planned education summit this provides all those responsible with a good overview of the areas where further effort is necessary.”

PS. The results of the recently published PISA study confirm the excellent quality of education provided in Saxony as reflected in the education monitor. Here too, Saxony came top, relegating Bavaria to second place. This year’s PISA study concentrated on the sciences.

You can read more about the study on the website http://www.insm-bildungsmonitor.de.

Editorial der INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer und Dieter Rath zum Initiative-Express-Newsletter für das zweite Halbjahr 2008.

15. Dezember 2008

German Version

Jede Krise ist auch eine Chance

In den letzten Wochen standen wir knapp vor einer Kernschmelze des internationalen Finanzsystems. Die Bankenkrise hat das Vertrauen in den Kapitalismus zweifellos erschüttert. Wie nachhaltig diese Erschütterung ausfällt, hängt auch davon ab, wie der Kampf um die Deutungshoheit über ihre Ursachen ausgeht. Eine wichtige Rolle spielt dabei, welcher Anteil auf staatliche und welcher auf private Akteure entfällt. Die Finanzkrise nahm ihren Ausgang im regulierten Sektor bei amerikanischen Banken, die in den letzten fünf Jahren zu viele schlecht besicherte Immobilienkredite (Subprimes) vergaben. Die US-Notenbank hielt das Rad mit niedrigen Zinsen in Schwung. Die viel gescholtenen unregulierten Hedgefonds und Spekulanten standen dabei abseits am Rande.

Aus der amerikanischen Immobilienblase konnte eine globale Finanzkrise werden, weil die Banken die Subprime-Kredite verbrieften und damit untereinander schwunghaften Handel trieben, bis sie die Risiken nicht mehr überblickten. Wirtschaftsprüfer und Bankenaufsicht haben bei der Risikoprüfung ebenfalls versagt. Es handelt sich also um beides: Markt- und Staatsversagen. Wer nun das Ende des Kapitalismus ausruft, freut sich zu früh. Die Neuordnung der Finanzmärkte wird im Gegenteil die Fehlanreize der bisherigen Regulierung beseitigen. Am Ende haben wir ein solideres Finanzsystem.

In der Krise bewährte sich der Staat als Helfer in der Not. Die Politiker nehmen diese Retterrolle willig an, zumal es in der Wirtschaft viele gibt, die sich ganz gern mit dem Geld des Steuerzahlers retten lassen wollen: die Banken sowieso, aber auch die Autoindustrie, ein Pharmamilliardär usw. Die Initiative ist jetzt gefordert, die Prinzipien der Ordnungspolitik hochzuhalten, die unsere Wirtschaft stark gemacht haben. Der Staat muss den richtigen Rahmen vorgeben, er darf aber nicht die Gelegenheit nutzen, sich nun in alle Wirtschaftsbereiche einzumischen. Jede Krise ist auch eine Chance. Die Soziale Marktwirtschaft wird gestärkt aus der Krise hervorgehen, weil die Übertreibungen der Finanzmärkte nun beseitigt werden und die Realwirtschaft mit ihren soliden Geschäftsmodellen wieder mehr Bedeutung gewinnt. Je besser es uns gelingt, die Regulierungslust der Politik im Zaum zu halten, desto eher kommen wir aus dieser Krise heraus.

Herzlichst Max A. Höfer Dieter Rath

Mehr Inhalte im neuen Initiative Express, dem Newsletter der INSM, Initative Neue Soziale Marktwirtschaft.

English Version

Editorial by INSM managing directors Max A. Höfer and Dieter Rath in the Initiative Express Newsletter for the second half of 2008.

Every crisis is also an opportunity

In recent weeks we have teetered on the brink of a meltdown of the global financial system. The banking crisis has without doubt shattered confidence in the capitalist system. How long the trauma will last will also depend on who wins the tussle for the final say on the causes of the crisis. In this process an important factor will be how much blame is allotted to the government and the private players in the industry. The financial crisis originated in the regulated sector at US banks that had issued too many high risk mortgages (subprimes) in the last five years. The US Reserve Bank kept the wheels turning with its low interest rates. All the while the much maligned, unregulated hedge funds and speculators were lurking on the fringes.

The US real estate bubble was able to turn into a global financial crisis because the banks securitized the subprime loans and therefore did a roaring trade amongst themselves until they no longer had a clear picture of the risks involved. Auditors and bank regulators likewise failed in their risk assessment. There are therefore two aspects to this: a failure of the market and government mismanagement. However, those proclaiming the end of capitalism rejoice somewhat prematurely. On the contrary, the re-organization of financial markets will get rid of the misguided incentives inherent in the previous regulatory system. In the end we will have a more robust financial system.

In the crisis the state proved to be the friend in need. Politicians are keen to take on the role of the rescuer, especially as there are many in industry who are quite happy to be rescued using taxpayers’ money. This applies to the banks in any case, but equally to the automobile industry, a pharmaceutical billionaire and so on. The Initiative is now called upon to uphold the principles of neo-liberal policy that have made our economy strong. The state has to define the appropriate framework, but must not be allowed to use the opportunity to start interfering in all sectors of the economy. Every crisis is also an opportunity. The social market economy will emerge from the crisis in a stronger position, because the excesses of the financial markets are now being eliminated, while the real (non-monetary) economy, with its solid business models, will gain renewed importance. The better we manage to contain the regulatory zeal of the politicians the sooner we will emerge from this crisis.

Sincerely, Max A. Höfer Dieter Rath

VII. Ludwig-Erhard-Lecture in Berlin: Was Schwedens Finanzminister zur Finanzkrise sagte

5. November 2008

Andreas Borg, INSM-LectureGerman Version

Schwedens Finanzminister Anders Borg, Zitate zur Bankenkrise aus Anlass seines Vortrages zu VII. Ludwig-Erhard-Lecture der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am 20. Oktober in Berlin.

… Die Weltwirtschaft erlebt derzeit fraglos schwierige Zeiten. Wir dachten sicherlich alle, wenn wir erst für Preisstabilität und Haushaltsstabilität gesorgt hätten, dann hätten wir damit ein viel solideres Fundament für unsere verschiedenen europäischen Volkswirtschaften gelegt. Doch jetzt müssen wir feststellen, dass wir auch neue Grundlagen für Finanzstabilität schaffen müssen. An erster Stelle für Schweden, für Europa und für die Welt steht meiner Ansicht nach die Wiederherstellung des Vertrauens. Die aktuelle Krise ist nicht nur eine Solvenz- oder Liquiditätskrise, sondern im Grunde eine Vertrauenskrise.

(…)”Wir bewerten im Moment die Lage der schwedischen Banken und gelangen zu dem Schluss, dass die Situation stabil ist. Wir müssen allerdings die Grundlagen und Strukturen für Finanzstabilität schaffen und wir haben auch eine Institution zur Umstrukturierung notleidender Banken entwickelt. Das alles haben wir auf der Grundlage unserer Erfahrung aus der letzten schwedischen Krise im Bankensektor unternommen. Meiner Ansicht nach ist jetzt Vorsicht angezeigt. Die Krise ist noch nicht vorüber. Wir in Schweden haben unseren Beitrag geleistet. Die Euro-Gruppe hat die Situation meines Erachtens bislang erfolgreich gemeistert. Ich denke, wir alle sind Herrn Trichet zu Dank verpflichtet für die ausgezeichnete Arbeit der Europäischen Zentralbank. Uns muss jedoch klar sein, dass diese Krise immer wieder neue Wendungen genommen hat und bereits länger andauert, als wir alle erwartet hatten. Daher sollten wir meiner Ansicht nach in den nächsten Tagen und Wochen ausgesprochen vorsichtig sein und in stetiger Alarm- und Handlungsbereitschaft für den Fall, dass sich weitere Probleme abzeichnen.”

(…)

English Version

“This is obviously a time of trouble in the world economy. I think, we all thought that when we had established price stability and budgetary stability we would have created a much stronger foundation for our different European economies but what we are realizing now is that we also have to create new foundations for financial stability. I think the key for Sweden, for Europe, for the world is to restore confidence. This has not been purely a crisis of solvency or liquidity; it has basically been a crisis of confidence.”

„We are now assessing the situation in the Swedish banks and our conclusion is that the situation is stable, but we need to build the foundation and the structures for financial stability. And we also created an institution to restructure troubled banks. This is what we have done due to the experience gained in the previous Swedish crisis in the banking sector. I think we should be quite careful. This crisis is not yet over. In Sweden we have done our part. In my opinion, the Euro Group has been very successful in its handling of the situation. I think we should all thank Mr Trichet for the excellent work by the European Central Bank but I think we should be aware that this crisis has taken new turns many times and has gone on longer than we all expected. So I think we should be very, very careful during the coming days and weeks and be highly alert and ready to act if we see further problems.”

German Version

Publikumsfrage eines schwedischen Zuhörers: “Sie haben die Krise von 1990/1991 erwähnt und die damaligen Rettungsaktionen für die Banken haben in der Branche rund 200.000 von insgesamt einer Million Arbeitsplätzen gekostet, was in einem Land mit nur neun Millionen Einwohnern recht viel ist. …”

Anders Borg:
“Lassen Sie mich eingangs sagen, dass ich tatsächlich glaube, dass die schwedische Krise 1990/1992 für uns viel schlimmer war als das, was jetzt passiert. Wir hatten einen Einbruch der Häuserpreise um 30 bis 50 Prozent. Wir hatten 1991 einen Anstieg der Realzinsen um fünf oder sechs Prozent in zwei oder drei Monaten, glaube ich. Wir hatten eine Währung, die um 15 Prozent überbewertet war, wir hatten ein Haushaltsdefizit in der Größenordnung von 13 Prozent und zur gleichen Zeit standen fast alle unsere Banken vor oder am Rande des Bankrotts.

Für uns war das also eindeutig viel dramatischer als das, was sich jetzt abspielt. Der Grund dafür war meiner Ansicht nach, dass wir unsere geld- und fiskalpolitische Stabilität in den letzten 20 bis 30 Jahren vor Ausbruch der Krise falsch gemanagt hatten. Auf institutioneller Basis sind wir heute nicht nur in Schweden, sondern ganz allgemein besser aufgestellt. Wir haben unabhängige Zentralbanken, die auf Preisstabilität ausgerichtet sind, wir haben heute eine deutlich bessere Qualität unserer öffentlichen Finanzen als noch vor zehn oder 15 Jahren.

Die Idee der Einführung marktorientierter Reformen ist in den meisten europäischen Ländern recht populär. Daher glaube ich, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Ich meine schon, dass wir unsere Bretton Woods-Institutionen neu erfinden und wieder stärken müssen. Als eher bescheidener, konservativer Mensch glaube ich allerdings, dass wir mit den bestehenden Institutionen arbeiten sollten. Ich halte den Internationalen Währungsfonds für eine wichtige Institution und auch die Weltbank und ich denke, wir sollten versuchen, deren Aktivität und das Vertrauen zu reaktivieren. Lassen Sie mich aber unterstreichen, dass dies nicht als Argument herhalten kann, uns unserer nationalen Verantwortung zu entziehen.

Derzeit versuchen 26 Länder in Europa, finanzielle Stabilität zu erreichen. Ich glaube, dass in den nächsten 10 bis 15 Tagen in fast allen Hauptstädten sehr viel gearbeitet werden muss, damit all die schönen Worte und Prinzipien, die wir auf dem Gipfel vor einer Woche zu Papier gebracht haben, auch umgesetzt werden können. Jetzt müssen wir Institutionen schaffen, jetzt müssen wir Kapital aufbringen, jetzt müssen wir im Parlament Gesetze machen und Beschlüsse fassen. Ich glaube daher, dass wir bei der nationalen Verantwortung ansetzen müssen, denn es wird keine glaubwürdige Vereinbarung geben, wenn auf nationaler Ebene glaubwürdige Institutionen fehlen.”

Mehr Informationen zur Finanzkrise im neuen Initiative Express 0208, Newsletter der INSM, Initative Neue Soziale Marktwirtschaft.

English Version

A Swedish member of the audience: “You mentioned the crisis of 1990/1991 and the bailouts of the banks that time cost about 200,000 jobs in the industry out of a total of one million, which is quite a lot in a country of just 9 million inhabitants. …”

Anders Borg: „Let me start out with saying that I actually think that the Swedish crisis in 1990 to 92 was for us much worse than what is now going on. We had a fall in house-prices of 30 to 50 percent; we had an increase in real interest rates. I think it was 5 or 6 percent in two or three months in 1991; we had a currency that was overvalued with some 15 percent we had a budget deficit of some 13 percent; and at the same time, we had a period where almost all of our banks were close to or at the verge of bankruptcy.

So, for us, that was obviously a much more dramatic period than what we are currently going through, and I think the reason for that was that we had mismanaged our monetary and fiscal policy stability for at least 20 to 30 years before the crisis started. So I do think that, on an institutional basis, we are better off today not only in Sweden but in general. We have independent central banks that are oriented towards price stability; we have a much better quality of public finances today than we had 10 to 15 years ago.

The idea of introducing market-oriented reforms is quite popular in most European countries. So I do think that we are now moving in the right direction. I believe that we need to reinvent and re-invigorate our Bretton Woods institutions. Being more of a modest kind of conservative person, I believe that we should work with the existing institutions. I think the International Monetary Fund is an important institution as is the World Bank, and I think we should try to restore their activities and to restore confidence in them. But let me also underline that this cannot be an argument for not taking our own national responsibility.

We currently have 26 countries in Europe trying to achieve financial stability. I think we need a very, very high activity level in almost all capital cities over the next 10 to 15 days to be able to implement all the nice words and principles that we put on a paper at the summit a week ago. Now we have to establish institutions; now we have to raise capital; now we have to make the laws and take the decisions in parliament. So I do think that national responsibility is the starting point because there will be no credible agreement if there are no credible institutions at a national level.

German Version

Ein Repräsentant der IG Metall: “Wenn ich richtig informiert bin, sind Ihre (Anm. die schwedischen) Banken ja verstaatlicht. Deswegen sind sie wahrscheinlich von diesen Schrottimmobilienkäufen ja nicht betroffen, denn Sie konnten das ja kontrollieren. Aber – ist das so und sind Ihre Manager nach oben im Gehalt begrenzt worden durch die Verstaatlichung? ”

Anders Borg: “Wir haben eine große staatliche Bank, die tatsächlich die Hauptursache für die Bankenkrise im Jahr 92 war – rund zwei Prozent des BIP der Verluste entfielen auf die Nordbanken, die seinerzeit in staatlichem Besitz war. Ich glaube nicht, dass verstaatlichte Banken eine Lösung für verantwortungsloses Wirtschaften darstellen. Was ich allerdings glaube, ist, dass die privaten Eigentümer der Banken für die Folgen dieses unverantwortlichen Verhaltens gerade stehen müssen.Eines der Elemente der Rettungsaktion in der schwedischen Bankenkrise war, dass wir tatsächlich Eigentümer der Banken geworden sind. Von der Sparbanken etwa hielten wir eine Vorzugsaktie mit dem zehnfachen Stimmrecht. Das bedeutet, dass wir mit fünf Prozent des Kapitals quasi Eigentümer der Bank waren. Das war so wichtig, um bei anderen Banken die Erkenntnis zu forcieren, dass sie nicht zum Staat gelaufen kommen sollten, um Hilfe zu erhalten, denn staatliche Hilfen sollten meines Erachtens der allerletzte Ausweg sein, wenn es keine anderen Lösungen für solche Probleme gibt. Man muss aber auch Kapital zuführen, denn bei den Eigenkapitalanforderungen ist die Hebelwirkung durch Eigenkapital so groß, dass das Geld das 33fache wert ist.

Wenn man das Problem lösen will, das in den USA besteht, indem man faule Vermögenswerte aufkauft, kann man kaufen, so viel man will, denn diese Märkte sind wie ein Ozean. Eine Lösung ist der Aufkauf von Giftpapieren nicht. Man muss den Banken Eigenkapital zuführen und was wir heute getan haben, ist, Bankkredite zu garantieren. Wir haben aber auch eine Organisation geschaffen, die in der Lage ist, Kapitalspritzen zu verabreichen. Wir haben heute keine angeschlagenen Banken, doch wenn sich eine Bank an uns wendet, dann wird auch über Eigentumsfragen gesprochen, denn wir sind der Ansicht, dass der Steuerzahler nicht nur Verluste verantworten sollte. Wenn wir den Banken ihre Finanzierung garantieren oder ihnen Geld leihen, dann würde der Steuerzahler nur für die Verluste gerade stehen. Wenn wir ihnen aber Eigenkapital zuführen – in Form von Vorzugsaktien –, dann profitiert der Steuerzahler auch von dem Erfolg. Wir haben seinerzeit 1992 fast zweieinhalb Prozent des BIP aufgewendet, um die Bankenkrise zu beheben, und das ist alles zurückgeflossen. Nordbanken gehört immer noch uns … Wir könnten sie, denke ich, irgendwann verkaufen und das Geld für Infrastruktur oder produktive Investitionen ausgeben.

Ich glaube schon, dass wir gesellschaftliche Kontrolle für die Banken brauchen. Ich glaube, es ist die allerwichtigste Aufgabe der Zentralbanken, die privaten Banken zu kontrollieren und aufzupassen, dass sie nicht verantwortungslos handeln. Auch die Aufsichtsbehörden, die verschiedenen Institutionen zur Kontrolle der Finanzwirtschaft in den Ländern, müssen zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass internationale Banken lückenlos überwacht werden. Ich glaube ferner, dass wir Institutionen schaffen müssen, die in der Lage sind, mit „Bad Banks“ umzugehen und diese umzustrukturieren, wenn sie wirklich zusammenbrechen, da wir nicht davon ausgehen können, dass wir diese Probleme aus der Welt schaffen können. Ich denke, wir werden künftig immer wieder Finanzkrisen erleben. Was wir tun können, ist, Preisstabilität zu gewährleisten, stabile Haushalte zu gewährleisten und Institutionen einzurichten, die für finanzielle Stabilität sorgen.

Ich bin aber auch der Ansicht, dass es zur globalisierten Wirtschaft gehört, dass wir alle vier oder fünf Jahre solche Probleme bekommen. In Bezug auf Ludwig Erhard denke ich auch an seinen Weggefährten Friedrich von Hayek und an dessen Äußerungen zu den übersteigerten Kreditzyklen der 30er und 40er Jahre. Diesbezüglich meine ich, dass wir heute bis zu einem gewissen Grad eine ganz ähnliche Krise erleben – zu hohe Verschuldung, verantwortungslose Kreditvergabe und Mangel an privatem Kapital und Eigentum in den Banken.”

English Version

A representative from the IG Metall (German metal industry trade union): “As far as I know, your banks have been nationalized. I assume therefore that they have not been affected by these junk purchases of real estate because you were in a position to keep tabs on that. But is that really the case and do bank managers’ salaries have a ceiling as a result of nationalization?

Anders Borg: “We have one big state bank that was actually the main cause of the banking crisis back in 1992 – about 2 percent of GDP of the losses were caused by Nordbanken, that was a state-owned bank at that time. So I don’t think that state-owned banks are a solution to economic irresponsibility, but what I do think is that the private owners of the banks will have to pay for the consequences of irresponsible behaviour.

One of the features of the salvation of Swedish banking in the crisis was that we actually took over the ownership of the banks. For Sparbanken for example we had a preferred share with a factor of ten times the voting power, which meant that we owned the bank with 5 percent of the capital. That was very important to force the other banks to realize that they should not be running for state aid because state aid, I think, should be the ultimate solution if we can’t find any other solutions to this kind of problem. And you also need to inject capital because, given the equity capital requirements, the leverage effect of introducing equity capital is 33 times the money.

So if you want to solve the problem they have in the US by starting to buy non-performing assets, you can buy as much as you like because these markets are like the ocean. You can’t solve it by buying up toxic assets; you have to inject ownership capital into the banks and what we have done today is establishing guarantees for bank loans. But we have also set up an organisation so that we are able to inject capital. We don’t have troubled banks today but if they come to us, there will be a question of ownership because we also think that the taxpayer should not only take responsibility for the losses. If we were to guarantee their financing or lend them money, the taxpayers would only take responsibility for the losses, but when we inject ownership capital – as preferred shares – the taxpayers would also gain on the profits. So we laid out almost two and a half percent of GDP back in 1992 to solve the banking crisis and all of that has been restored and we still own Nordbanken … Eventually, I think, we could be able to sell that and use this money for infrastructure or productive investments.

So I think that we need to have corporative control of the banks. I think that it is here that the central banks have the utmost important job to do – controlling the private banks and checking that they do not act irresponsibly. Or the FSA, the different financial control institutions of the countries, need to cooperate and see to it that these international banks are under close supervision. And I also think that we need to establish institutions to be able to deal with and to restructure bad banks when they actually fail because we must not assume that we are going to be able to solve these problems. I think we will see recurring financial crises in the future. What we can do is to establish price stability; we can establish budgetary stability; and we can establish institutions to ensure financial stability.

But I also think that it is part of the globalized economy that such problems crop up every four or five years, and I think that when we are talking about Ludwig Erhard, we can remember his close associate Friedrich von Hayek and the time when he was arguing about the credit overexpansion cycles that they saw in the 30s and the 40s. And in that respect, I think we are seeing to some extent the same kind of crisis today – overexpansion of credit, irresponsible lending and the lack of private capital and ownership in the banks.”

INSM-Publikationen 1: Neue Broschüre „Unternehmer in Deutschland“

20. Oktober 2008

Köln. – „Unternehmer in Deutschland: Was sie antreibt, was sie leisten – und was die Deutschen über sie denken“. Das ist der Titel einer aktuellen Broschüre, die soeben erschienen ist. Die Broschüre klärt über die Hintergründe des in Deutschland vielfach weniger guten Unternehmerbildes auf, berichtet über die fatalen Folgen für den Gründermut in Deutschland und rückt manches Missverständnis zurecht. Was treibt Unternehmer an? Warum entscheiden sie sich nicht für einen vermeintlich sicheren Job als Angestellte oder Arbeiter, sondern für ein Leben, in dem sie vieles erreichen und bewegen können – oder auch alles verlieren?ISBN-13: 978-3602148080

Mehr zur Broschüre finden Sie hier.

English Version

INSM Publication 1: New Brochure, “Entrepreneurs in Germany”

Cologne—“Entrepreneurs in Germany: What Motivates Them, What They Achieve—And What Germans Think of Them.” That’s the title of a just-published brochure that explains the background of the entrepreneurial picture in Germany, which is often not so good; reports on the fatal consequences for start-up morale; and corrects some misperceptions. What drives entrepreneurs? Why, instead of taking a supposedly secure job as a white or blue collar employee, do they decide for a life in which they can achieve and make things happen—or lose everything?

ISBN-13: 978-3602148080

More on the brochure here.

INSM im Netz 4: Der „Pflegerenditor“ - Raffelhüschens neue Internet-Rechenmaschine

18. Oktober 2008

Freiburg/Berlin. – Bei einer Pressekonferenz des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) Ende Januar in Berlin stellte INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer einen neuartigen Internetrechner zur Pflegeversicherung vor. Mit diesem Pflegerenditor kann jeder Bürger seine individuelle Rendite, seine Deckungslücke und die erforderliche Zusatzprämie ermitteln, um Pflegerisiken im Alter wirksam abzudecken. Die Datenbasis für dieses neue Web-Tool hat der Freiburger Generationenforscher Professor Bernd Raffelhüschen ermittelt.„Um zu verhindern, dass junge sowie zukünftige Jahrgänge für gleiche reale Pflegeleistungen deutlich höhere Beiträge zu bezahlen haben, ist eine umfassende Reform unausweichlich“, sagte Raffelhüschen bei der Pressekonferenz. Er fordert einen schrittweisen Systemwechsel in der Pflegeversicherung. Eine Möglichkeit sei, den Beitragssatz zur Pflegeversicherung bei 1,7 Prozent einzufrieren. Die entstehende Versorgungslücke könne dann sukzessive durch private Vorsorge geschlossen werden. Die solchermaßen eingefrorene Gesetzliche Pflegeversicherung werde in Zukunft nur noch den Charakter einer Grundsicherung haben. Im Netz ist der Pflegerenditor hier zu finden.

English Version

INSM on the Net 4: The “Care Return Calculator”—Raffelhüschen’s New Internet Calculator

Freiburg/Berlin—At a press conference at the German Institute for Elder Care (DIA) at the end of January in Berlin, INSM director Max A. Höfer presented a new type of internet calculator for long term care insurance. With this care return calculator, every person can determine his or her individual return, gaps in coverage, and the necessary additional premiums, in order to effectively cover risks involving care in old age. The database for this new web tool was established by Freiburg generation researcher Professor Bernd Raffelhüschen. “To prevent young people as well as later generations from having to pay much higher premiums for the same actual care, a comprehensive reform is unavoidable,” said Raffelhüschen at the press conference. He called for a gradual change in the long-term care insurance system. One possibility is to freeze the premiums for long-term care insurance at 1.7 percent. The care gap that would arise could then be closed successively by private insurance. The publicly administered long-term care insurance that would be frozen in this way would function in the future only as basic insurance.

The care return calculator can be found here on the net.

INSM im Netz 3: News von und über das Studentenportal Unicheck.de

16. Oktober 2008

Köln. – Auf dem Studentenportal www.unicheck.de können Studenten ihre Hochschulen online bewerten. Unicheck selbst flankiert diesen Bewertungsprozess immer wieder mit eigenen Tests und Studien. So wurde vor einiger Zeit die Servicefreundlichkeit der Uni-Sekretariate getestet.Der im April durchgeführte Test lief folgendermaßen ab: Der Deggendorfer Gymnasiast Markus Nagler mailte 50 Immatrikulations-Ämter an und fragte beispielsweise nach Adressen, über die er sich ein Wohnheimzimmer beschaffen könne. Resultat: Bereits nach wenigen Stunden hatte die Hälfte aller Büros geantwortet. Nur zwei reagierten gar nicht. Unterschiedlich fiel im Testfeld auch die Zahl der Antworten aus.

Nur fünf Hochschulen beantworteten alle sechs Testfragen. Die anderen ließen Fragen aus, kopierten stattdessen allgemeine Informationstexte in die Mail. Und wie sieht es mit den Öffnungszeiten aus? Online waren Öffnungszeiten zwischen 6 und 33 Stunden pro Woche zu ermitteln.

Sieger im Unicheck-Servicefreundlichkeits-Test ist die Georg-August- Universität Göttingen vor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg und der Universität Rostock. Am Tabellenschluss finden sich die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die Hochschule Konstanz und die Humboldt-Universität zu Berlin.

Am 11. Juni berichtete die Financial Times Deutschland über eine weitere Studie des Studentenportals. Dieses Mal wurde ermittelt, wie hoch die Verwaltungskosten im Schnitt sind, die an den Universitäten für die Bearbeitung eines Bafög-Antrages anfallen. Diese liegen im Schnitt bei 220 Euro pro Jahr. Allerdings gibt es große Unterschiede. Unter Berufung auf die Unicheck-Studie schrieb die FTD weiter: „Beim Bearbeiten der Anträge für die staatliche Ausbildungsförderung Bafög wirtschaften die Studentenwerke unterschiedlich effizient. So belaufen sich die Verwaltungskosten des Bafög-Amts an der Uni Frankfurt auf 330 Euro pro Student und Jahr, dort bewältigt ein Sachbearbeiter jährlich 500 Anträge. In Köln sind es 700 Anträge, die Kosten liegen bei 155 Euro.“

Im Mai gab das Campus-Magazin Unicum bekannt: 33.347 Leser der Studentenzeitschrift UNICUM haben ein Anzeigen motiv des INSM-Studentenportals www.unicheck.de zur Anzeige des Jahres gewählt. Die eigene Hochschule bewerten – aber wie? Seit einiger Zeit findet sich im Internet ein Video, das wie eine Art Gebrauchsanleitung zur Nutzung von Unicheck funktioniert und das Portal im Schnelldurchlauf unterhaltsam vorstellt. Zu finden ist dieses Video unter anderem hier: http://www.jobtv24.de/index.php?ct=325&vid=12285

Zum INSM-Studienportal Unicheck geht es hier: www.unicheck.de.

English Version

INSM on the Net 3: News From and About the Student Website Unicheck.de

Cologne—On the student website www.unicheck.de, students can critique their schools online. Unicheck supplements this evaluation process with its own tests and studies. For example, it recently tested university secretariats’ friendliness of service.

The test, carried out in April, proceeded as follows: Deggendorf high school student Markus Nagler e-mailed 50 matriculation offices and asked, for example, for addresses with which he could find a dormitory room. The result: half of all the offices had responded within a few hours. Only two failed to respond at all. The number of responses in the test field also differed.

Only five colleges answered all six test questions. The others left out answers, and instead copied general information texts into the e-mail. And what about office hours? Online, office hours between 6 and 33 hours per week could be found.

The winner of the Unicheck friendly service test is Göttingen’s Georg August University, followed by Friedrich Alexander University Erlangen-Nuremberg and Rostock University. At the bottom of the list are the Saarland College of Technology and Economics, Constance College, and Humboldt University Berlin.

On June 11, the Financial Times Germany reported on a further study by the student site. This time the study examined the average administrative costs required by universities to process Bafög applications. The average is 220 Euros per year. But there are great differences. Citing the Unicheck study, the FTG continued, “In processing the applications for the state Bafög educational grant, the student support services vary in efficiency. The administrative costs of the Bafög office at the University of Frankfurt come to 330 Euros per student and year, and each staffer processes 500 applications per year. In Cologne, it’s 700 applications, and the cost is 155 Euros.”

In May, the campus magazine Unicum announced that 33,347 readers of the student magazine UNICUM had voted an advertising motif for the INSM student website www.unicheck.de Ad of the Year. Assessing your own college—but how? For a while now, there’s been a video on the internet that serves as a sort of instruction manual on how to use Unicheck and gives a quick and entertaining overview of the site. The video can be found here, for example: http://www.jobtv24.de/index.php?ct=325&vid=12285

This is the link to the INSM student website Unicheck: www.unicheck.de

INSM im Netz 2: Somawi-ist-toll.de – junge Soziale Marktwirtschaft

14. Oktober 2008

Köln. – www.somawi-ist-toll.de – die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat dieses Portal geschaffen, weil sie junge Menschen für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung gewinnen will. Die Webseite stellt aktive junge Leute vor, die ihr Schicksal in die Hand nehmen. Zum Beispiel die angehende Modedesignerin Melissa Lee, den Musiker Maliq, den Sternekoch Marco Müller und Andreas Unterberg, der seinen Traumberuf Pilot anstrebt. Auch die Friseurin Ellen Kästner, eine der Protagonistinnen der Einstiegs-Kampagne der INSM, macht mit bei der neuen INSM-Internet-Plattform. Alle diese Beispiele transportieren eine Botschaft: „Soziale Marktwirtschaft ist toll!“ Die Soziale Marktwirtschaft gibt jedem die Chance, aus eigener Kraft seine Ideen und Ziele in Freiheit und eigenverantwortlich umzusetzen. Sie bietet gerade auch jungen Menschen die meisten Wahlmöglichkeiten für ihre Lebensplanung. www.somawi- ist-toll.de ermöglicht es jungen Menschen mit unterschiedlichen Ideen und Fähigkeiten, Netzwerke aufzubauen und die passenden Partner für ein gemeinsames Projekt zu finden – mit denen man im Idealfall zusammenarbeitet. Sie können ihr eigenes Profil einstellen, Kontakt zu anderen Usern aufnehmen oder von ihnen gefunden werden Zum Start der Internetseite hat die INSM einen Wettbewerb ausgelobt. Jeder mit einer guten Projektidee kann sein Konzept einsenden und eine Startfinanzierung in Höhe von 5.000 Euro gewinnen, wobei sich nicht nur Existenzgründer angesprochen fühlen sollen. Hier geht es zur neuen INSM-Webseite: www.somawi-ist-toll.de.

English Version

INSM on the Net 2: Somawi-ist-toll.de—Young Social Market Economy

Colognewww.somawi-ist-toll.de—the Initiative for a Social Market Economy created this site to get young people excited about the market economy. The website presents active young people who have taken their lives in their own hands: for example, young fashion designer Melissa Lee, musician Maliq, top chef Marco Müller, and Andreas Unterberg, who is pursuing his dream of becoming a pilot. Hairdresser Ellen Kästner, one of the protagonists of the INSM Getting to Work campaign, is part of the new INSM internet platform. All these examples convey one message: “The social market economy is great!” The social market economy gives everyone the chance to achieve their ideas and goals through freedom and personal responsibility. It offers young people the most choices in planning their lives. Www.somawi-ist-toll.de helps young people with different ideas and abilities to build networks and find the right partners for joint projects—ideally people they can work with. They can design their own profiles, contact other users, or be found themselves. For the launch of the internet site, INSM is sponsoring a competition. Anyone with a good idea for a project can send it in and win startup financing of 5,000 Euros. Participants don’t have to be starting a new business. Click here to access the new INSM website: www.somawi-ist-toll.de.

INSM im Netz 1: Starmoderatorin Barbara Eligmann erklärt in Internet-Videos die Soziale Marktwirtschaft

12. Oktober 2008

Köln. – Auf www.insm-lexikon.de findet sich ein neues Video-Wirtschaftslexikon. Es wird moderiert von der Starmoderatorin Barbara Eligmann. In allgemein verständlicher Form erläutert sie hier aktuelle Begriffe aus der wirtschaftspolitischen Debatte. Es sind Fakten zum Mitreden – zum Beispiel über die Ursachen der Inflation, die Deutschland aktuell erfasst hat, oder auch den Ölpreis, der in den letzten Monaten gestiegen ist wie kaum je zuvor. Im Auftrag der INSM vermittelt Barbara Eligmann auch Hintergrundwissen über die steigenden Lebensmittelpreise und die Bankenkrise. Weitere Videos werden folgen.

English Version

INSM on the Net 1: Star Moderator Barbara Eligmann Explains the Social Market Economy in Internet Videos

Cologne—There’s a new video economics encyclopedia at www.insm-lexikon.de. It’s presented by star host Barbara Eligmann, who explains current concepts in the economic policy debate in comprehensible form. They include facts for discussion—for example, on the causes of the inflation that has gripped Germany and the oil prices that have risen more in recent months than ever before. At the request of the INSM, Barbara Eligmann also provides background information about rising food prices and the bank crisis. More videos will follow.

SPIEGEL zitiert Unicheck-Studie: „Lob für Muster-Unis“

10. Oktober 2008

Hamburg/Köln. – In seiner Ausgabe vom 21. April zitiert das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL eine Studie von Professor Andreas Hoffjan. Der Dortmunder Controlling-Professor hatte im Auftrag der INSM und des Studentenportals Unicheck.de die Verwendung der Studienbeiträge durchleuchtet. Spiegel-Zitat: „Fachhochschulen und Universitäten gehen bei der Verwendung von Studiengebühren sehr unterschiedlich vor. Das legen die ersten Ergebnisse einer Untersuchung zum Einsatz von Studienbeiträgen nahe, die an der Technischen Universität Dortmund erstellt wird.“ Hoffjan lobte dem SPIEGEL zufolge mehrere Hochschulen „für beispielhaften Umgang mit dem Studentengeld, darunter die Technische Universität (TU) München sowie die Fachhochschulen Osnabrück und Offenburg“. So gebe es an der TU München mit den Studenten abgestimmte Strategiepläne für jeden Fachbereich.

English Version

SPIEGEL Cites Unicheck Study: “Praise for the Model Universities”

Hamburg/Cologne—In its April 21 edition, the news magazine Der Spiegel cited a study by Professor Andreas Hoffjan. At the request of the INSM and the student website Unicheck.de, the Dortmund cost management professor examined the use of student fees. A quote from the Der Spiegel article: “Technical colleges and universities utilize student fees very differently. That is suggested by the initial results of a study on the use of student fees produced by the Technical University of Dortmund.” According to Der Spiegel, Hoffjan praised some colleges “for exemplary handling of student fees, including the Technical University (TU) of Munich and the technical colleges of Osnabrück and Offenburg.” The TU Munich, for example, has strategy plans for every department that are coordinated with students.

INSM-Studie des IfG zum Gesundheitsfonds: Fachleute und Medien: „Der Trend stimmt“

8. Oktober 2008

München/Köln. – Zahlreiche Experten bestätigten im Januar das Ergebnis der von der INSM vorgelegten Studie zur Entwicklung der Beitragssätze durch den Gesundheitsfonds. Debatte und Stimmen im Spiegel der Medienberichterstattung:

Die Süddeutsche Zeitung zitierte den Vorsitzenden des Sachverständigenrates zur Begutachtung des Gesundheitswesens, Eberhard Wille, mit dem Satz: „Die Prognose ist in der Tendenz richtig.“

Ein Kommentator das Quickborner Tageblattes hielt damals die „Beschwichtigungen aus dem Gesundheitsministerium“ für „unglaubhaft“. Weiter schrieb er: „Elke Ferner, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, spricht die Erwartung vieler Gesundheitspolitiker offen aus. Im Gegensatz zur eigenen Ministerin Ulla Schmidt erwartet Ferner von der Einführung des Gesundheitsfonds ab 2009 höhere Kassenbeiträge. Grund dafür sind vor allem Preissteigerungen durch die Reform der Arzthonorare, zusätzliche Kassenleistungen und ein Kostenschub bei den Krankenhäusern.“

Die Berliner Morgenpost wies darauf hin, dass „die Krankenkassen selbst einen Beitragsschub“ erwarten. So habe die Barmer Ersatzkasse bereits im Dezember eine Erhöhung auf 15,5 Prozent vorausgesagt. Das Blatt zitierte auch eine Sprecherin der Techniker Krankenkasse mit folgendem Satz: „Es ist realistisch, dass der Beitrag 2009 bei mindestens 15,0 Prozent liegt.“

Die Kölnische Rundschau schrieb: „Die Barmer Ersatzkasse hatte im letzten Dezember 15,5 Prozent vorausgesagt. Der BKK-Bundesverband hält die neuen Zahlen ‚nicht für aus der Luft gegriffen‘.“

Die Dresdner Neuesten Nachrichten zitierten den FDP-Gesundheitsexperten Daniel Bahr mit dem Satz: „Die schwarz-rote Gesundheitsreform 2007 kommt die Bürger teuer zu stehen.“ Weiter erklärte Bahr dem Blatt zufolge: „Schuld an dem Anstieg ist der von der Koalition geplante Gesundheitsfonds, der eine neue bürokratische Geldumverteilungsbehörde ist.“

Die Nordwest-Zeitung schrieb: „Auch Norbert Klusen, Vorstandsvorsitzender der Techniker-Krankenkasse, rechnet 2009 mindestens mit einer 15 vor dem Komma. ‚Sinkende Gesundheitskosten sind eine Lebenslüge mancher Politiker‘, sagte er gegenüber dieser Zeitung. Den Vorwurf, die Kassen schöpften die Möglichkeiten zur Kostensenkung nicht aus, bezeichnete er als ‚Unsinn‘. Die Kaufmännische Krankenkasse KKH in Hannover forderte eine Verschiebung des Gesundheitsfonds.“

„Höhere Sätze sind durchaus möglich“, schrieb die Rheinische Post unter Berufung auf die AOK Rheinland.

Wie ein Fazit aus alledem wirkte ein Kommentar der Frankfurter Rundschau zur INSM-Studie: „Eine Woche ist das Jahr alt, und schon hat die große Koalition eine Debatte am Hals, die sie so bald nicht mehr loswerden dürfte.“

Mehr zu dieser Expertise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) finden Sie hier.
English Version
INSM Study by the IFG on the Health Fund: Experts and Media: “The Trend is Correct”

Munich/Cologne—In January, numerous experts confirmed the results of the study presented by the INSM on the development of premium rates as a result of the health fund. Debate and statements reported in the media:

The Süddeutsche Zeitung quoted the head of the Expert Council to Review the Health System, Eberhard Wille, as follows: “The trend of the prognosis is correct.”

A commentator for the Quickborner Tageblatt at the time found the “reassurances by the Ministry of Health” to be “not credible.” He continued, “Elke Ferner, deputy SPD fraction chief, openly expresses the expectations of many politicians interested in health care. In contrast to her own minister, Ulla Schmidt, Ferner expects higher insurance premiums as a result of the introduction of the health fund in 2009. The reason is mainly rising prices resulting from the reform of doctors’ salaries, additional services, and an increase in hospital costs.”

The Berliner Morgenpost pointed out that “the insurance companies themselves expect a rise in premiums.” In December, the Barmer Ersatzkasse had already predicted an increase to 15.5 percent. The paper also quoted a spokeswoman from the Techniker Krankenkasse as follows: “It is realistic for the premium to be at least 15.0 percent in 2009.”

The Kölnische Rundschau wrote, “The Barmer Ersatzkasse predicted 15.5 percent last December. The BKK federal association thinks the new figures do not ‘come out of thin air.’”

The Dresdner Neuesten Nachrichten quoted FDP health expert Daniel Bahr as follows: “The black-red health reform of 2007 is costing citizens a great deal.” According to the newspaper, Bahr continued, “The health fund planned by the coalition is the cause of the increase; it is a new, bureaucratic money redistribution agency.”

The Nordwest-Zeitung wrote, “Norbert Klusen, chief executive of the Techniker Krankenkasse, also expects at least 15 percent in 2009. ‘Falling health care costs are a delusion shared by some politicians,’ he told this newspaper. He termed the accusation that the insurance companies are not utilizing the opportunity to lower costs ‘nonsense.’ The commercial insurance company KKH in Hanover called for a postponement of the health fund.”

“Higher rates are quite possible,” wrote the Rheinische Post, citing the AOK Rheinland.

A commentary in the Frankfurter Rundschau on the INSM study provided a good summary of all this: “The year is only a week old and the Grand Coalition is already saddled with a debate that it won’t be so easy to get out of.”

You can find more on the report by the Initiative for a Social Market Economy (INSM) here:

INSM-Studie des IfG München: Gesundheitsfonds lässt Kassenbeitragssätze steigen

6. Oktober 2008

München/Köln. – „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß“, schrieb am 24. Juli die BILD-Zeitung unter Berufung auf eine „Regierungs-Analyse“ zur Beitragssatzentwicklung nach Einführung des Gesundheitsfonds im kommenden Jahr. „Selbst in Regierungskreisen gehe man davon aus, dass wir im kommenden Jahr mindestens 15,5 Prozent unseres Gehaltes für Krankenversicherung ausgeben müssen“, schreibt das Blatt weiter.

Solche Zahlen würden eine INSM-Studie des Münchener Institituts für Gesundheitsforschung (IfG) bestätigen, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Anfang des Jahres veröffentlicht hat. Die Expertise des renommierten Wissenschaftlers Professor Günter Neubauer, der selbst einmal das Bundesgesundheitsministerium beraten hatte, war zu dem Schluss gekommen, dass ab 2009 deutliche Beitragssatzsteigerungen bis zu einer Höhe von 15,5 Prozent kommen und bis zu 712 Euro mehr Jahresbeitrag zur Krankenversicherung fällig sein werden. Als Ursache hatte der Wissenschaftler neben gestiegenen Ärzte- und Krankenhausentgelten falsche Anreize durch den Gesundheitsfonds benannt.

Die INSM-Studie hatte damals eine heftige Debatte ausgelöst, in die am Ende sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel eingreifen musste. Heftigen Dementis des Bundesgesundheitsministeriums folgten damals bestätigende Stimmen aus Fachkreisen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sprach von „Horrormeldungen“. Repräsentanten der Krankenkassen und andere Experten wie Professor Eberhard Wille, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung des Gesundheitswesens, bezeichneten die IfG-Prognose im Auftrag der INSM als „in der Tendenz richtig“.

Die Debatte um die INSM-Studie beherrschte die Schlagzeilen und Kommentarspalten. Beispiel Nürnberger Nachrichten: „Ein Monstrum steht vor der Tür, doch das hat bislang kaum jemanden gekümmert: Am 1. Januar 2009 wird der Gesundheitsfonds eingeführt, und er wird unser Gesundheitssystem gründlich umkrempeln. Das war den meisten Versicherten bisher herzlich egal, 2009 klang nach ferner Zukunft. Doch die Meldung, dass an diesem Stichtag der Kassenbeitrag auf das Rekordniveau von 15,5 Prozent steigen könnte, sollte auch den letzten Träumer aufgeweckt haben.“

Auch prominente Koalitions-Politiker nahmen die INSM-Studie zum Anlass, um den Gesundheitsfonds öffentlich in Frage zu stellen. „Solange die Auswirkungen des Gesundheitsfonds nicht im Detail geklärt sind, steht die Verschiebung im Raum“, sagte die bayerische Sozialministerin Christa Stewens der Zeitung DIE WELT.

Auch Unions- Gesundheitsexperte Wolfgang Zöller (CSU) schloss eine Verschiebung Anfang des Jahres nicht aus. Die FDP brachte einen Antrag zum Stopp des Gesundheitsfonds in den Bundestag ein. Für die Versicherten sei „ein rechtzeitiges Ende des Gesundheitsfonds mit Schrecken allemal besser als ein unabsehbar teurer Schrecken ohne Ende“, argumentierten die Liberalen.

Die Debatte nahm ein derartiges Ausmaß an, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Rettungseinsatz für den Gesundheitsfonds gezwungen sah. Im Bundeskabinett machte sie nach Mitteilung von Vizeregierungssprecher Thomas Steg unmissverständlich klar, dass der Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 kommen werde. Das Kanzlerinnen- Basta sei, so Steg, „unmissverständlich“ gewesen. Nun ist die künftige Beitragssatzhöhe erneut in der Diskussion.

Der BILD-Bericht vom Juli des Jahres löste ein Agentur-Echo aus und bestätigt die Zahlen, die Professor Neubauer Anfang des Jahres vorgelegt hatte. Erneut, wenn auch deutlich zurückhaltender, beschwichtigte das Bundesgesundheitsministerium: Ein einheitlicher Beitragssatz von bis zu 15,8 Prozent sei „deutlich zu hoch gegriffen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD) Agenturberichten zufolge. Derzeit liegt der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung im Schnitt bei 14,9 Prozent.

Zum Berliner Kongress der „Gesundheitsnetzwerker“ im März des Jahres präsentierte die INSM eine emnid-Umfrage. Danach halten bereits jetzt 53,5 Prozent der gesetzlichen Krankenversicherten den Beitragssatz ihrer Krankenkasse für nicht angemessen. Besonders unzufrieden mit der Höhe ihrer Kassenbeiträge sind nach dieser Studie Versicherte, die über 2500 Euro im Monat verdienen. 46 Prozent dieser Einkommensgruppe meinen zudem, das Verhältnis zwischen Solidarprinzip und Eigenverantwortung in der gesetzlichen Krankenversicherung sei gestört. Die Bundesregierung will den einheitlichen Beitragssatz zum Gesundheitsfonds bis zum November festlegen.

Mehr zum Thema Gesundheit finden Sie hier: http://www.insm.de/Soziales/Gesundheit.html

English Version

INSM Study by IfG Munich: Health Funds Raise Health Insurance Premiums

Munich/Cologne—“Now we have it in black and white,” wrote the BILD-Zeitung on July 24, referring to a “government analysis” on the development of insurance rates after introduction of the health fund next year. “Even government officials are assuming that we will spend at least 15.5 percent of our salary for health insurance in the coming year,” the newspaper continued.

These figures were confirmed by an INSM study by the Munich Institute for Health Research (IfG), published at the beginning of the year by the Initiative for a Social Market Economy (INSM). The report, by respected scientist Professor Günter Neubauer, a former advisor to the Federal Ministry of Health, concluded that clear increases in contributions of up to 15.5 percent will be seen starting in 2009, and that up to 712 Euros in increased annual contributions to health insurance would be due. The scientist listed the causes as higher costs of doctors and hospitals, as well as false incentives by the health fund.

The INSM study at the time triggered a heated debate in which Chancellor Angela Merkel ultimately intervened. Vehement denials by the Federal Ministry of Health were followed by confirmation by experts. Federal Minister of Health Ulla Schmidt spoke of “horror reports,” while representatives of health insurance funds and other experts, such as Professor Eberhard Wille, head of the Expert Council to Review the Health System, said the IfG prognosis for the INSM is “correct in trend.”

The debate over the INSM study dominated headlines and columns. For example, the Nürnberger Nachrichten wrote, “A monster is at the door, but until now, almost no one cared: On January 1, 2009, the health fund will be introduced, and it will fundamentally alter our health system. That didn’t matter at all to most of the insured; 2009 sounded like the distant future. But the report that, on that day, insurance premiums could rise by 15.5 percent should have woken even the deepest dreamers.”

Prominent coalition partners also used the INSM study as a reason to publicly question the health fund. “Until the effects of the health fund can be clarified in detail, a postponement is in the air,” Bavarian Minister of Social Affairs Christa Stewens told Die Welt newspaper.

Christian Social Union (CSU) health expert Wolfgang Zöllner also refused to rule out a postponement at the beginning of the year. The FDP introduced a Bundestag bill to stop the health fund. For the insured, “A quick end to the health fund with a shock is much better than an incalculably expensive shock without end,” the liberals argued.

The debate took on such proportions that Chancellor Angela Merkel felt it necessary to step in to rescue the health fund. In the federal cabinet, according to deputy government spokesman Thomas Steg, she made it unmistakably clear that the health fund will come on January 1, 2009. The chancellor’s final word, said Steg, was “unequivocal.” Now the future rise in premium rates is again under discussion.

The Bild report in July of this year was echoed by the agencies and confirmed the figures that Professor Neubauer had provided at the beginning of the year. Once again, if more cautiously, the Federal Ministry of Health was reassuring: a single premium rate of up to 15.8 percent is “clearly too high,” said parliamentary undersecretary Marion Caspers-Merk (SPD), according to agency reports. At present, the premium rate for public health insurance averages 14.9 percent.

At the Berlin conference of “health networkers” in March of this year, the INSM presented an EMNID survey according to which 53.5 percent of those with public health insurance consider their insurance companies’ premiums unreasonable. According to the study, those most dissatisfied with the amount of their premiums are those earning over 2,500 Euros per month. Of this income group, 46 percent feel that the relationship between the principle of solidarity and that of personal responsibility has been disrupted by the public insurance companies. The federal government plans to establish a single premium rate for the health fund by November.

You can find more on the subject of health here: http://www.insm.de/Soziales/Gesundheit.html.

INSM-Fahrtkostenranking: Wie teuer der Weg zu Arbeit wirklich ist – 100 Städte im wissenschaftlichen Vergleich

4. Oktober 2008

Köln. – Was kostet der Weg zur Arbeit? Das ermittelt eine aktuelle Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Im Auftrag der INSM hat die IW Consult die tatsächlichen Kosten für das Pendeln in den 100 größten Städten Deutschlands ermittelt. Berufspendler müssen danach jährlich 1.900 Euro ausgeben, um mit einem Mittelklasseauto der Golf-Klasse zur Arbeit zu kommen.

Die Fahrtkosten schwanken je nach Region und Stadt sehr stark. Am billigsten ist der Weg zur Arbeit mit durchschnittlich 1.395 Euro im Jahr in Ludwigshafen. Am teuersten ist er in Velbert mit 2.705 Euro.

Die INSM-Studie zeigt: Die Menschen müssen für ihre berufliche Mobilität erhebliche finanzielle Belastungen in Kauf nehmen. Der Weg zur Arbeit kostet jährlich im Schnitt nahezu das durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen eines Arbeitnehmers. Fast ein Drittel dieser Kosten verursacht der Staat über Steuern und Abgaben – vor allem durch die sehr hohe Steuerbelastung von Treibstoff und auch durch die Anfang 2007 nochmals erhöhte Mehrwertsteuer. Zahlreiche Medien berichteten über das INSM-Fahrtkostenranking. Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Der Weg zur Arbeit ist teuer“, kommentierte die FAZ das Ergebnis. Im Schnitt koste der Weg zur Arbeit nahezu das durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen eines Arbeitnehmers.

Unterdessen hat das INSM-Fahrtkostenranking nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung in Sachsen zu Konsequenzen im Sinne der Berufspendler geführt. „Auf einer Internetseite können Tagespendler Gleichgesinnte für den Arbeitsweg finden“, so der Artikel. Das Fahrtkostenranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hatte durchschnittliche Kosten von 2.200 Euro pro Jahr ergeben, die sächsischen Berufspendlern entstehen. „Ab dieser Woche“, so die Sächsische Zeitung weiter, „können Pendler auf einer neuen Internetseite Mitfahrgelegenheiten für die tägliche Fahrt zur Arbeit suchen oder anbieten.“ Die Adresse der Website: www.sachsen.pendlernetz.de. Betreiber der Plattform ist die Sächsische Energieagentur (Saena). Sie arbeitet im Auftrag des Freistaates Sachsen an Konzepten, um den Energieverbrauch zu reduzieren.

Fahrtkostenprofile aller 100 untersuchten Städte finden Sie im Internet unter www.insm-fahrtkostenranking.de.

English Version

INSM Travel Cost Ranking: How Expensive is the Trip to Work—Scientific Comparison of 100 Cities

Cologne—What does the trip to work cost? A new study by the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) looked into this. Commissioned by the INSM, IW Consult researched actual commuting costs in Germany’s 100 largest cities. According to the study, commuters spend 1,900 Euros per year to drive to work in a mid-size Golf-class car.

Travel costs vary heavily by region and city. Ludwigshafen offers the cheapest trip to work, at an average of 1,395 Euros per year. Most expensive is Velbert, at 2,705 Euros.

The INSM study shows that workers take on considerable financial burdens in exchange for career mobility. The trip to work costs nearly an employee’s average gross monthly salary every year. Almost a third of these expenses are caused by the state, through taxes and duties—especially the very high taxes on fuel and the value-added tax, which was raised again in early 2007. Numerous media reported on the INSM travel cost ranking. Among them was the Frankfurter Allgemeine Zeitung. “The trip to work is expensive,” commented the FAZ on the study, adding that the trip to work costs almost an employee’s monthly average gross salary.

According to a report in the Sächsische Zeitung, the INSM travel cost ranking led to consequences favorable to commuters in Saxony. “On an internet page, daily commuters can find carpoolers for the trip to work,” said the article. The INSM travel cost ranking found average costs of 2,200 Euros per year for commuters in Saxony. “Starting this week,” the Sächsische Zeitung continued, “commuters can search for or offer carpooling arrangements for the daily ride to work.” The website address is www.sachsen.pendlernetz.de. The website is run by Saxony’s energy agency (Saena). It is working at the request of the state of Saxony on concepts to reduce energy use.

You can find the travel cost profiles of all 100 cities studied on the internet, at www.insm-fahrtkostenranking.de.

Rede in Anwesenheit der Bundeskanzlerin: INSM-Kuratoriumsvorsitzender Professor Hans Tietmeyer zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft

2. Oktober 2008

„Ludwig Erhards Erbe ist ein bleibender Auftrag für die Zukunft.“ Das sagte Professor Hans Tietmeyer in seiner Rede zur Veranstaltung zum 60. Jahrestag der Wirtschafts- und Währungsreform am 12. Juni bei einem Festakt im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.„Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg“ in der Nachkriegsbundesrepublik sei „die mutige persönliche Entscheidung von Ludwig Erhard“ gewesen, 1948 „zusammen mit der Einführung der neuen Währung auch den Großteil der Preise freizugeben und damit zugleich die bürokratische Administration weitgehend aufzuheben“, erklärte der frühere Bundesbankpräsident, Staatssekretär und heutige Kuratoriumsvorsitzende der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Tietmeyer hat seine politische Karriere als Referent im damals noch von Ludwig Erhard geleiteten Bundeswirtschaftsministerium begonnen.

Weiter führte Tietmeyer aus: „Erst in einem Gespräch mit dem damaligen US-Militärgouverneur Lucius D. Clay gelang es ihm, den Widerstand der Besatzungsbehörden zu überwinden und zumindest eine vorläufige Duldung zu erreichen. Mit dieser mutigen Entscheidung ist Ludwig Erhard im Juni 1948 zweifellos der erste, zugleich aber auch entscheidende Durchbruch zur Marktwirtschaft gelungen. Ein Großteil der Zwangswirtschaft wurde kurzfristig abgeschafft, und die Menschen begannen die ersten Erfolge schon bald zu spüren.“

Zum Schluss seiner Rede ging Tietmeyer auch auf die aktuelle Entwicklung ein: „Die deutsche Wirtschaft wächst wieder deutlich, die Zahl der Beschäftigten nimmt zu, und der Wohlstand der Gesellschaft steigt, auch wenn viele daran nur sehr unterschiedlich teilnehmen. Zugleich aber wachsen auch die Herausforderungen der permanenten Innovation, des globalen Wettbewerbs und der Generationenstruktur weiter. Deswegen muss der Reformkurs auch weitergehen, und zwar in Richtung auf mehr Eigeninitiative und Selbstverantwortung bei Einhaltung der fiskalischen Disziplin.“

Der INSM-Kuratoriumsvorsitzende forderte eine „konsistente und längerfristig angelegte Reformpolitik“, um Vertrauen zu schaffen. In diesem Zusammenhang erwähnte Tietmeyer auch die Notwendigkeit, neue Beschäftigungschancen zu schaffen. „Auch wenn es inzwischen deutliche Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt gibt, gilt bei immer noch 3 Millionen Arbeitslosen unverändert das Motto: Sozial ist vor allem, was Beschäftigung schafft. Deswegen müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass möglichst viele Menschen eine Chance für Beschäftigung und damit für eigene Leistung sowie beruflichen und sozialen Aufstieg erhalten. Für dieses Ziel wirbt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft derzeit intensiv mit der Kampagne ‚Einstieg in die Arbeit‘. … Gleichzeitig warnen wir davor, dass neue Hürden – wie generelle Mindestlöhne – aufgestellt werden.“ „Ludwig Erhards Erbe ist ein bleibender Auftrag für die Zukunft“, schloss Tietmeyer seinen Vortrag.

Die ganze Rede lesen Sie auf seiner persönlichen Website: www.hanstietmeyer.de

English Version
Speech in the Presence of the Chancellor: INSM Board of Trustees Chairman Professor Hans Tietmayer on the 60th Anniversary of the Social Market Economy

“Ludwig Erhard’s legacy is a lasting obligation for the future,” said Professor Hans Tietmayer in a speech at an event celebrating the 60th anniversary of the economic and currency reform on June 12, at a ceremony at the Federal Ministry of Economics and Technology.

“Ludwig Erhard’s courageous personal decision” in 1948, “to decontrol prices in addition to introducing the new currency, and thus largely to eliminate the bureaucratic administration,” was “decisive for the economic success” of post-war West Germany, argued the former president of the Federal Bank, undersecretary, and current trustee of the Initiative for a New Social Market Economy (INSM). Tietmeyer began his political career in the Federal Ministry of Economics, headed at the time by Ludwig Erhard.

Tietmeyer continued, “Only after a discussion with the US military governor at the time, Lucius D. Clay, was he able to overcome the resistance of the occupation authorities and obtain at least temporary permission. With this courageous decision in 1948, Ludwig Erhard achieved undoubtedly the first, but also the most crucial, breakthrough to a market economy. A large part of the controlled economy was quickly eliminated, and people soon began to see the first achievements.”

Toward the end of his talk, Tietmeyer spoke about current developments: “The German economy is again clearly growing, employment is increasing, and social prosperity is rising, even if people take part in it to very different extents. At the same time, however, the challenges of permanent innovation, global competition, and generational structure continue to grow. Therefore, the reforms must continue, in the direction of greater personal initiative and responsibility in ensuring financial discipline.”

The head of the INSM’s board of trustees called for “consistent, long-term reform policies,” in order to build confidence. In this context, Tietmeyer mentioned the necessity of ensuring new employment opportunities. “Although there has now been clear progress on the labor market, with 3 million unemployed, the motto is still valid: The best welfare measures are those that create jobs. Therefore, conditions must be structured to allow as many people as possible an opportunity to work, and therefore a chance at personal achievement and career and social advancement. The Initiative for a New Social Market Economy is working towards this goal at the moment with an intensive campaign, ‘Getting to Work’ . . . At the same time, we warn against creating new hurdles—such as a general minimum wage.”

“Ludwig Erhard’s legacy is a lasting obligation for the future,” Tietmeyer concluded.

You can read the entire speech on his personal website, www.hanstietmeyer.de.

Ausgewählte Resonanzen von Süddeutsche bis taz: der Kindergartenmonitor in den Zeitungen

30. September 2008

Berlin/Köln. – Bundesweit war der jüngst veröffentlichte Kindergartengebührenvergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift ELTERN Schlagzeilenthema in den Medien.

Die Hamburger Morgenpost fasste zusammen: „Die Höhe der Elternbeiträge variiert nach Bundesländern. Norddeutsche Kommunen belasten die Eltern im Durchschnitt höher als Kommunen aus südlichen Bundesländern.“

Die Süddeutsche Zeitung forschte nach den Ursachen für das Nord- Süd-Gefälle: „Der Grund liegt wohl darin, dass es im Süden weniger hochverschuldete Kommunen gibt. Fast überall entscheiden die Städte und Gemeinden selbst über die Gebühren ihrer Kindergärten. Je klammer die Stadtkasse, desto höher setzen sie in der Regel die Kitabeiträge an.“ Daran zeige sich gerade die Absurdität des Systems, meint die Süddeutsche Zeitung: „In einigen Städten zahlen wohlhabende Eltern keinen Cent für die Kita, andere Kommunen kassieren aber sogar bei Geringverdienern.“

„Deutscher Irrsinn – mit Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit hat das wenig zu tun“, meinte die Saarbrücker Zeitung. „Schon beim Zugang zur frühkindlichen Förderung findet über die Gebühren eine massive Auslese statt.“

Zu diesem Schluss kam auch die taz: „Oft sind Gebühren gerade in den Städten hoch, die viele soziale Brennpunkte haben – und wenig Geld in der Haushaltskasse. Genau das aber sind die Orte, an denen viele Kinder auch dringend abseits des Elternhauses gefördert werden müssten. (…) Max Höfer, Geschäftsführer der INSM, plädiert daher dafür, den Halbtagskindergarten ab dem 3. Lebensjahr wie die Schule generell kostenfrei anzubieten.“ Der baden-württembergische SPD-Abgeordnete Christoph Bayer kam im Südkurier zu Wort: „Die Gehirnforschung zeige, dass gerade die frühkindliche Bildung der zentrale Bildungszeitraum im Leben eines Menschen sei. Da darf der Geldbeutel der Eltern keine Rolle spielen.“

English Version

Selected Responses from the Süddeutsche to the Taz: The Preschool Monitor in the News

Berlin/Cologne—The recently-published preschool fee comparison by the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) and ELTERN magazine made media headlines throughout the country.

The Hamburger Morgenpost summarized, “The size of the parents’ contribution varies by state. North German municipalities demand more of parents, on average, than municipalities in the southern states.”

The Süddeutsche Zeitung investigated the causes of the North-South gap: “The reason is probably that the south has fewer debt-ridden municipalities. Almost everywhere, the cities and towns themselves decide on preschool fees. The harder-up the treasury, the higher preschool fees generally are.” The Süddeutsche Zeitung felt this showed the absurdity of the system: “In some cities, well-off parents don’t pay a cent for preschool, while other municipalities even take money from low earners.”

“German lunacy—this has little to do with equal opportunity and social justice,” maintained the Saarbrücker Zeitung. “A massive culling already occurs in access to early-childhood education, through the fees.”

The Taz also came to this conclusion: “Often, fees are high in cities with many social problems—and little money in the budget. But these are exactly the places where many children urgently need education outside of their homes . . . Max Höfer, director of the INSM, therefore calls for half-day preschools to be made available after age 3, like schools generally.” The Baden-Württemberg SPD deputy Christoph Bayer spoke out in the Südkurier: “Brain research shows that early-childhood education is the central educational period in a person’s life. The parents’ pocketbook should not play a role.”

INSM-Kooperation mit der Zeitschrift ELTERN: Kindergartenmonitor – der erste bundesweite Kitagebührenvergleich

28. September 2008

Köln/Berlin. – „Die bundesweiten Unterschiede bei den Kindergartengebühren sind eklatant“, sagte ELTERN-Chefredakteurin Marie- Luise Lewicki am 17. März vor Journalisten im Haus der Bundespressekonferenz. Gemeinsam mit INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer und Studienleiter Dr. Karl Lichtblau präsentierte sie den Kindergartenmonitor, der erste wissenschaftliche Vergleich der Kitagebühren in Deutschland. Im Auftrag von INSM und der Zeitschrift ELTERN hatten Experten der IW Consult akribisch landauf, landab die Gebührensatzungen für kommunale Kindergärten ausgewertet. Das Ergebnis der Studie: Während in Heilbronn der Besuch des kommunalen Kindergartens kostenlos ist, müssen Gutverdiener anderenorts bis zu fast 4000 Euro jährlich aufbringen, wenn sie zwei Kinder in den Kindergarten schicken möchten.„Das im INSM-ELTERN-Kindergartenmonitor nachgewiesene Gebühren- Chaos muss ein Ende haben. Wir möchten mit dem INSM-Kindergartenmonitor einen Beitrag dazu leisten, mehr Transparenz zu schaffen“, erklärte dazu INSM-Geschäftsführer Höfer. Zum zweiten Mal stellte die INSM mit einer großen Studie das Thema „frühkindliche Bildung“ in den Vordergrund. Bereits 2006 hatte sie in einer Studie darauf hingewiesen, wie wichtig die Nutzung des sogenannten frühkindlichen Lernfensters ist, damit später nicht Schul- und Berufsversager-Karrieren entstehen.

„Wer Leistungsgerechtigkeit will, muss Chancengerechtigkeit schaffen – entscheidende Weichen hierfür werden im Kindergartenalter gestellt“, erklärte Höfer. Optimal würden Kinder gefördert, „die wenigstens halbtags in der Kita sind“. Gemeinsam mit den Fachleuten der Zeitschrift ELTERN setzt sich die INSM deshalb dafür ein, „den Halbtags-Kindergarten ab dem 3. Lebensjahr als erste Bildungsstufe zu sehen und wie die Schule bundesweit generell kostenfrei zu stellen“.

Dieses Thema griff neben hunderten anderer Zeitungen auch die links-alternative tageszeitung auf. Sie verwies auf die bereits 2006 durch die INSM veröffentlichte Studie zur frühkindlichen Förderung. Diese Expertise hatte auf die unter Fachleuten unbestrittene Tatsache aufmerksam gemacht, dass gerade Kinder aus sozial schwächeren Schichten den Kindergarten im Schnitt deutlich kürzer besuchen als der Nachwuchs von besser verdienenden Schichten. Dabei sind es gerade diese Kinder, die frühkindliche Förderung in der Kita benötigen, um den Einstieg in der Schule zu schaffen. „Gratis-Kitas“, so die taz zum Ergebnis der INSM-Expertise, würden sich deshalb „nach einigen Jahren rechnen“.

Alle Ergebnisse des INSM-Kindergartenmonitors finden Sie auch im Internet: unter www.insm-kindergartenmonitor.de

English Version

Cooperation Between INSM and ELTERN Magazine: Preschool Monitor—The First Nationwide Preschool Fee Comparison

Cologne/Berlin—“The national differences in preschool fees are striking,” ELTERN chief editor Marie-Luise Lewicki told journalists on March 17 at the headquarters of the Federal Press Conference. Together with INSM director Max A. Höfer and project leader Dr. Karl Lichtblau, she presented the preschool monitor, the first scientific comparison of preschool fees in Germany. At the behest of INSM and the magazine ELTERN, experts at IW Consult meticulously evaluated fee schedules for municipal preschools throughout the country. The result of the study: While in Heilbronn, municipal preschools are almost free, high-earners elsewhere must pay as much as 4,000 Euro per year if they have two children in preschool.

“The fee chaos shown in the INSM-ELTERN preschool monitor must end. With the INSM preschool monitor, we hope to create greater transparency,” explained INSM director Höfer. This is the second time the INSM has highlighted the subject of early childhood education in a major study. In 2006, it pointed out in a study the importance of using the so-called early childhood learning window, so as to prevent later careers as school and job failures.

“If we want fairness in achievement, we must create fairness of opportunities, and a crucial foundation is laid at preschool age,” explained Höfer. Children are optimally challenged “if they are in preschool at least half the day.” Together with experts at ELTERN magazine, the INSM is therefore working to ensure that “half-day preschool starting at age 3 is seen as the first stage of education and, like school, is offered free of charge throughout the country.”

Like hundreds of other newspapers, the left-alternative newspaper Taz took up the issue. It referred to the study published by the INSM in 2006 on early childhood education. That expert report pointed to the fact, uncontroversial among experts, that children from weaker social classes attend preschool, on average, much less than children from higher earning classes. Yet is it precisely these children who need early childhood education in preschool, in order to successfully enter school. “Free preschool,” wrote the Taz on the results of the INSM expert report, “pays for itself after a few years.”

All results of the INSM preschool monitor can be found on the internet at
www.insm-kindergartenmonitor.de

INSM-Politik-Check Schule: Kultusminister kommentieren ihre Noten

24. September 2008

Berlin/Köln. – Bundesweit berichteten Medien über die Studie Politik- Check Schule, viele Kultusminister äußerten sich öffentlich zu den Ergebnissen. Eine Auswahl der Stimmen aus Politik und Medien:

„Unser Schulgesetz steht für mehr pädagogische Freiheit und schulische Freiräume, für mehr Verantwortung vor Ort und weniger Detailsteuerung von oben.“ Mit diesem Satz trat Nordrhein-Westfalens Kultusministerin Barbara Sommer bei der Vorstellung der Studie Politik-Check Schule vor die Berliner Presse. Sommers Bundesland führte eine Spitzengruppe von insgesamt fünf Bundesländern an, die allesamt mit einer Gesamtnote „gut“ abgeschnitten hatten.

Die Studie führte im Mai zu einer heftig geführten Debatte im nordrhein- westfälischen Landtag. „Betragen: ungenügend – irrer Politiker- Streit um Schulgutachten“, schrieb BILD NRW. Hintergrund: Mitglieder der früheren rot-grünen Landesregierung hatten vehement eigene Verdienste am guten Bild des Landes im Politik-Check Schule für sich reklamiert. Das führte zum Teil zu heftigen Verbalattacken im Landtag.

Auch die Rhein-Zeitung beschäftigte sich mit dem guten Abschneiden Nordrhein-Westfalens. Artikel-Zitat: „Die Basis ist ein gutes Schulgesetz“, erläuterte Barbara Sommer (CDU), Bildungsministerin in Nordrhein-Westfalen. Das Land NRW nennt die individuelle Förderung jedes Kindes als Bildungsziel, ebenfalls die vorschulische Sprachausbildung und die Eigenverantwortung der Schulen. „Nachsitzen muss bei der Schulpolitik nach Ansicht der Experten Rheinland-Pfalz, das eine 3+ erhielt“, so die Rhein-Zeitung.

Am 4. Juni beschäftigte sich der Landtag von Rheinland-Pfalz in einer aktuellen Stunde mit den Ergebnissen des Politik- Checks Schule. Die FDP-Landtagsabgeordnete Nicole Morsblech: „Die Bildungspolitik der Landesregierung klingt auf dem Papier gut – es hapert aber an der Qualitätssicherung. Unsere Schüler werden zu wenig individuell gefördert und unsere Schulen und Schulleiter werden zu stark von oben gegängelt.“

„Bundesländer wagen mehr Schulreformen“, schrieb die Süddeutsche Zeitung. Zitat aus dem SZ-Bericht: „Die deutsche Schulpolitik hat sich seit dem schlechten Abschneiden in der ersten internationalen Pisa-Studie verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, welche die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft am Dienstag in Berlin vorstellte.“

Der Berliner Tagesspiegel forderte in einem Kommentar die Berliner Bildungspolitiker auf, trotz des guten Abschneidens Berlins problembewusst zu bleiben: „Zu Recht wird gewürdigt, dass Berlin viel tut für die Hochbegabtenförderung und für die Qualitätskontrolle durch Vergleichsarbeiten. Andere angebliche Pluspunkte entpuppen sich bei näherem Hinsehen allerdings als Problemzonen. So wird Berlins frühe Einschulung gelobt, obwohl viele Schulen mangels Personal den Ansprüchen der Fünfjährigen nicht gewachsen sind.“

Diesen Tenor griff Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner in einer Stellungnahme zur INSM-Studie auf. Zöllners Fazit: „Die Studie kann einen hilfreichen Beitrag leisten, sich mit dem Stand und der Entwicklung der Berliner Bildungspolitik kritisch, aber unversperrt auseinanderzusetzen. Das für Berlin sehr positive Fazit der Studie ist kein Anlass, dass wir uns zurücklehnen.“

„Für PISA-Sieger Bayern gab es nur die Note 3“, schrieb die Mittelbayerische Zeitung. Bayern habe eine „moderate Reformtätigkeit“. „Bei der operativen Steuerung der Qualitätssicherung“ sei „der Freistaat dagegen top“. Zitat: „Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) mahnte in einer Reaktion auf den ‚Politik- Check Schule‘ eine konsequente Weiterführung der Reformen an. Vordringlich sei eine gezielte Fortbildung von Schulleitern und Lehrern in den Bereichen Qualitätssicherung und Schulmanagement, sagte BDA-Vize Gerhard F. Braun.“

In einer Pressemitteilung nahm Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider Stellung. „Der Schulpolitik-Check“, so Schneider, bescheinige „den bayerischen Schulen insgesamt hohe Qualitätsstandards“. Die Studie zeige außerdem, dass es gelungen sei, die „richtigen Schlüsse Schlüsse aus den Ergebnissen der Pisa-Studien zu ziehen“, so Schneider. Er freue sich, dass „in der Studie die hohen Qualitätsstandards bayerischer Schulen deutlich“ würden: „Die an bayerischen Schulen eingeführten Instrumente der Qualitätssicherung wie zentrale Abschlussprüfungen, Bildungsstandards, Vergleichsarbeiten und Schulevaluationen bewähren sich.“

„Thüringen mit Defiziten bei Pisa-Reformen“, kritisiert die Ostthüringer Zeitung. Der Freistaat hatte im Ländervergleich „nur“ mit einem „befriedigend“ abgeschnitten. „Schule dürfe nicht nur durch die ‚wirtschaftspolitische Brille‘ gesehen werden“, hielt Thüringens Kultusminister Müller dem entgegen. Müller machte aber gleichzeitig deutlich, dass sein Bundesland weitere Verbesserungen anstrebt: „Das Entwicklungsvorhaben ‚Eigenverantwortliche Schule‘, das seit 2004 an mehr als 160 Schulen umgesetzt wird, wird durch eine stärkere Verbreitung noch mehr zur Verbesserung von Unterrichts- und Schulqualität beitragen.“

„Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass wir den aktuellen Bildungsherausforderungen mit den richtigen Konzepten begegnen.” So kommentierte Schleswig- Holsteins Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave die Ergebnisse des INSM-Politik- Checks Schule, einer Studie, die die schulpolitischen Fortschritte in 16 Bundesländern seit dem PISA-Schock 2001 analysiert. Schleswig-Holstein erreichte im Durchschnitt aller fünf in der Studie untersuchten Reformbereiche eine 3+. Die Bereiche, in denen Schleswig- Holstein Nachholbedarf attestiert werde, würden bereits mit viel Elan angegangen.

English Version

INSM Schools Policy Check: Education Ministers Comment on their Grades

Berlin/Cologne—Throughout the country, media reported on the Schools Policy Check study, and many ministers of education commented publicly on the results. A selection of comments by politicians and the media:

“Our education law stands for more educational freedom and school freedom, for more local responsibility and less detailed guidance from above,” said North Rhine-Westphalia’s education minister Barbara Sommer at the presentation of the Schools Policy Check study before the Berlin press. Sommer’s state led the top group of five states, all of which obtained an overall grade of “good.”

The study led to a heated debate in the North Rhine-Westphalian state parliament in May. “Behavior: Unsatisfactory—Crazy Political Debate on School Report,” wrote Bild NRW. The back story: Members of the red-green state government vehemently claimed credit for the state’s good image in the Schools Policy Check report. That led to some heated verbal attacks in the state parliament.

The Rhein-Zeitung also dealt with North Rhine-Westphalia’s good grades. A quote from the article: “The basis is a good education law,” explained Barbara Sommer (CDU), education minister in North Rhine-Westphalia. The state of NRW claims the individual encouragement of every child as its educational goal, as well as preschool language education and students’ personal responsibility. “According to the experts, Rhineland-Palatinate, which got a C+, gets left back,” wrote the Rhein-Zeitung.

On June 4, the state parliament of Rhineland-Palatinate held a debate dealing with the results of the Schools Policy Check. FDP member of parliament Nicole Morsblech: “The state government’s educational policy sounds good on paper, but it has problems in assuring quality. Our students do not get enough individual support and our schools and principals are pressured too heavily from above.”

“States Risk More School Reform,” wrote the Süddeutsche Zeitung newspaper. A quote from the SZ report: “German educational policies have improved since their bad showing in the first international PISA study. That is the result of a study presented on Tuesday in Berlin by the employer-friendly Initiative for a New Social Market Economy.”

In a commentary, the Berlin Tagesspiegel called on Berlin’s educational policymakers to remain aware of the problems despite Berlin’s good showing: “The study rightly recognized that Berlin does a great deal to help gifted students and for quality control through comparative work. Other supposed pluses, however, are revealed on closer inspection to be problem zones. For example, Berlin’s early age for starting school is praised, although many schools are not able to deal with the needs of five-year-olds due to lack of personnel.”

Berlin’s senator for education, Jürgen Zöllner, took the same tone in a statement on the INSM study. Zöllner’s summary: “The study can make a helpful contribution to dealing with the state and development of Berlin’s education policy in a critical but open manner. The study’s very positive conclusion for Berlin is not a reason to sit back.”

“For PISA champion Bavaria, there was only a C grade,” wrote the Mittelbayerische Zeitung newspaper. Bavaria has “moderate reform activity,” it wrote. “But in the operative guidance of quality assurance, the state is on top.” Quote: “The Federal Confederation of German Employers’ Associations (BDA), in response to the ‘Schools Policy Check’ study, called for consistent continuation of the reforms. Targeted continuing education of principals and teachers in the areas of quality assurance and school management is urgent, said BDA vice president Gerhard F. Braun.”

In a press report, Bavaria’s minister of education Siegfried Schneider stated, “The Schools Policy Check attests to the overall high quality standards of Bavarian schools.” The study also showed that Bavaria had succeeded in “drawing the correct conclusions from the results of the Pisa studies,” said Schneider. He was happy that “in the study, the high quality standards of Bavarian schools is clear.” “The instruments of quality assurance introduced in Bavarian schools, like central final exams, educational standards, comparative work, and school evaluations, have proved their worth.”

“Thuringia has Shortcomings in the Pisa Reform,” criticized the Ostthüringer Zeitung. The state “only” received a “satisfactory” in the state comparison. “Schools cannot only be seen through an ‘economic policy lens,’” countered Thuringia’s minister of education Müller. But Müller also made it clear that his state is seeking further improvement: “The development plan ‘Responsible Schools,’ which has been introduced in more than 160 schools since 2004, will contribute, through wide distribution, to even more improvement in teaching and school quality.”

“The results of the study confirm that we have met the current educational challenges with the correct concepts,” commented Schleswig-Holstein’s education minister Ute Erdsiek-Rave on the INSM Schools Policy Check, a study that analyses the school policy progress in sixteen German states since the PISA shock in 2001. As the average of the five reform areas examined in the study, Schleswig-Holstein received a C+. The areas in which Schleswig-Holstein was found to need improvement, she said, were already being addressed with great energy.

INSM-Politik-Check Schule: Erstmals erhielten alle Landesregierungen schulpolitische Zeugnisse

22. September 2008

Berlin/Köln. – Aktuelle Stunden in mehreren Landtagen, Stellungnahmen vieler Kultusminister und Fachpolitiker, bundesweite Medienresonanzen – das war das Resultat der Studie „Politik-Check Schule Schule“, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft am 27. Mai in Berlin in Anwesenheit der nordrhein-westfälischen Kultusministerin Barbara Sommer vorstellte. „Der Politik-Check Schule stellt den Landesregierungen erstmals schulpolitische Zeugnisse aus“, erklärte Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und Berater der INSM, zur Vorstellung der Expertise im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin. Bewertet wurde, wie gut sie ihre reformpolitischen Hausaufgaben gemacht haben, damit Schüler an den Schulen ihres Landes optimal für das Leben und den Beruf fit gemacht werden.

Ein zentrales Ergebnis der Expertise: Der PISA-Schock hat gewirkt. Alle Landesregierungen haben wichtige Weichen gestellt, damit bessere Bildung an den Schulen möglich wird. Kein Land hat nach Auffassung der mit der Studie befassten Wissenschaftler des IW Köln schlechter als „befriedigend“ abgeschnitten. Alle Regierungen haben – wenn auch in unterschiedlichem Tempo – ihre Schulgesetze und ihre Schulpolitik modernisiert. In Schulnoten ausgedrückt reichen die Verbesserungen insgesamt von „gut“ bis „befriedigend“. Nordrhein- Westfalen ist Spitzenreiter einer Gruppe von fünf Bundesländern, die ihre schulpolitischen Hausaufgaben besonders gut erledigt haben: Neben Nordrhein-Westfalen schnitten auch die Länder Berlin, Profil des Stadtstaates Hamburg, Hessen und Mecklenburg- Vorpommern mit „gut“ ab.

Professor Hüthers Resümee beim INSM-Pressetermin: „Unsere Studie belegt, dass alle Länderregierungen die aus Expertensicht notwendigen bildungspolitischen Ziele in ihren Schulgesetzen inzwischen klar formuliert haben.“ Allerdings haben die Länder auch noch Verbesserungspotenziale. Hüther: „In vielen Bundesländern zögert die Politik noch, den Schulen echte Selbstständigkeit und den Schulleitern die nötigen Führungskompetenzen einzuräumen, die sie brauchen, um ihre Schulen zu besseren Lernerfolgen zu führen.“

Insgesamt belegt die INSM-Studie „Politik-Check Schule“ auch, dass die Bundesländer mehr für den Ausbau von Ganztagsschulen tun sollten. Dies ist nötig, damit Schülern mehr Bildung vermittelt werden kann. Mehr über die Studie Politik-Check Schule und die einzelnen Länderzeugnisse erfahren Sie unter www.insm-bildungsmonitor.de

English Version

INSM Schools Policy Check: For the First Time, All State Governments Receive Education-Policy Grades

Berlin/Cologne—Debates in several state parliaments, statements by many ministers of education and policy experts, nationwide media reaction—that was the result of the study “Schools Policy Check,” presented in Berlin on May 27 by the Initiative for a New Social Market Economy, in the presence of North Rhine-Westphalian Education Minister Barbara Sommer. “The Schools Policy Check for the first time issues school-policy grades to state parliaments,” explained Professor Michael Hüther, director of the Institut der deutschen Wirtschaft in Cologne (IW) and INSM advisor, at the presentation of the report at the headquarters of the Federal Press Conference in Berlin. It evaluated how well they had completed their homework in reform policy, so that students in their schools could be optimally prepared for life and career.

A central result of the report: The PISA shock worked. All state governments have created a basis for making better education possible in their schools. No state, according to the scholars at the IW Cologne who performed the study, had done worse than “satisfactory.” All the governments, though at differing speeds, have modernized their education laws and policies. Expressed in grades, the improvements overall ranged from “good” to “satisfactory.” North Rhine-Westphalia heads a group of five states that have done their schools-policy homework particularly well: Aside from North Rhine-Westphalia, the states of Berlin, Hamburg, Hessen and Mecklenburg-Vorpommern received grades of “good.”

Professor Hüther’s summary at the INSM press conference: “Our studies shows that all state governments have now clearly formulated in their education laws the education-policy goals that experts consider necessary.” However, the states still have the potential to improve. Hüther: “In many states, politicians still hesitate to grant schools real independence and give principals the leadership authority they need in order to get better educational results in their schools.”

Overall, the INSM study “Schools Policy Check” also shows that the states need to do more to develop all-day schools. This is necessary in order to impart more education to students. More on the Schools Policy Check study and the various state results can be found at www.insm-bildungsmonitor.de.

INSM-Schulbuchstudie: In anderen Ländern lernen Schüler besser, wie man Unternehmer wird

18. September 2008

Berlin. – Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellten Günter Verheugen, stellvertretender Präsident der EU-Kommission, Professor Simone Lässig, Leiterin des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung, und INSM-Geschäftsführer Dieter Rath am 24. Juni eine Untersuchung vor, die Inhalte schwedischer, britischer und deutscher Schulbücher verglich. Auf den Punkt gebracht hatte die Analyse folgendes Ergebnis: „In schwedischen Schulbüchern wird neben dem Sozialstaat auch unternehmerisches Handeln groß geschrieben: Hier lernen die Schüler praktisch, wie sie ein Unternehmen aufbauen. Hier kann Deutschland von den Schweden lernen. Denn Schulbücher hierzulande informieren vor allem über Grundbegriffe der Wirtschaftsordnung und abstrakte Inhalte, statt praktisches Unternehmertum zu vermitteln. Englische und schwedische Schulbücher vermitteln dieses Themenfeld deutlich Einzelfall orientierter, praxisnäher und beispielhafter.“

Zitat aus dem Gesellschaftskundebuch Samhälle (zu deutsch Gesellschaft): „Wirtschaftlichkeit – ein Muss! Alle Unternehmen streben nach Wirtschaftlichkeit, das heißt Gewinne zu machen.“ Wie Samhälle sind viele schwedische Schulbücher kleine „Gebrauchsanweisungen“ für das Gründen und Führen einer Firma. Wirtschaft in deutschen Schulbüchern findet vielfach in erster Linie aus Arbeitnehmer- und nicht aus Unternehmersicht statt.

„In Schweden wird unternehmerisches Handeln groß geschrieben, selbst der Arbeitnehmer handelt in der skandinavischen Sichtweise unternehmerisch, wenn er seine Arbeitskraft zu Marktpreisen anbietet und sich bildet, um seinen Marktwert zu erhöhen“, so der Kommentar in der Zusammenfassung von Professor Lässig.

EU-Kommissar Günter Verheugen betonte bei der Pressekonferenz, wie notwendig es ist, auch Kinder und junge Menschen bereits früh an unternehmerische Inhalte heranzuführen. „Unsere Wirtschaft braucht neue, junge Unternehmer“, erklärte er. Deshalb sei mehr Kenntnis über die Wirtschaft im Allgemeinen nötig. Verheugen: „Diejenigen, die Unternehmerinnen und Unternehmer werden wollen, sollten unterstützt und ermutigt werden.“ Moderne Arbeitsmarktpolitik müsse zudem kleinen und mittleren Unternehmen Mut machen und den Rücken stärken, „denn dort entstehen die Ausbildungs- und Arbeitsplätze von morgen und übermorgen“, so der SPD-Politiker.

„In den Schulbüchern kommt der Gründergeist zu kurz“, titelte am Tag darauf die Tageszeitung DIE WELT. Unter Berufung auf die jüngst vorgestellte INSM-Schulbuchstudie schrieb das Blatt, dass beispielsweise schwedische Schüler in ihren Lehrbüchern erfahren, wie man ein Solarium eröffnet. Artikelzitat: „Dieses unternehmerische Szenario, wie es das Leben nicht schöner schreiben könnte, findet sich in einem schwedischen Schulbuch für die Mittelstufe. Im deutschen Pendant sucht man derlei Gedankenexperimente leider vergebens.“ „Unternehmertum soll schon auf der Schulbank gelernt werden“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Bericht über die Schulbuch-Studie. Und: „Deutsche Lehrbücher sind staatsgläubiger als schwedische.“

Mehr zur INSM-Schulbuchstudie finden Sie hier.

English Version

INSM Textbook Study: In Other Countries, Students Learn Better How to Become Entrepreneurs

Berlin—At a press conference in Berlin on June 24, Günter Verheugen, deputy president of the EU Commission, Professor Simone Lässig, director of the Georg Eckert Institute for International Textbook Research, and INSM Director Dieter Rath presented a study comparing the contents of Swedish, British, and German textbooks. In a nutshell, the analysis came to the following conclusion: “In Swedish textbooks, entrepreneurial activity is given great emphasis, in addition to the social welfare state. Students learn from a practical perspective how to build up a business. Here Germany could learn from Sweden. Textbooks in this country inform students above all about basic concepts of the economic system and abstract content, instead of conveying practical entrepreneurship. English and Swedish textbooks clearly convey this subject with more emphasis on individual cases, practice, and examples.”

Quote from the social studies textbook Samhälle (“society,” in English): “Cost effectiveness—a must! All businesses strive for cost effectiveness, that is, to make a profit.” Like Samhälle, many Swedish textbooks are miniature “instruction manuals” for starting and operating a business. In German textbooks, economics often occurs primarily from the employee and not the entrepreneurial standpoint.

“In Sweden, entrepreneurial behavior is emphasized; even employees act like businesspeople in the Scandinavian view, when they offer their labor at market prices and educate themselves in order to increase their market value,” according to the commentary in Professor Lässig’s summary.

At the press conference, EU Commissioner Günter Verheugen emphasized the necessity of introducing children and young people to entrepreneurial content early on. “Our economy needs new, young businesspeople,” he explained. Therefore, more knowledge of the economy in general is necessary. Said Verheugen, “Those wishing to become businesspeople should be supported and encouraged.” Modern labor market policies must also encourage small and middle-sized businesses and get behind them, “for that is where tomorrow’s and the day after tomorrow’s training spots and jobs will come from,” according to the SPD politician.

“In Textbooks, Entrepreneurial Spirit Gets Short Shrift,” read the next day’s headline in the daily Die Welt. Citing the recently presented INSM textbook study, the paper wrote that Swedish students, for example, learn in their textbooks how to open a solarium. A quote from the article: “This entrepreneurial scenario, which could not be better described from reality, is found in a Swedish middle-school textbook. In its German counterpart, one unfortunately seeks in vain for similar thought experiments.” “Entrepreneurship should already be learned in school,” wrote the Frankfurter Allgemeine Zeitung newspaper in its report on the textbook study. And, “German textbooks show more faith in the state than Swedish ones.”

More on the INSM textbook study can be found here.

Reaktionen auf das INSM-WiWo-Bundesländer-Ranking: „Die Bundesliga der Länder“ und „erklärliche Ergebnisse“

17. September 2008

Berlin. – „Das neue Deutschland – alle Bundesländer im Test.“ Mit diesem Titel erschien die WirtschaftsWoche am Montag nach der Vorstellung des Bundesländerrankings. Auf einer Karte waren alle Platzierungen vermerkt. Die Ergebnisse lösten bundesweit Reaktionen in Medien und der Politik aus.

„Ole von Beust ist Ministerpräsident des Jahres!“ Bei der BILD-Zeitung Hamburg war das Ergebnis des sechsten INSM-WiWo- Bundesländerrankings für ein Ausrufezeichen hinter der Schlagzeile gut. „Tolle Auszeichnung für unseren Bürgermeister: Ole von Beust (CDU) ist Ministerpräsident des Jahres“, freute sich das Blatt.

Auch das Hamburger Abendblatt widmete sich dieser Nachricht ausführlich. „Ob Hochqualifizierte, Einwohnerwachstum oder Erwerbstätige: Hansestadt ist Spitzenreiter beim Ranking der Bundesländer“, so die Schlagzeile der Tageszeitung. Das Abendblatt zitiert auch Dr. Michael Inacker, stellvertretender Chefredakteur der „Wirtschaftswoche“, die das Bundesländer-Ranking gemeinsam mit der INSM durchführen lässt. Dem Bericht zufolge bezeichnete Inacker die Entwicklung der Hansestadt als „faustdicke Überraschung“. Weiter heißt es dazu in dem Bericht: „In Hamburg wirkten sich Faktoren aus wie ein ‚kreatives politisches Personal‘, das zum Teil neue Wege gehe und besonders gut mit der Wirtschaft zusammenarbeite.“

Die Tageszeitung DIE WELT feierte das Abschneiden Hamburgs gleichermaßen: „Hansestadt besonders dynamisch – Nordrhein-Westfalen abgeschlagen – Mecklenburg-Vorpommern überraschend weit vorn“ – so das Resümee des Blattes zu den Ergebnissen. Artikel-Zitat: „Als Hafenstadt habe sich Hamburg frühzeitig auf die veränderten Bedingungen im internationalen Warenaustausch eingestellt, berichteten die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die ‚Wirtschaftswoche‘ als Auftraggeber der Studie in Berlin. Die Erfolge zeigten sich unter anderem darin, dass die Bevölkerung zwischen 2004 und 2007 um 1, 4 Prozent gewachsen sei, während die Bevölkerung in allen Ländern um 0, 3 Prozent geschrumpft sei. Auch die verfügbaren Einkommen legten in der Hansestadt kräftig zu.“

Von der „Die Bundesliga der Länder“ sprach die Berliner Morgenpost und freute sich: „Berlin in einigen Bereichen ganz vorn.“

Niedersachsens Wirtschaft fehlt die Dynamik“, schrieb die Hannoversche Allgemeine Zeitung. „Nicht sehr dynamisch, aber das auf recht hohem Niveau: Dies ist das niedersächsische Ergebnis eines wirtschaftlichen Vergleichs der 16 Bundesländer“, so das Blatt zum Abschneiden Niedersachsens, das bei der Wirtschaftsdynamik in diesem Jahr nur Platz 13 erreichte.

Die Nachrichtenagentur ddp zitierte dazu eine Stellungnahme des niedersächsischen Wirtschaftsministers Walter Hirche: Dieser bezeichnete das Abschneiden Niedersachsens als „erklärlich“. Schließlich habe das Land 2004 mit dem zweiten und 2005 mit dem dritten Platz jeweils Spitzenplätze erreicht, sagte Hirche ddp zufolge. Wesentliche wirtschaftliche Impulse seien bereits vor Jahren gesetzt worden. „Insofern macht sich logischerweise ein Basiseffekt bemerkbar“, fügte Hirche hinzu.

Vergleichsweise gut haben neben Mecklenburg-Vorpommern im Bundesländer- Ranking auch andere ostdeutsche Länder abgeschnitten. So erreichte Sachsen Platz 6 bei der Wirtschaftsdynamik. Die Agentur ddp zitierte dazu eine Stellungnahme des Präsidenten der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW), Bodo Finger. Dieser wertete das Ranking „als Bestätigung der Wirtschaftspolitik des Landes“. Mit Blick auf die Schwächen warnte er jedoch vor einem Nachlassen der Anstrengungen. Höchste Priorität gehöre dem Wirtschaftswachstum, denn nur so entstünden Arbeitsplätze.

Auch in Brandenburg freute man sich über einen fünften Platz, den das Land bei der Wirtschaftsdynamik erreichte. Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) fühlt sich durch die Studie in seiner Politik bestätigt. „Der Abschied von der Gießkanne war richtig, die wirtschaftspolitische Ausrichtung des ‚Stärken stärken‘ bewähre sich“, sagte Junghanns laut dpa. Er warnte aber „zugleich vor Euphorie“. Brandenburg habe noch erhebliche Anstrengungen vor sich.

Darauf hatte INSM-Geschäftsführer Dieter Rath bei der Pressekonferenz zum Bundesländerranking auch aufmerksam gemacht. Die Ost-Länder hätten infolge des Aufschwungs in besonderer Weise Boden gutgemacht. Allerdings machte Rath auch deutlich, dass die Ost-Länder bei Wohlstandsdaten noch zurückliegen. Vor allem auch im Vergleich zum prosperierenden Süden und Südwesten der Republik. Sieger im Bestandsranking ist Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg. Der dpa-Landesdienst Bayern zitierte dazu INSM-Projektleiter Carsten Seim mit den Worten: „Bayern entwickelt sich von einem sehr hohen Niveau aus weiterhin sehr positiv und setzt sich damit absolut betrachtet weiter ab von anderen Regionen in Deutschland.“

English Version

Reactions to the INSM-WiWo German State Rankings: “German National Team of States” and “Explicable Results”

Berlin – “The New Germany—All the German States in a Test.” The WirtschaftsWoche magazine ran this headline the Monday after the release of the German state rankings. The rankings were marked on a map. The results triggered reactions in the media and among politicians around the country.

“Ole von Beust is State Premier of the Year!” For Hamburg’s BILD-Zeitung, the results of the sixth INSM WiWo German state rankings were good for an exclamation point after the headline. “Great Award for our Mayor: Ole von Beust (CDU) is State Premier of the Year,” the newspaper crowed.

The Hamburger Abendblatt also covered the news in depth. “Whether high qualifications, population growth, or employment: the Hansa city is the frontrunner in the German state rankings” was the headline in this daily paper. The Abendblatt also quoted Dr. Michael Inacker, deputy chief editor of the “Wirtschaftswoche,” which commissioned the state rankings, along with the INSM. According to the report, Inacker called Hamburg’s development a “whopping surprise.” The report continued, “In Hamburg, factors that had an effect included ‘creative political personnel,’ who tried new paths and worked especially well with business.”

The daily paper Die Welt also celebrated Hamburg’s ranking: “Hansa city especially dynamic—North Rhine-Westphalia left behind—Mecklenburg-Vorpommern surprisingly far ahead,” was the paper’s summary of the findings. A quote from the article: “As a port city, Hamburg adjusted early on to changing conditions in international trade, reported the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) and the ‘Wirtschaftswoche,’ who commissioned the study, in Berlin. The achievements are manifested, among other things, in the fact that the population grew 1.4 percent between 2004 and 2007, while the population of all the states shrank by .3 percent. Disposable income also increased greatly in the Hansa city.”

The Berliner Morgenpost spoke of a “German National Team of States” and gloated: “Berlin far ahead in some areas.”

“Lower Saxony’s economy lacks dynamism,” wrote the Hannoversche Allgemeine Zeitung. “Not very dynamic, but at quite a high level: That is the result for Lower Saxony of an economic comparison of the 16 states,” reported the paper on Lower Saxony’s performance; it only achieved 13th place for economic dynamism this year.

The ddp news agency quoted a statement by Lower Saxony’s economics minister, Walter Hirche, who called Lower Saxony’s performance “explicable.” After all, the state took top positions in 2004, with second place, and 2005, with third place, said Hirche, according to ddp. Essential economic stimuli were put in place years ago. “So a basis effect is, logically, becoming noticeable,” Hirche added.

In addition to Mecklenburg-Vorpommern, other eastern German states did comparatively well in the state rankings. Saxony achieved 6th place for economic dynamism. The ddp agency quoted a statement by the president of the Federation of Saxon Businesses (VSW), Bodo Finger. He assessed the ranking “as a confirmation of the state’s economic policies.” With an eye to its weaknesses, however, he warned against slackening efforts. He said that economic growth should take highest priority, as only in that way can jobs be created.

In Brandenburg, too, people are happy at the state’s 5th place for economic dynamism. Brandenburg’s economics minister Ulrich Junghanns (CDU) feels the study affirmed his policies. “Abandoning the watering can was correct, the economic direction of ‘strengthening the strong’ has proved itself,” said Junghanns, according to dpa. But he warned “at the same time against euphoria,” saying that Brandenburg still has considerable work to do.

INSM Director Dieter Rath had also pointed this out at the press conference on the state rankings. Because of the upswing, the eastern states, especially, had gained ground. But Rath also made it clear that the eastern states still lag behind in prosperity data, especially in comparison with the prosperous south and southwest of the Republic. The victor in the state rankings is Bavaria, followed by Baden-Württemburg. The dpa state press agency in Bavaria quoted INSM project leader Carsten Seim, who said, “Bavaria is developing very positively, from an already very high level, and thus in absolute terms it again outstrips the other regions in Germany.”

Sechstes INSM-Bundesländerranking: Zwei Überraschungssieger im Norden, „Wohlfühl-Süden“

14. September 2008

Berlin. – Als „faustdicke Überraschung“ stellte Dr. Michael Inacker, stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche, am 13. Juni den Dynamiksieger des sechsten Bundesländerrankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vor: Hamburg hat bundesweit die beste Wirtschaftsdynamik aller Bundesländer. Damit ist der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt, Ole von Beust, Ministerpräsident des Jahres 2008. Dynamiksieger Hamburg profitiere als internationale Hafenstadt in besonderer Weise davon, dass man sich dort „frühzeitig auf die veränderten Bedingungen im internationalen Warenaustausch eingestellt hat“, sagte Inacker. In diesem Zusammenhang lobte er besonders „die wirtschaftsfreundliche Politik des Hamburger Senats, der den Ausbau des Hafens und eine Vertiefung der Elbe ermöglicht hat“. Zudem sei Hamburg zweitgrößter europäischer Standort der zivilen Luftfahrt.

In den Daten des INSM-Bundesländerrankings, die Wissenschaftler der IW Consult GmbH für WirtschaftsWoche und INSM zusammenstellten und recherchierten, zeigen sich die erzielten Erfolge beispielsweise so: Hamburg erlebte in den Jahren 2004 bis 2007 einen Einwohnerzuwachs von 1,4 Prozent, während die Einwohnerzahl im Bundesschnitt um 0,3 Prozent sank. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Hamburg in der Zeit von 2004 bis 2007 um 4 Prozent, während sie im Schnitt aller Bundesländer nur um 2,2 Prozent stieg. Hamburg punktet auch bei den verfügbaren Einkommen. Diese stiegen in der Zeit von 2004 bis 2006 um 6,4 Prozent. Bundesweit waren es nur 3,8 Prozent.

Zweite große Überraschung dieses Bundesländerrankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist das Abschneiden Mecklenburg-Vorpommerns: Platz 2 im Dynamikranking. Das Land profitierte in besonderer Weise vom Aufschwung der letzten Jahre und verbesserte seine Arbeitsmarktperformance – wenn auch von niedrigem Niveau aus – sehr stark. Von 2004 bis 2007 stieg die Versorgung mit Jobs in Mecklenburg-Vorpommern um 6,9 Prozentpunkte. Bundesweit waren es 4,1 Prozentpunkte. Deutlich aufwärts ging es dort auch bei der öffentlichen Sicherheit und dem Lehrstellenangebot.

INSM-Geschäftsführer Dieter Rath präsentierte die Ergebnisse des Bestandsrankings. Diese dokumentieren den Ist-Zustand in den jeweiligen Bundesländern, während das Dynamikranking die Entwicklung in der Zeit von 2004 bis 2007 abbildet. Fast uneinholbar vorn sind hier die Südländer Bayern und Baden-Württemberg. Sie konnten, so Rath, ihren Vorsprung gegenüber dem Rest der Republik zum Teil noch ausbauen. Denn Bayern und Baden-Württemberg belegen nicht nur die Plätze 1 und 2 im Besitzstandsranking, sie erreichen auch die Ränge 3 und 4 im Dynamikranking – das heißt: Sie verbessern ihre Position von bereits sehr hohem Niveau aus immer noch sehr stark. Das Erfolgsgeheimnis des „Wohlfühl-Südens“: „Beide Länder profitieren von einer starken Industrie, einer hohen Exportquote und einer hohen Konzerndichte, einer gut ausgebildeten Bevölkerung – kurzum: Sie haben sich wie auch Hamburg in der Globalisierung gut aufgestellt“, so Rath.

Das Resultat ist ein im Vergleich zum Rest der Republik sehr hoher Wohlstand. So verfügt Bayern über eine hohe durchschnittliche Kaufkraft von 20.340 Euro je Einwohner gegenüber einem Bundesdurchschnitt von 18.734 Euro. Fast märchenhaft muten in vielen anderen Regionen Deutschlands auch die Arbeitsmarktdaten der Südländer an. In Baden-Württemberg beispielsweise gab es im Jahr 2007 nur 4,9 Prozent Arbeitslose, bundesweit war der Prozentsatz fast doppelt so hoch. Schlusslichter im Dynamikranking sind Nordrhein-Westfalen und Bremen. Beide Länder haben einen starken wirtschaftsstrukturellen Wandel zu verkraften.

Die gesamten Ergebnisse der INSM-WIWo-Studie sowie alle detaillierten Stärken- Schwächen-Profile der 16 Bundesländer können im Internet unter www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de/laenderranking abgerufen werden.

English Version

Sixth German State Ranking: Two Surprise Victors in the North; “Feel-Good South”

Berlin – On June 13, Dr. Michael Inacker, deputy chief editor of the Wirtschafts Woche magazine, presented the dynamism victors in the sixth German state rankings as a “whopping surprise.” Hamburg has the most dynamic economy of all the states. That makes the mayor of the “free Hansa city,” Ole von Beust, State Premier of the Year for 2008. Dynamism champion Hamburg, as an international port city, profits particularly from the fact that it “adjusted early on to changing conditions in international trade,” said Inacker. In this context, he had special praise for the “business-friendly policies of the Hamburg Senat, which made possible the development of the harbor and the deepening of the Elbe.” In addition, Hamburg is the second–largest European site for civil aviation.

In the data for the state rankings, assembled and researched by scientists at IW Consult GmbH for WirtschaftsWoche and the INSM, the achievements sought are manifested, for example, as follows: In the years 2004-2007, Hamburg experienced a population increase of 1.4 percent, while the average countrywide population fell by .3 percent. Employment increased by 4 percent in Hamburg from 2004 to 2007, while the average increase in all states was only 2.2 percent. Hamburg also scored in disposable income, which rose 6.4 percent between 2004 and 2006. In the rest of Germany, it rose only 3.8 percent.

The second big surprise in this state ranking was Mecklenburg-Vorpommern’s performance: second place in the dynamism rankings. The state profited particularly from the boom in recent years and very much improved its labor market performance—though starting from a low level. From 2004 to 2007, the supply of jobs in Mecklenburg-Vorpommern grew by 6.9 percent. For the entire country, the figure was 4.1 percent. Clear improvements could also be seen in pubic security and availability of apprenticeships.

INSM Director Dieter Rath presented the results of the status rankings. This documents the existing situation in the states, while the dynamism rankings reflect developments from 2004 to 2007. Here it would be almost impossible to overtake the southern German states of Bavaria and Baden-Württemberg. They could, in Roth’s words, still increase their lead over the rest of the republic. After all, Bavaria and Baden-Württemburg not only hold places 1 and 2 in the status rankings, they also hold third and fourth place in the dynamism rankings. That is, they can improve their position, from an already very high level to one that’s even stronger. The secret of success for the “feel-good South”: “Both states profit from strong industry, high export quotas, a high density of businesses, and a well-educated population—in short, like Hamburg, they did a good job of adjusting to globalization,” said Rath.

The result is great prosperity in comparison with the rest of Germany. Thus Bavaria has a high average buying power of 20,340 Euros per resident, as compared to a national average of 18,734 Euros. In many other regions of Germany, the southerners’ labor market data seem almost fantastical. In Baden-Württemburg, for example, there was only 4.9 percent unemployment, while the national percentage was almost double that. In last place in the dynamism rankings were North Rhine-Westfalia and Bremen. Both states had to deal with major structural changes in their economies.

The complete results of the study, as well as detailed strength-weakness profiles of all 16 states, can be found on the internet at www.bundeslaenderranking.de and www.wiwo.de/laenderranking.

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit 6 – Einsteiger, Menschen, die einen neuen Job gefunden haben

12. September 2008

Köln. – Ellen Kästner, die als Friseurin in Frankfurt/Oder eine neue Stelle gefunden hat, lächelt jedem Surfer entgegen, der die INSM-Webseite www.einstieg-in-arbeit.de besucht. Die 23-Jährige hat ihren Job als Friseurin nach siebenmonatiger Arbeitslosigkeit vor vier Jahren gefunden. Für diese Chance nimmt sie lange Anfahrtzeiten in Kauf und ist täglich 12 Stunden außer Haus. Doch sie empfindet es als Bereicherung, ständig mit anderen Menschen zu tun zu haben. „Arbeit bedeutet für mich Lebensqualität“, sagt sie. Und: „Durch den neuen Job sowie den Zuspruch der Kollegen und Kunden bin ich viel selbstbewusster geworden und habe mir neue Ziele gesteckt.“ Ihr Schicksal machte die INSM bundesweit in Anzeigen bekannt.

Weitere Beispiele von Job-Einsteigern sind

  • die Verkaufsgärtnerin Janka Kiekebusch (47) aus Berlin-Spandau: Sie fand nach vier Monaten und einer Zusatzqualifikation eine neue Stellung in einem Baumarkt.
  • der Lagerist Silvio Henniger aus der Region Gera: Er fand nach zwei Monaten vergeblicher Versuche einen neuen Job durch einen privaten Arbeitsvermittler.
  • der Verkaufsfahrer Reiner Pohl: Der 57-Jährige hatte seit den 90er Jahren große Probleme, eine neue Beschäftigung zu finden. Ebenfalls durch eine private Arbeitsvermittlung gelang ihm der Wiedereinstieg als Verkaufsfahrer einer Bäckerei in Gera.

Mehr über Ellen Kästner und weitere Betroffene, die glücklich sind, wieder eine Beschäftigung zu haben, finden Sie hier. 

English Version

INSM-Campaign Getting to Work 6: Beginners, People Who have Found a New Job

Cologne—Ellen Kästner, who found a new position as a hairstylist in Frankfurt/Oder, smiles up at any surfer who visits the INSM website www.einstieg-in-arbeit.de. Twenty-three-year-old Kästner found her job as a hairdresser four years ago, after seven months of unemployment. For this opportunity, she accepts the long ride to work and is out of the house for 12 hours a day. But she thinks it’s a good thing to constantly deal with other people. “For me, work means quality of life,” she says. And “through a new job, as well as the encouragement of my colleagues, I have become much more confident and have set new goals for myself.” The INSM is disseminating her story in ads across the country.

Other examples of beginners in jobs are:

-Retail gardening saleswoman Janka Kiekebusch (47) from Berlin-Spandau. After four months and additional qualifications, she found a new position in a hardware store.

-Warehouse clerk Silvio Henniger from the Gera region. After two months of searching in vain, he found a new job through a private employment agency.

-Delivery worker Reiner Pohl, 57. He has had great problems finding new work since the 90s. He also managed to return to the labor market, as a driver for a bakery in Gera, by using a private employment agency.

Read more about Ellen Kästner and others who were happy to find another job at http://www.einstieg-in-arbeit.de/content/66827.

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit 5: ifo-emnid-Studie: Höhere Preise durch Mindestlohn? Nein danke!

10. September 2008

Nach Einschätzung von Experten könnte ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde Waren und Dienstleistungen bis zu 40 Prozent verteuern. Das fänden viele Deutsche problematisch, obwohl sie grundsätzlich mehrheitlich für eine staatlich festgelegte Lohnuntergrenze sind. Dies ist das Ergebnis einer Befragung des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und TNS emnid für die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).Die zu erwartenden Preissteigerungen hatte das ifo-Institut exklusiv für die INSM ermittelt. Die Umfrage von TNS emnid ergab darüber hinaus, dass viele Konsumenten in Deutschland dann stärker auf Waren- und Dienstleistungsangebote anderer Länder ausweichen würden.

Laut ifo-Analyse für die INSM würde ein gesetzlicher Mindestlohn wie folgt auf die Preise durchschlagen: Beispielsweise ein Urlaub an der deutschen Ostsee würde bis zu 15 Prozent teurer, Kosmetik wäre um bis zu 25 Prozent kostspieliger, ein Friseurbesuch könnte bis zu 40 Prozent mehr kosten. Die flankierende TNS emnid-Umfrage ergab, dass die Deutschen solche Preissteigerungen mit Mehrheiten von 55 Prozent bis 69 Prozent problematisch fänden.

Deutsche Anbieter hätten nach Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns vielfach das Nachsehen, gab INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer zu bedenken. „Ein Mindestlohn von 7,50 Euro schwächt deutsche und begünstigt ausländische Anbieter“, ergänzte Gernot Nerb, zuständiger Projektleiter beim ifo-Institut. Für die Untersuchung hat das Münchner ifo Institut 22 Unternehmen telefonisch und persönlich interviewt. TNS emnid befragte 1013 Personen. Experten-Fazit: Ein gesetzlicher Mindestlohn schadet dem Standort Deutschland.

English Version

INSM-Campaign Getting to Work 5: Ifo-Emnid Study: Higher Prices through Minimum Wage? No Thanks!

According to experts’ estimates, a legal minimum wage of 7.50 Euros per hour could make goods and services as much as 40 percent more expensive. Many Germans find this problematic, although a majority supports in principle a minimum wage level set by the state. This is the result of a survey by the IFO Institute for Economic Research and TNS Emnid for the INSM (Initiative for a New Market Economy).

The IFO Institute calculated, exclusively for the INSM, the rise in prices that can be expected. The TNS Emnid survey additionally found that many consumers in Germany would then switch to goods and services from other countries.

According to IFO’s analysis for the INSM, a legal minimum wage would have the following effect on prices: a vacation to Germany’s Baltic Sea, for example, would be 15 percent more expensive, cosmetics up to 25 percent more expensive, a visit to the hairdresser could cost up to 40 percent more. The accompanying TNS Emnid survey found that a majority of 55 to 69 percent of Germans would find such price rises problematic.

German suppliers would get the short end of the stick after introduction of a minimum age, pointed out INSM Director Max A. Höfer. “A minimum wage of 7.50 Euros weakens German suppliers and favors foreign suppliers,” added Gernot Nerb, the project leader at the IFO Institute. For the survey, the IFO Institute in Munich interviewed 22 businesses by telephone and personally. TNS Emnid questioned 1,013 persons. The expert summation: A legal minimum wage would harm Germany.

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit 4: TNS emnid-Umfrage: Was sind die wahren Ursachen für Beschäftigungsprobleme in Deutschland?

8. September 2008

Berlin. – Hohe Lohnzusatzkosten sind eine Haupteinstiegshürde auf dem Arbeitsmarkt. Das ist einer breiten Mehrheit der Bürger bewusst – und dabei macht es kaum einen Unterschied, ob Unternehmer separat befragt werden, die zu 80 Prozent diesen Standpunkt vertreten, oder die Bevölkerung insgesamt, die zu 73 Prozent dieser Meinung ist. Überraschend einig sind sich Chefs und alle Bürger auch, wenn es um weitere Jobhürden geht: Genannt werden hier Qualifikationsmängel bei Berufseinsteigern, der Fachkräftemangel und der rigide Kündigungsschutz.

Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen TNS emnid-Umfrage im Auftrag der INSM, die emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner und INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer am 29. Mai in Berlin vorstellten.

Weitere Resultate der INSM-Umfrage: 42 Prozent aller Befragten in der Bevölkerung glauben, dass ein Kombilohn mehr Arbeitsplätze schafft. Rund ein Drittel der Befragten in der Bevölkerung (31 Prozent) glaubt, dass ein Mindestlohn Jobs kostet. Lediglich 21 Prozent meinen, dass ein Mindestlohn neue Jobs bringen kann.

INSM-Geschäftsführer Höfer forderte die Koalition in Berlin auf, „den Weg in den Arbeitsmarkt freizumachen“, statt „neue Hürden aufzubauen, wie dies beim Mindestlohn der Fall ist“.

„Dämpfer für den Job-Boom“, überschrieb anderntags die Süddeutsche Zeitung einen Artikel über neue Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit war im Mai nicht so stark gesunken, wie Experten erwartet hatten. In diesem Zusammenhang zitierte die Süddeutsche die INSM-Umfrage wie folgt: „Wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Emnid ergab, sehen Unternehmen und Beschäftigte zu hohe Lohnnebenkosten als wichtigstes Hemmnis für die Schaffung von neuen Jobs. … Laut der Umfrage meinen 54 Prozent der Bevölkerung, dass eine Senkung der Sozialabgaben ganz sicher neue Stellen schaffen würde.“

Hier finden Sie alle Ergebnisse der INSM-TNS emnid-Umfrage.

English Version

INSM-Campaign Getting to Work 4: TNS Emnid Survey: What are the Real Causes of the Employment Problem in Germany?

Berlin—High non-wage labor costs are a main hurdle to access to the labor market. A large majority of citizens is aware of this—and it makes little difference whether employers, of whom 80 percent are of this opinion, are asked separately, or the public in general, of whom 73 percent share this view. Bosses and citizens are also surprisingly in agreement when it comes to other job hurdles: they name lack of qualifications among people entering occupations, lack of skilled workers, and rigid protections against termination.

These are the results of a representative TNS Emnid survey commissioned by INSM, presented in Berlin on May 29 by Emnid head Klaus-Peter Schöppner and INSM director Max A. Höfer.

Further results of the INSM survey: Forty-two percent of all those questions among the public believe that combined wages create more jobs. Roughly a third of those questioned in the general public (31 percent) believe that a minimum wage would cost jobs. Only 21 percent believe that a minimum wage can create new jobs.

INSM director Höfer called on the coalition in Berlin to “clear the way to the labor market,” rather than “erecting new hurdles, which is the case with the minimum wage.”

“Damper on the Job Boom,” the Süddeutsche Zeitung newspaper titled an article the next day on new labor market figures from the Federal Labor Agency. The reduction in unemployment was not as great as experts had expected. In this connection, the Süddeutsche quoted the INSM survey as follows: “As a survey by the market research institute TNS Emnid found, businesses and employees see high non-wage labor costs as the most important obstacle to the creation of new jobs. . . . According to the study, 54 percent of the population believes that lowering social security contributions would definitely create new jobs.”

All the results of the INSM-TNS Emnid survey can be found here: www.insm-tagebuch.de/wpcontent/uploads/2008/05/ prasentation_abgabenkeil_pk_29052008.ppt.

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit 3: Allensbach-Umfrage zur Lage gering qualifizierter Jugendlicher: Lehrer, Unternehmer und Sozialarbeiter fordern bessere Bildung

6. September 2008

Berlin. – Was muss geschehen, damit auch geringer qualifizierte Jugendliche den Einstieg in Arbeit schaffen, und was hindert sie bislang daran. Dazu befragte das Allensbach-Institut im Auftrag der INSM sowohl Lehrer als auch Sozialarbeiter und Unternehmer. INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer stellte die Umfrage am 4. Juni gemeinsam mit Allensbach-Projektleiter Dr. Rüdiger Schulz vor. Arbeitgeber (89 Prozent), Sozialarbeiter (75 Prozent) und Lehrer (71 Prozent) meinen mit großer Übereinstimmung, dass die jungen Leute schulisch besser qualifiziert werden müssen. Weitere in der INSM-Allensbach-Umfrage ermittelten Einstiegshürden gering qualifizierter Jugendlicher:

92 Prozent der befragten Unternehmer beklagen Probleme beim Rechnen und Schreiben. Drei Viertel der Umfrageteilnehmer vermissen bei den betroffenen Jugendlichen Leistungsbereitschaft, sie bemängeln Unpünktlichkeit und fehlendes Bewusstsein für Regeln.

Lehrer (85 Prozent) und Sozialarbeiter (89 Prozent) beklagen dagegen die niedrige Frustrationsschwelle gering qualifizierter Jugendlicher als Haupthindernis für eine Lehrstelle oder einen Job.

Als Konsequenz aus den Ergebnissen der Allensbach-Umfrage forderte INSM-Geschäftsführer Höfer eine „langfristige Qualifizierungsoffensive“ und Kombilöhne, damit auch geringer qualifizierte junge Leute mehr Motivation und Fähigkeit erhalten, den Einstieg in Arbeit zu schaffen. Perspektiven hätten sie vor allem in kleineren Unternehmen.

Die INSM-Umfrage löste bundesweit Medienreaktionen aus. „Mangelnde Kenntnisse, unzuverlässig, unpünktlich“, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Artikel-Zitat: „Die Chancen für gering qualifizierte Jugendliche am Arbeitsmarkt sind trotz des günstigen konjunkturellen Umfelds immer noch schlecht.“

Ein zentrales Ergebnis dieser Umfrage fasste die Nordseezeitung in ihrer Schlagzeile zusammen: „Keine Chance für die Unzuverlässigen – Gering qualifizierte Jugendliche ohne Aussicht auf Arbeit und Ausbildung“. Artikel-Zitat: „Die Einschätzungen in allen drei Gruppen seien erstaunlich übereinstimmend gewesen, sagte der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Max Höfer. 91 Prozent der Arbeitgeber bezeichneten die Chancen als schlecht oder sehr schlecht, dass Jugendliche mit einem schlechten oder ohne einen Hauptschulabschluss einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bekommen. Bei den Sozialarbeitern und Lehrern waren es 93 Prozent.“

Die Evangelische Nachrichtenagentur epd schrieb: „Fehlendes Bewusstsein für Regeln und Vorschriften, geringes Durchhaltevermögen sowie eine Geringschätzung des Berufes wurden den Jugendlichen häufig attestiert. 79 Prozent der Arbeitgeber meinten, diesen Jugendlichen komme es vor allem darauf an, dass die Arbeit Spaß mache und der Arbeitsplatz gut erreichbar sei.“

„Gering qualifizierte Jugendliche haben offenbar nur selten Interesse daran, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen“ – so resümiert die Nachrichtenagentur ddp das Umfrage-Ergebnis. Der Agenturbericht belegt auch, dass bundesweit über Abhilfe aus dieser Problematik nachgedacht wird. Zitat: „In einem bislang unveröffentlichten Gutachten, aus dem die Wochenzeitung ‚Die Zeit‘ am Mittwoch vorab zitierte, schlagen Bildungsforscher den Kultusministern vor, leistungsschwachen Schülern auch an Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien Unterricht zu geben.“

Die Boulevard-Zeitung 20 Cent brachte das Umfrageergebnis im Telegramm-Stil auf den Punkt: „Gute Jobs gibt es nur für Motivierte“. Mehr zur INSM-Allensbach-Umfrage erfahren Sie hier.

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit 2: Wissenschaftler-Disput: Hüther und Blankart vs. Horn und Bofinger - was bringt wirklich mehr Jobs?

4. September 2008

Berlin. – Auf Vermittlung der INSM trafen die angebotsorientierten Ökonomie-Professoren Michael Hüther und Charles Blankart im Haus des Axel-Springer-Verlages mit ihren nachfrageorientierten Kollegen Peter Bofinger und Gustav Horn zusammen. Die Welt am Sonntag druckte am 11. Mai Auszüge dieses Streitgesprächs rund um die Frage, wie mehr Beschäftigung in Deutschland realisiert werden kann. Professor Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), bezeichnete in diesem wissenschaftlichen Disput den Niedriglohnsektor als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt.

Zitat: „Wir beobachten ein Wachstum des Niedriglohnsektors. Aber heißt das, dass die Aufwärtsmobilität gar nicht mehr funktioniert? Nein, denn wenn jemand nach längerer Arbeitslosigkeit zunächst einen Niedriglohnjob aufnimmt, dann steigt die Chance, über kurz oder lang einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu bekommen. Mit dem Niedriglohnsektor haben wir also Brücken gebaut.“

Zuvor hatte Gustav Horn, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung, die These vertreten, dass „trotz des Aufschwungs die privaten Haushalte in ihrer Gesamtheit ärmer geworden“ seien. Horn vertrat auch die Auffassung, dass der von Gewerkschaftsseite vertretene Mindestlohn „eine Besteuerung von Exzessgewinnen“ sei.

Dem hielt IW-Direktor Hüther entgegen: „Wir machen also die Münchhausen- Lösung: Wir verteilen Geschenke, und keiner muss dafür bezahlen. Glauben Sie mir: Viele bisher Beschäftigte werden ihren Job verlieren.“ Bereits jetzt habe der Post-Mindestlohn von 9,80 Euro „unbestritten knapp 6000 Arbeitsplätze gekostet“. Den kompletten Wortlaut des von der Welt am Sonntag dokumentierten Streitgespräches lesen Sie hier.

English Version

INSM-Campaign Getting to Work 2: Scholarly Dispute: Hüther and Blankart vs. Horn and Bofinger—What Really Creates More Jobs?

Berlin—Through the INSM’s mediation, the supply side-oriented professors of economics Michael Hüther and Charles Blankart met at Axel Springer Publisher’s headquarters with demand side-oriented colleagues Peter Bofinger and Gustav Horn. On May 11, the Welt am Sonntag newspaper printed excerpts from the debate involving the question of how greater employment can be achieved in Germany. In this scholarly dispute, Professor Hüther, director of the Institut der deutschen Wirtschaft Cologne (IW), called the low-wage sector a bridge to the first labor market.

Quote: “We are seeing growth in the low-wage sector. But does this mean that upward mobility no longer functions? No, because if someone first takes a low-wage job after a long period of unemployment, the chances of obtaining a well-paid position sooner or later rise. So we have built bridges to the low-wage sector.”

Earlier, Gustav Horn, scientific director of the Macroeconomic Policy Institute (IMK) in the union-oriented Hans Böckler Foundation, had presented the thesis that “despite the upswing, private households overall have become poorer.” Horn also expressed the view that the minimum wage supported by the unions is “a tax on excess profits.”

IW Director Hüther countered, “So we use the Münchhausen solution: We distribute presents, and no one has to pay for them. Believe me, many people will lose their jobs.” Already, the post office’s minimum wage of 9.80 Euros has “undeniably cost 6,000 jobs.” The complete text of this debate, documented by Welt am Sonntag, can be read here. www.einstieg-in-arbeit.de/content/66813.

INSM-Schiffstour: Konfrontation auf hoher Spree

2. September 2008

Die INSM-Kreuzfahrt für bessere Beschäftigungschancen animierte den Deutschen Gewerkschaftsbund seinerseits zu einer maritimen Demonstration. Am Tag 2 der INSM-Aktion kam es zur Konfrontation auf hoher Spree. Der vom DGB gecharterte Dampfer „Luna“ mit einem Transparent „Deutschland braucht den Mindestlohn“ kreuzte den Weg der von der INSM gebuchten „Spree Comtess“. Das Nachrichtenmagazin Focus animierte diese Begegnung in seiner Ausgabe vom 21. Juli zu folgenden Zeilen:

„Die Berliner Schlacht um den Mindestlohn schlug auch auf der Spree Wellen. Als der DGB spitzkriegte, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ein Schiff für Diskussionsveranstaltungen gechartert hatte, kreuzte er mit eigenem Durchhaltedampfer in feindlichem Gewässer auf. An Bord: hochrangiges Propagandapersonal der SPD. Lässig lehnte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz an der Heckreling und hielt einen Kaffeebecher mit Mindestlohn-Werbung in die Kameras. Im Unterdeck gab SPD-Vize Andrea Nahles Interviews zum selben Thema. Von Bord ging die Parteilinke mit dem Ruf: ‚Der Kampf geht weiter!‘ Vor allem der Krampf geht weiter, so Focus. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wird die Debatte um den Einstieg in Arbeit und neue Chancen für alle weiterhin mit konstruktiven Argumenten und Vorschlägen, mit Fakten und guten Argumenten begleiten.

Mehr zum Thema finden Sie auf www.einstieg-in-arbeit.de sowie weitere Experten und Prominente, die sich zu diesem Schwerpunktthema äußern: www.einstieg-in-arbeit.de/content/66756

English Version

INSM Boat Tour: Confrontation on the High Spree

The INSM cruise for better employment opportunities encouraged the Confederation of German Trade Unions (DGB) to mount a maritime demonstration of its own. On Day 2 of the INSM event, a confrontation took place on the high Spree. The ship “Luna,” chartered by the DGB, with a poster reading “Germany Needs a Minimum Wage,” crossed paths with the “Spree Comtess,” booked by the INSM. The meeting encouraged the news magazine Focus to write the following in its July 21 issue:

“The Berlin battle over the minimum wage made waves even on the Spree. When the DGB got wind that the Initiative for a New Social Market Economy had chartered a ship for debate events, it showed up in enemy waters with its own pace-keeping boat. On board were high-ranking SPD propaganda personnel. Federal Minister of Labor Olaf Scholz kept a casual hand on the railing and held up a coffee mug with a minimum wage ad for the cameras. Below decks, SPD vice president Andrea Nahles gave interviews on the same subject. The party leftists disembarked with the cry “The fight goes on!” According to Focus, it’s more like the convulsions go on. The Initiative for a New Social Market Economy will continue to conduct the debate on access to labor and new opportunities for all with constructive arguments and proposals, facts and solid arguments.

More on this subject can be found at  www.einstieg-in-arbeit.de, along with additional experts and prominent people who have given opinions on the issue: www.einstieg-in-arbeit.de/content/66756.

Drei Tage INSM-Schiffstour: Markante Stimmen aus den Diskussionspodien

31. August 2008

INSM-Event, Tag 1: „Das deutsche Bildungssystem verliert den Anschluss“, warnte Andreas Schleicher, Leiter des deutschen Teils der PISA-Studie. „Die frühkindliche Bildung ist das beste Mittel, um die Bildungsmisere in bildungsärmeren Schichten zu überwinden“, sagte Dr. Axel Plünnecke, Bildungsexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

INSM-Event, Tag 2: „Ein gesetzlicher Mindestlohn ist unsozial und grenzt Menschen aus. Er vernichtet vorhandene Jobs und verhindert Investitionen in Arbeit“, gab Dr. Reinhard Göhner, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, zu bedenken. „Wer gegen den Mindestlohn votiert, votiert für das weitere Sinken der Bezüge in den untersten Lohngruppen“, hielt der frühere Staatssekretär unter Finanzminister Oskar Lafontaine, Heiner Flassbeck, dagegen.  „Ein Mindestlohn von 7,50 Euro kann die Umsätze in der Schattenwirtschaft um 7 Prozent steigen lassen“, konterte Schwarzarbeitsexperte Professor Friedrich Schneider von der Universität Linz.INSM-Event,,

INSM-Event, Tag 3: „Kinder dürfen natürlich keine Karrierebremsen sein. Hier sind alle gefordert: Politik, Gesellschaft sowie Arbeitnehmer und Arbeitgeber“, sagte Dr. Jürgen Wuttke, Leiter der Abteilung Arbeitsmarkt bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. „Väter müssen sich klar machen, dass sie heute weniger als Ernährer, sondern mehr als Erzieher gefragt sind“ – dieses Zitat stammt von ELTERN- Chefredakteurin Marie- Luise Lewicki.

Lesen Sie hier ausführliche Informationen zum Diskussionsverlauf bei dieser Veranstaltung der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).

English Version

Three Day INSM Boat Tour: Prominent Voices from the Podium

INSM-Event, day 1: “The German educational system is missing the boat,” warned Andreas Schleicher, head of the German section of the PISA study. “Early childhood education is the best means of overcoming the educational calamity among poorly educated classes,”said Dr. Axel Plünneke, education expert at the Institut der deutschen Wirtschaft in Cologne.

INSM-Event, day 2: “A legal minimum wage is not socially responsible and shuts people out. It destroys existing jobs and prevents investment in labor,” argued Dr. Reinhard Göhner, chief executive of the Confederation of German Employers’ Associations. “Anyone who votes against a minimum wage votes to lower income further in the lowest income class,” countered a former undersecretary under Finance Minister Oskar Lafontaine, Heiner Flassbeck. “A minimum wage of 7.50 Euro could increase revenue in the shadow economy by 7 percent,” responded Professor Friedrich Schneider of the University of Linz, an expert on the underground labor market.

INSM-Event, day 3: “Children should not be a brake on one’s career. Here everyone is challenged: politicians, society, and employees and employers,” said Dr. Jürgen Wuttke, head of the Labor Market department at the Confederation of German Employers’ Associations. “Fathers must understand that today they are needed less as breadwinners and more as caregivers”—this quote is from ELTERN chief editor Marie-Luise Lewicki.

Detailed information on the discussion can be found here:
http://www.einstieg-in-arbeit.de/content/67978.

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit 1: Mit Hürden vor dem Reichstag und mit guten Argumenten für neue Arbeitsplätze im Netz

29. August 2008

Ulrike Nasse-Meyfarth zur INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit

German Version

Berlin. – Doppel-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth verblüffte am 28. April Journalisten und Politiker mit einem Auftritt vor dem Berliner Reichstag. Die Sportlerin und INSM-Unterstützerin beteiligte sich an einer öffentlichen Aktion für neue Beschäftigungschancen. Zur Tagung des Koalitionsausschusses hatte die INSM fünf Hürden im blauen Corporate Design der Initiative errichten lassen. Jede war beschriftet – mit den Worten „Bildungsdefizite“, „Bürokratie“, „Kündigungsschutz“, „Lohnzusatzkosten“ und „Mindestlohn“. Dies sind die von der INSM identifizierten Hauptbeschäftigungshürden in Deutschland. Nasse-Meyfarth gab dazu folgende Erklärung ab: „Bei einem Hürdenlauf sind die Hürden so ausgelegt, dass sie überwindbar bleiben. Dies ist auf dem Arbeitsmarkt nicht der Fall. Viele Bewerber stehen hohen Einstiegsbarrieren gegenüber. Das hindert sie daran, überhaupt in den Wettbewerb einzutreten.“ Mit Fairness, so Sportlerin Nasse-Meyfarth, habe das nichts zu tun.

Die Aktion markierte den Auftakt einer langfristig angelegten Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) für neue Beschäftigungschancen in Deutschland. Zeitgleich ging die Webseite www.einstieg-in-arbeit.de ans Netz. Sie dokumentiert alle mit dem Einstiegs-Projekt der Initiative verbundenen Argumente, Fakten, Nachrichten.

Ausführlich werden hier im Navigationspunkt „Weg mit den Hürden“ alle wesentlichen Beschäftigungshindernisse in Deutschland thematisiert. Gleichzeitig zeigt das Portal Alternativen auf, wie Abhilfe und Besserung zu erreichen sind.

Zur Hürde „Bildungsdefizite“ heißt es hier: „Die Zahl der Schulabbrecher und Abgänger ohne Abschluss ist vor allem an Hauptschulen zu hoch. Hier muss sich etwas ändern, damit Menschen besser gebildet werden und später erfolgreicher im Beruf sein können. Optimale Förderung gerade von Kindern aus sozial schwächeren Schichten muss bereits im Kindergartenalter beginnen.“

Zur Hürde „Bürokratie“ wird ausgeführt, dass eine Lichtung des Paragrafendschungels die Chance auf „eine halbe Million neue Jobs“ bringen kann. Diese Aussage stützt sich auf die Expertise von Wissenschaftlern wie Holger Schäfer, Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft, dessen Statements als Internet-Videos abrufbar sind.

Zur Hürde eines überzogenen Kündigungsschutzes werden Studien der OECD zitiert. Diese belegen, dass die „Arbeitsmarktregulierung in Deutschland wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze“ behindern. Eine „Reform des Kündigungsschutzes senkt die Einstellungsschwelle bei den Unternehmen. Das ist im Interesse von Millionen Arbeitslosen“, heißt es im Fazit des Textes.

Zur Hürde Lohnzusatzkosten argumentiert www.einstieg-in-arbeit.de, dass Unternehmen nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes innerhalb Europas nur in Belgien, Schweden und Dänemark mehr Steuern und Abgaben für einen Arbeitgeber in der Industrie zahlen müssen. Fazit: „Die Lohnzusatzkosten müssen sinken, damit Deutschland im internationalen Vergleich der Personalkosten punkten kann. Das kann gerade bei einfachen, geringer entlohnten Tätigkeiten einen Beschäftigungsschub bringen.“

Als fünfte Hürde wird der geplante gesetzliche Mindestlohn thematisiert. Die Befürworter streben eine Lohnuntergrenze von 7,50 Euro an. Doch was sie nicht auf der Rechnung haben: „Ein Mindestlohn macht alle Menschen, deren Produktivität geringer ist als der angestrebte Mindestlohn von 7,50 Euro, auf Dauer arbeitslos. Denn kein Unternehmen wird sie beschäftigen, wenn sie weniger erwirtschaften.“

In diese Debatte schaltete sich wiederholt auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. Am 23. Juli formulierte sie vor der Berliner Presse einen Satz, der sinngemäß so auch auf www.einstieg-in-arbeit.de zu finden ist. „Wir sind der Meinung, dass ein einheitlicher, flächendeckender Mindestlohn zur Vernichtung von Arbeitsplätzen führen würde.“ „Ein flächendeckender einheitlicher Mindestlohn ist wie eine Barrikade rund um den Arbeitsmarkt“, hatte Merkel bereits am 12. Juni in ihrer Rede zum 60. Jahrestag der Sozialen Marktwirtschaft erklärt.

Merkel weiß sich in ihrer Ablehnung eines gesetzlichen Mindestlohnes einig mit renommierten Experten, die auch auf www.einstieg-in-arbeit. de vertreten sind. Dazu gehören der Linzer Professor Friedrich Schneider und der frühere Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Professor Juergen B. Donges. Schneider fürchtet, dass ein Mindestlohn „zu einer massiven Ausweitung der Schwarzarbeit führen“ wird. Donges fordert, dass die Pläne für die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen „ad acta“ gelegt werden. Es sei „unverantwortlich, wenn unter dem Etikett der sozialen Gerechtigkeit vielen Jugendlichen bereits die erste berufliche Chance verweigert wird“.

„Es ist sehr wichtig, dass jeder eine Chance bekommt, sein Talent zu entdecken und den Einstieg in Arbeit zu bekommen“, sagt Ralf Zacherl, einer der TV-bekannten „Kochprofis“, der sich ebenfalls mit einem Statement in die Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eingeschaltet hat.

Auf Umwegen ist der Showmaster und TV-Moderator Dieter Thomas Heck in seine Entertainer-Karriere eingestiegen. Zunächst absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung. „Ich wollte mich danach unbedingt vor Kamera und Mikrophon beweisen und bekam die Chance.“ Heck unterstützt die INSM-Kampagne, „damit mehr Menschen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten“.

English Version

INSM-Campaign Getting to Work 1: Taking Hurdles to the Reichstag and Good Arguments for New Jobs to the Web

Berlin – Two-time Olympic champion Ulrike Nasse-Meyfarth surprised journalists and politicians on April 28 with an appearance in front of the Berlin Reichstag. The athlete and INSM supporter was taking part in a public campaign for new employment opportunities. For the meeting of the coalition committee, the INSM had set up five hurdles in the Initiative’s blue corporate design. Each one was labeled separately with the words “educational deficiencies,” “bureaucracy,” “protection against termination,” “non-wage labor costs,” or “minimum wage.” These are the main hurdles to employment in Germany identified by the INSM. Nasse-Meyfarth offered the following explanation: “In a hurdle race, the hurdles are placed so that they can be jumped. This isn’t the case on the labor market. Many applicants face high barriers to access. That prevents them from even entering the competition.” This has nothing to do with fairness, says athlete Nasse-Meyfarth.

The event marked the opening of a long-term campaign for new job opportunities in Germany. At the same time, the website www.einstieg-in-arbeit.de went up on the net. It documents all arguments, facts, and news connected with the Initiative’s access project.

Under the link “Get Rid of the Hurdles,” all the basic obstacles to employment in Germany are dealt with in detail. At the same time, the portal identifies alternatives for achieving remedies and improvements.

On the hurdle “Educational Deficiencies,” it says: “The number of dropouts and school leavers without a diploma is too high, especially in the general secondary schools. Something must change here so that people can be better educated and later more successful in their careers. Optimal support for children from weaker social classes must begin as early as preschool.”

On the hurdle “Bureaucracy,” it is explained that clearing the regulatory jungle could offer the chance of “a half million new jobs.” This statement is based on opinions by scientists such as Holger Schäfer, labor market expert at the Institut der deutschen Wirtschaft, whose statements can be viewed as internet videos.

On the hurdle of excessive protection against termination, OECD studies are quoted that prove that “labor market regulations in Germany [hinder] economic growth and the creation of new jobs.” A “reform of the protection against termination would lower the hiring threshold of businesses. That is in the interests of millions of unemployed people,” as the text summarizes.

On the hurdle of non-wage labor costs, www.einstieg-in-arbeit.de argues that in Europe, according to current figures from the Federal Office of Statistics, only businesses in Belgium, Sweden, and Denmark must pay more taxes and duties for an employer in industry. Summary: “Non-wage labor costs must fall so that Germany can gain points in the international comparison of personnel costs. That could stimulate employment in simple, lower-wage activities.”

The fifth hurdle to be considered is the planned legal minimum wage. Its advocates seek a wage minimum of 7.50 Euros. But what they don’t take into account: “a minimum wage turns everyone whose productivity is lower than the sought-after minimum wage of 7.50 into long-term unemployed. No business will employ them if they produce less.”

Chancellor Angela Merkel has repeatedly entered the debate. On July 23, she gave a quote to the Berlin press that is paraphrased on www.einstieg-in-arbeit.de “It is our opinion that a unified, across the board minimum wage would lead to elimination of jobs.” “A unified across the board minimum wage is like a barricade around the labor market,” Merkel said on June 12 in her speech on the 60th anniversary of the social market economy.

In rejecting a legal minimum wage, Merkel shares the opinion of respected experts who are represented on www.einstieg-in-arbeit.de. They include Professor Friedrich Schneider of Linz and the former head of the economic “wise men,” Professor Juergen B. Donges. Schneider fears that a minimum wage would “lead to a massive increase in underground work.” Donges calls for abandoning plans to introduce a legal minimum wage. He says it is “irresponsible to deny many young people their first career opportunities under the label of social justice.”

“It is very important that each person have the chance to discover his talent and gain access to work,” says Ralf Zacherl, one of TV’s well-known “cooking pros,” who also gave a statement to the campaign.

Showmaster and TV moderator Dieter Thomas Heck came to his career as an entertainer in a roundabout way. First he completed business training. “I wanted at all costs to prove myself in front of a camera and microphone, and I got the chance.” Heck supports the INSM campaign “so that more people get a chance on the labor market.”

Neuer INSM-Themenschwerpunkt: Einstieg in Arbeit – niemand soll ohne Beschäftigungschance bleiben

27. August 2008

German Version

Köln. – „Einstieg in Arbeit“ – unter dieser Schlagzeile engagiert sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft dafür, dass möglichst viele Menschen eine Beschäftigungschance bekommen. Zigtausende stehen aktuell immer noch hohen Jobhürden gegenüber. Bildungsdefizite, Bürokratie, hohe Lohnzusatzkosten – all das hindert sie daran, durch eigene Arbeit, Initiative und Leistung beruflich erfolgreich zu sein. Gemeinsam mit der INSM machen sich zahlreiche Prominente dafür stark, dass mehr Menschen den Einstieg in Arbeit schaffen und damit Chancen auf beruflichen und sozialen Aufstieg gewinnen. Mit dabei sind unter anderem „Kochprofi“ Ralf Zacherl sowie der Showmaster Dieter Thomas Heck, die Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth, der Schauspieler („Gladiator“) und Fußballnationalspieler Ralf MöllerChristoph Metzelder. Aktuell hat sich auch Jörg Kachelmann in Sachen Einstieg zu Wort gemeldet. Fußballprofi Christoph Metzelder

Stellvertretend für zahlreiche andere prominente Stimmen hier zwei Statements zur INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit: „Für junge Menschen ist es sehr wichtig, eine Perspektive im Leben zu haben. Deshalb ist es auch so entscheidend, sie beim Ersteinstieg in den Beruf zu unterstützen. Denn nur wer den Einstieg schafft, kann auch aufsteigen. Mit einem festen Glauben an sich selbst und genügend Durchhaltevermögen kann man jede Hürde meistern“, meint Schauspieler Ralf Möller. „Bildung und Ausbildung sind wichtige Faktoren für die Integration und für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“, ist Fußballer Christoph Metzelder überzeugt.INSM-Anzeige Einstieg in Arbeit

Dass das Einstiegs-Thema der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auch in der Politik Raum greift, machte eine Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel zum 60. Jahrestag der Sozialen Marktwirtschaft deutlich. „Wir müssen allen einen Einstieg ermöglichen und einen Aufstieg erleichtern. Das zu schaffen, das hat unser Land nach 1948 stark gemacht. Das brauchen wir auch für die Zukunft.“ Lesen Sie auf den folgenden Seiten mehr über die Rede der Bundeskanzlerin.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) begleitet die Kampagne mit Aktionen, Podiumsgesprächen, Studien und einem umfassenden Webauftritt: www.einstieg-in-arbeit.de. Hier finden Sie umfassende Informationen über die aktuellen Beschäftigungs- und Einstiegshürden, aber auch Empfehlungen von Experten, was geschehen sollte, damit mehr Menschen Arbeit finden können. Die Webseite stellt zudem Beispiele von Menschen vor, die durch Energie und Eigeninitiative den Einstieg in eine Beschäftigung geschafft haben.

English Version

New Thematic Focus for the INSM: Getting to Work—No One Should Lack Job Opportunities

Cologne–“Getting to Work: Under this heading, the Initiative for a New Social Market Economy is engaged in ensuring that as many people as possible have an opportunity to work. Today, thousands of people still face high employment hurdles. Educational deficiencies, bureaucracy, high non-wage labor costs–all these prevent them from achieving professional success through their own labor, initiative, and accomplishments. Together with the INSM, numerous prominent people are working to ensure that more people succeed in getting to work and thereby gaining the chance for professional and social advancement. Among them are “cooking pro” Ralf Zacherl, showmaster Deiter Thomas Heck, Olympic champion Ulrike Nasse-Meyfarth, actor Ralf Möller (“Gladiator”), and national soccer team member Christoph Metzelder. Jörg Kachelmann has also spoken up for the cause of employment.

Representing numerous other prominent voices, we offer two statements on the INSM Getting to Work campaign: “It is very important for young people to have prospects in life. That is why it is so crucial to support them in first going to work. Only those who get started can advance. With a firm belief in yourself and sufficient staying power, you can overcome any hurdles,” says actor Ralf Möller. “Education and training are important factors in integration and in participation in social life,” maintains soccer star Christoph Metzelder.

Chancellor Angela Merkel’s speech on the 60th anniversary of the social market economy shows that the INSM’s theme of access to work has taken hold in politics as well. “We must make access possible for everyone and make advancement easier. Achieving this made our country strong after 1948. And we need this in the future.” Read more about the chancellor’s speech below.

The Initiative for a New Social Market Economy is accompanying the campaign with events, podium discussions, studies, and comprehensive advertising: www.einstieg-in-arbeit.de. Here you can find comprehensive information on the current obstacles to employment and access, as well as experts’ recommendations on what needs to happen in order for more people to find employment. The website also offers examples of people who, through energy and personal initiative, found access to employment.

Editorial der INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer und Dieter Rath zum August 2008: Einstieg in Arbeit – es geht um neue Chancen für alle!

25. August 2008

German Version

Chancen für alle, das war das Leitmotiv, mit dem die Initiative Neue Soziale Markwirtschaft (INSM) im Herbst 2000 in die Öffentlichkeit getreten ist. Fast acht Jahre danach legt sie im April eine neue Kampagne auf, die inhaltlich an das Einstiegsmotto der INSM anknüpft: Einstieg in Arbeit. Mit Aktionen, Podiumsgesprächen und einer eigenen Webseite werben wir dafür, dass möglichst viele Menschen eine neue Beschäftigungschance finden. All zu viele sind derzeit noch vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt. Sie stehen hohen Hürden gegenüber. Dazu gehört beispielsweise eine staatliche Bürokratie, die Unternehmen daran hindert, neue Jobs einzurichten. Dazu gehören auch Bildungsdefizite, die sich vielfach über Generationen hinweg vererben. Solche Beschäftigungshürden müssen fallen.
Angela Merkel zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft
Jüngst schaltete sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Debatte um einen besseren Einstieg in Arbeit ein. „Wir müssen allen einen Einstieg ermöglichen und einen Aufstieg erleichtern“, sagte sie am 12. Juni in ihrer Rede zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft. Damit knüpfte sie an ein Statement von INSM-Botschafter Roland Berger zur INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit an. „Sozial ist, was Arbeit schafft. Denn nur so finden Menschen neue Chancen für beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg.“ Und eine der zentralen Bedingungen dafür, das machte auch die Kanzlerin deutlich, ist Bildung. „Wohlstand für alle heißt heute: Bildung für alle“, sagte sie am 12. Juni und bezog sich damit auf den Slogan, mit dem Ludwig Erhard die Menschen in der Nachkriegs-Bundesrepublik für die Soziale Marktwirtschaft gewann. Die INSM arbeitet seit langem mit zahlreichen Studien für eine bessere Bildung. Jüngstes Beispiel dafür ist die Studie Politik-Check Schule, die dieser Newsletter vorstellt.

Es geht der INSM seit jeher um Chancen für alle. Dazu gehört elementar die Chance zum Einstieg in Arbeit, die wiederum die Basis für den Aufstieg bildet. Einstieg und Aufstieg, das ist das Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft Erhard’scher Prägung. Wohlstand für alle muss aber immer wieder gegen neue Hürden erkämpft werden.

English Version

Editorial by INSM Directors Max A. Höfer and Dieter Rath on August 2008: Getting to Work—It’s About New Opportunities for Everyone!

Opportunities for everyone—that was the theme with which the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) went public in autumn 2000. Almost eight years later, in April, it began a new campaign that echoes INSM’s introductory motto: Getting to Work. With events, podium discussions, and a dedicated web site, we are promoting new employment opportunities for as many people as possible. Far too many are still excluded from the labor market. They face high hurdles. These include, for example, a government bureaucracy that prevents businesses from creating new jobs. They also include educational shortcomings that are often passed on through generations. Such hurdles to employment must be overcome.

Recently, Chancellor Angela Merkel entered the debate on improved opportunities to enter the work force. “We must make access possible for everyone and make advancement easier,” she said on June 12 in a speech on the 60th anniversary of the social market economy. She thus picked up on a statement by INSM representative Roland Berger on the INSM Getting to Work campaign: “Whatever creates jobs is socially conscious. Only in this way can people find new opportunities for professional and social advancement.” And one of the central conditions for this, as the chancellor also made clear, is education. “Prosperity for all means education for all,” she said on June 12, referring to the slogan with which Ludwig Erhard won people in post-war West Germany over to the social market economy. With its many studies, the INSM has long promoted better education. The most recent example is the study “Schools Policy Check,” which this newsletter presents.

The INSM has always been concerned with opportunities for everyone. This includes, fundamentally, the chance to access jobs, which in turn forms the basis for advancement. Access and advancement are the promise of the social market economy, as envisioned by Erhard. Prosperity for all must, however, constantly overcome new hurdles.

INSM-Aktion: Happy Birthday Soziale Marktwirtschaft – Kommentare von Politikern 1

24. August 2008

German Version

Ludwig Erhard etablierte 1948 die Soziale Marktwirtschaft in Westdeutschland. Die Freigabe der Preise, die Einführung der D-Mark und das neue System eines fairen, freien Wettbewerbs sorgten für einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg der alten Bundesrepublik. Erhards Versprechen, Wohlstand für alle, wurde für breite Schichten wahr. Zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft bat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zahlreiche Prominente um ihren Kommentar. Lesen Sie hier die parteiübergreifenden Glückwunschadressen der Politiker Günter Verheugen (SPD), Dorothee Bär (CSU), Christine Scheel (Bündnis 90/ Die Grünen), Kerstin Andreae (Bündnis 90/ Die Grünen), Daniel Bahr (FDP).

Günter Verheugen, Vizepräsident der EU-Kommission, Kommissar für Unternehmen und Industrie
“Von allen Wirtschaftssystemen, die ich kenne, ist die Soziale Marktwirtschaft das am besten geeignete System, eine hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit gesellschaftlicher Freiheit und sozialer Verantwortung zu verbinden. Die Soziale Marktwirtschaft ist nicht nur die effektivste aller Wirtschaftsformen, sie ist auch die humanste aller Wirtschaftsformen. Und darum ist das europäische Modell von Wirtschaft, das wir haben, völlig identisch mit dem deutschen Modell einer Sozialen Marktwirtschaft.”

INSM-Statement: Dorothee Bär, MdB, Mitglied im CSU-Parteivorstand
“Als ich 1978 zur Welt kam, wurde die Idee einer Sozialen Marktwirtschaft 30 Jahre alt. Ihr Vater Ludwig Erhard war bereits ein Jahr tot. Zum 60-jährigen Jubiläum dieser Idee zeigt sich: Sie ist alt, vielleicht reformbedürftig - aber lebendig! Ich verbinde mit der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland etwas Positives: Sie ist die Wirtschaftsordnung, die unser Land zu einem der wirtschaftlich stärksten Staaten der Welt gemacht hat. Laut Ludwig Erhard bedeutet Soziale Marktwirtschaft Wettbewerb, Leistung und Gerechtigkeit. Dieser Dreischritt Erhards gilt bis heute. Die Umstände haben sich jedoch verändert: Der Wettbewerb ist globaler geworden. Die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Einzelnen sind gestiegen. Die Frage “Was ist gerecht?” muss vor diesem veränderten Hintergrund neu gestellt werden. Als Christin habe ich eine Antwort auf die Frage “Was ist gerecht?”. Als Politikerin fällt mir die Antwort oftmals schwerer. Politisch gesehen kann Gerechtigkeit nicht heißen, dass jeder das hat, was er will. Es kann nur heißen, dass jeder die Chance dazu bekommt alles zu erreichen, was er will. Politik muss den Rahmen dafür setzen. Sozial muss sie dabei aber bleiben. Deshalb muss sie dafür sorgen, dass jeder das Notwendige hat, was er braucht. Dafür brauchen wir unsere solidarische Leistungsgesellschaft.”

INSM-Statement: Christine Scheel, MdB, stv. Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
“Ludwig Erhard hat zu seiner Zeit mit dem Entwurf der Sozialen Marktwirtschaft das Richtige beschrieben, um aus einer Verbindung von Ökonomie und Sozialem die Grundlage für ein wettbewerbsfähiges Land zu schaffen. Im Rahmen der Globalisierung spielt der internationale Wettbewerb und die ökologische Dimension eine stärkere Rolle als zu Zeiten Ludwig Erhards. Daher ist es wichtig, seine Idee der Sozialen Marktwirtschaft mit der Verbindung aus Ökonomie und Sozialem um die Komponente der Ökologie zu ergänzen und weiter zu entwickeln.”

INSM-Statement: Kerstin Andreae, Wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
“Ludwig Erhard hat Demokratie, Markt und Staat zusammengedacht. Bei der Rente hat er den Gedanken der Nachhaltigkeit eingefordert, in der Außenwirtschaftspolitik den Protektionismus bekämpft. Seine Vorstellungen sind klarer als die Politik der heutigen reformfaulen Großen Koalition. Wir Grünen erweitern die Reformpolitik um ökologische Nachhaltigkeit. Ökologie und Ökonomie gehören zusammen und sind zutiefst soziale Fragen. Es wäre in seinem Sinne, die Soziale Marktwirtschaft um Ökologie zu erweitern. Soziale Gerechtigkeit braucht den Markt, ökologische Innovationspolitik braucht den Markt. Wir Grünen haben die Soziale Marktwirtschaft zur Grünen Marktwirtschaft weiterentwickelt.”

INSM-Statement: Daniel Bahr, Gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
“Viel zu häufig wird über die Verteilung des Kuchens gestritten, anstatt über eine Politik, wie der Kuchen größer wird, damit jeder profitiert. Das hat schon vor 60 Jahren Ludwig Ehrhard erkannt und mit der Sozialen Marktwirtschaft für einen wachsenden Kuchen gesorgt.”

INSM-Statement: Philipp Mißfelder, MdB, Bundesvorsitzender der Jungen Union
“Gerade aus Sicht der jungen Generation bleibt die Soziale Marktwirtschaft unser ökonomisches und gesellschaftliches Erfolgsmodell. Daher sind Ludwig Erhards Gedanken über das Handeln des freien Menschen für uns weiterhin leitend: “Ich will mich aus eigener Kraft bewähren, ich will das Risiko des Lebens selbst tragen, will für mein Schicksal selbst verantwortlich sein. Sorge du, Staat, dafür, dass ich dazu in der Lage bin.

English Version

INSM Campaign: Happy Birthday Social Market Economy – Commentary by Politicians 1
In 1948, Ludwig Erhard established the social market economy in West Germany. Price decontrol, introduction of the D-mark, and the new system of fair, free competition led to an unprecedented economic boom in the old Federal Republic. Erhard’s promise of prosperity for all came true for broad sectors of the public. On the 60th anniversary of the social market economy, the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) asked numerous prominent figures for their comments. Here you may read nonpartisan congratulatory statements by politicians Günther Verheugen (SPD), Dorothee Bär (CSU), Christine Scheel (Bündnis 90/Die Grünen), Kerstin Andrae (Bündnis 90/Die Grünen), Daniel Bahr (FDP).

INSM-Statement: Günter Verheugen, Vice President of the European Commission, Commissioner for Enterprise and Industry
“Of all the economic systems that I know, the social market economy is the system best suited to combine high economic performance with a free society and social responsibility. The social market economy is not only the most effective of all economic forms, it is also the most humane of all economic forms. And therefore the European economic model that we have is completely identical with the German model of a social market economy.”

INSM-Statement: Dorothee Bär, member of the Bundestag, member of CSU Party Executive Committee
“When I was born in 1978, the idea of a social market economy was 30 years old. Its father, Ludwig Erhard, had died a year earlier. On this 60th anniversary of this idea, we can see that it is old, maybe in need of reform—but alive! I connect the social market economy in Germany with something positive: It is the economic order that has made our country one of the economically strongest in the world. According to Ludwig Erhardt, the social market economy means competition, performance, and fairness. Erhard’s three steps are still valid today. But conditions have changed: competition has become more global. The demands on the individual’s ability to perform have grown. The question “What is fair?” must be asked anew against this changed background. As a Christian, I have one answer to the question “What is fair?” As a politician, I often find this answer difficult. From a political perspective, fairness cannot mean that everyone has what they want. It can only mean that everyone has the chance to achieve anything they want to. Politics must create the framework for this. But it must remain socially responsible. Therefore, it must ensure that everyone has the necessities they need. For that, we need our solidarity-based, achievement oriented society.”

INSM-Statement: Christine Scheel, member of the Bundestag, deputy head of the Bundestag section of Bündnis 90/Die Grünen
“In his time, with the proposal for a social market economy, Ludwig Erhard described the correct way to create the basis for a competitive country by linking the economy with social responsibility. In the course of globalization, international competition and the ecological dimension play a greater role than in Erhard’s day. It is therefore important to expand his idea of a social market economy linking the economy and social responsibility by adding the ecological component, and to further develop it.”

INSM-Statement: Kerstin Andrae, economic policy spokesperson for the Bundestag section of Bündnis 90/Die Grünen
“Ludwig Erhard associated democracy, the market, and the state. For pensions, he called for considering sustainability, and he fought protectionism in foreign economic policy. His ideas are clearer than the policies of today’s reform-shy Grand Coalition. We Greens expand reform policies by adding ecological sustainability. Ecology and economy go together, and are deeply social questions. It would be in his spirit to expand the social market economy by adding ecology. Social justice requires the market; innovative ecological policies require the market. We Greens have developed the social market economy into the green market economy.”

INSM-Statement: Daniel Bahr, health policy spokesperson for the Bundestag section of the FDP
“All too often, we fight over division of the cake, rather than about policies to make the cake larger, so that everyone profits. Ludwig Erhard recognized this 60 years ago, and ensured a growing cake through the social market economy.”

INSM-Statement: Philipp Missfelder, member of the Bundestag, national chairman of the Young Union (youth wing of the CDU)
“Particularly from the point of view of the younger generation, the social market economy remains our model of economic and social success. Thus Ludwig Erhard’s thoughts on the behavior of free people still guide us: ‘I want to prove myself by my own efforts; I want to meet the risks of life myself; I want to be responsible for my own fate. You, the State, must see to it that I am in a position to do so.’”

INSM-Aktion: Happy Birthday Soziale Marktwirtschaft – Kommentare von Politikern 2

21. August 2008

German Version

Ludwig Erhard etablierte 1948 die Soziale Marktwirtschaft in Westdeutschland. Die Freigabe der Preise, die Einführung der D-Mark und das neue System eines fairen, freien Wettbewerbs sorgten für einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg der alten Bundesrepublik. Erhards Versprechen, Wohlstand für alle, wurde für breite Schichten wahr. Zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft bat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zahlreiche Prominente um ihren Kommentar. Lesen Sie hier die parteiübergreifenden Glückwunschadressen der Politiker Dr. Rainer Wend (SPD), Philipp Mißfelder (Junge Union), Günther Oettinger (CDU), Dagmar Wöhrl (MdB), Dirk Niebel (FDP).

Dr. Rainer Wend, MdB, Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
“Durch die Soziale Marktwirtschaft konnte in Deutschland ein Wettbewerbssystem entstehen, das freien Wettbewerb, persönliche Freiheit, wachsenden Wohlstand und soziale Sicherheit in Einklang bringt. Die Ziele der Sozialen Marktwirtschaft sind seitdem unverändert. Ganz bewusst haben Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack die Soziale Marktwirtschaft aber als ein System konzipiert, das einen offenen und dynamischen Charakter hat und sich an den Wandel der Zeit anpassen kann. Es ist deshalb legitim und erforderlich, die Instrumente immer wieder den realen Bedingungen anzupassen, um eine zeitgemäße Definition des Begriffes Soziale Marktwirtschaft zu erreichen.”

INSM-Statement: Günther Oettinger, MdB, CDU-Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
“Baden-Württemberg zählt zu den stärksten und wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsstandorten Europas. Als Ministerpräsident sehe ich die zentrale Aufgabe der Politik darin, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum zu schaffen und Hindernisse abzubauen, die der Entstehung neuer Arbeitsplätze entgegenstehen. Die Gebote der Sozialen Marktwirtschaft und ihres “Erfinders” Ludwig Erhard sind dabei eine klare Richtschnur und wertvoller Maßstab zugleich.”

INSM-Statement: Dagmar Wöhrl, MdB, Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
“Für mich bedeutet Soziale Marktwirtschaft, dass die Zeit des Entweder-Oder vorbei ist. Jetzt gilt es zusammen zu bringen, was zusammen gehört. Verantwortung schaffen, in dem man Freiheit stärkt. Marktwirtschaft wagen und damit das Soziale fördern. Nur so lässt sich Wohlstand erhöhen.”

INSM-Statement: Dirk Niebel, MdB, Generalsekretär der FDP
“Die FDP ist die Partei der Sozialen Marktwirtschaft, der Wirtschaftsordnung, in der sich Leistungsbereitschaft am besten entfalten kann und die Grundlagen sozialer Gerechtigkeit erwirtschaftet werden. Wir Liberale setzen uns gegen die grassierende bürokratische Staatswirtschaft zur Wehr. Nur mit mehr Wettbewerbsfähigkeit, mehr Innovation und mehr Flexibilität erreichen wir mehr Chancen für alle und mehr Arbeitsplätze. Ludwig Erhard hatte recht: Die Menschen müssen von ihrer Arbeit und ihrem Fleiß etwas haben - ihnen muss endlich durch niedrigere Steuern und Abgaben mehr Netto vom Brutto belassen werden. Dieses Prinzip der Sozialen Marktwirtschaft, wie es Ludwig Erhard erdacht und es sich über Jahrzehnte auch bewährt hat, wollen wir Liberale konsequent anwenden.”

English Version

INSM Campaign: Happy Birthday Social Market Economy – Commentary by Politicians 2

In 1948, Ludwig Erhard established the social market economy in West Germany. Price decontrol, introduction of the D-mark, and the new system of fair, free competition led to an unprecedented economic boom in the old Federal Republic. Erhard’s promise of prosperity for all came true for broad sectors of the public. On the 60th anniversary of the social market economy, the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) asked numerous prominent figures for their comments. Here you may read nonpartisan congratulatory statements by politicians Dr. Rainer Wend (SPD), Philipp Massfelder (Young Union), Günther Oettinger (CDU), Dagmar Wöhrl (member of Bundestag), Dirk Niebel (FDP).

INSM-Statement: Dr. Rainer Wend, member of the Bundestag, economic policy spokesperson for the Bundestag section of the SPD
“Through the social market economy, a system of competition arose in Germany that reconciles free competition, personal freedom, increasing prosperity, and social security. The goals of the social market economy have not changed. However, Ludwig Erhard and Alfred Müller-Armack quite consciously designed the social market economy as a system with an open and dynamic character that can adapt to changing times. It is therefore legitimate and necessary to constantly adapt the instrument to actual conditions, in order to achieve an up-to-date definition of the concept of the social market economy.”

INSM-Statement: Günther Oettinger, member of the Bundestag, CDU First Minister of the state of Baden-Württemberg
“Baden-Württemberg is one of the strongest and most competitive economic sites in Europe. As first minister, I see the central task of policy to be creating the best possible conditions for economic growth and eliminating obstacles that stand in the way of creating new jobs. The requirements of the social market economy and its ‘inventor,’ Ludwig Erhard, are both clear guidelines and valuable standards.”

INSM-Statement: Dagmar Wöhrl, member of the Bundestag, parliamentary secretary in the office of the Federal Minister for Economics and Technology
“For me, the social market economy means that the days of either-or are over. Now the aim is to bring together what belongs together. Creating responsibility by increasing freedom. Risking a market economy, and thus promoting social responsibility. Only in this way can prosperity increase.”

INSM-Statement: Dirk Niebel, member of the Bundestag, Secretary General of the FDP
“The FDP is the party of the social market economy, the economic order in which the will to achieve can best be developed and the bases of social justice generated. We liberals oppose the rampant bureaucratic state economy. Only with more competitiveness, more innovation, and more flexibility will we achieve more opportunity for everyone and more jobs. Ludwig Erhard was right: people must get something out of their work and their industry—they must finally be left more net from their gross, through lower taxes. We liberals want to consistently apply this principle of the social market economy, as Ludwig Erhard saw it and as it has proved itself for decades.”

INSM-Aktion: Happy Birthday Soziale Marktwirtschaft – Kommentare von Unternehmern

14. August 2008

German Version

Ludwig Erhard etablierte 1948 die Soziale Marktwirtschaft in Westdeutschland. Die Freigabe der Preise, die Einführung der D-Mark und das neue System eines fairen, freien Wettbewerbs sorgten für einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg der alten Bundesrepublik. Erhards Versprechen, Wohlstand für alle, wurde für breite Schichten wahr. Zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft bat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zahlreiche Prominente um ihren Kommentar. Lesen Sie hier die Glückwunschadressen der Unternehmer und Wirtschaftsrepräsentanten Petra Ledendecker, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Klaus Wellershoff, Chefökonom der UBS, Martin Kannegiesser.

INSM-Statement: Petra Ledendecker, Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen
“Nur noch 31 Prozent haben laut Umfragen eine positive Einstellung zur Sozialen Marktwirtschaft. Diese Zahl ist erschreckend, denn die marktwirtschaftliche Ordnung mit sozialem Ausgleich ist nach wie vor das überzeugendste Wirtschaftssystem überhaupt. Ein starker Mittelstand und eine breite Mittelschicht sind die zentralen Stützen unserer Gesellschaft und Garanten für den sozialen Frieden im Land. Aus eigener Leistung zu bestehen, ist heute wie damals die am stärksten zu fördernde Fähigkeit unserer Unternehmen und Bürger.”

INSM-Statement: Dr. Patrick Adenauer, Präsident des Verbandes “Die Familienunternehmer - ASU”
“Ludwig Erhard war ein echter Revolutionär. Er hat eindrucksvoll bewiesen: Marktwirtschaftliche Freiheit schafft Wohlstand für alle. Heute ist dieses Ideal von Sozialer Markwirtschaft in Gefahr. Ein Übermaß an staatlicher Regulierung bedroht die wirtschaftliche Freiheit - und mit ihr die soziale Sicherheit.”

INSM-Statement: Dr. Klaus Wellershoff, Chefökonom der UBS
“Für mich ist Soziale Marktwirtschaft die Erinnerung an eine Gesellschaft, in der freie Märkte und sozialer Ausgleich Leitgedanken der Wirtschaftspolitik waren.”

INSM-Statement: Martin Kannegiesser, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall
“Soziale Marktwirtschaft heißt für mich, dass jeder die Chance erhält, sich wirtschaftlich frei zu entfalten und die Früchte seiner Anstrengungen zu ernten. Nur wenn Leistung sich lohnt, können wir den Wohlstand erwirtschaften, der Grundlage für jeden sozialen Ausgleich ist. Beeindruckt hat mich der Mut, mit dem Erhard gegen heftigsten Widerstand auch aus den eigenen Reihen die staatliche Bewirtschaftung aufgehoben und Preise und Löhne dem freien Spiel der Marktkräfte überantwortet hat.”

English Version

INSM Campaign: Happy Birthday Social Market Economy—Comments from Business

In 1948, Ludwig Erhard established the social market economy in West Germany. Price decontrol, introduction of the D-mark, and the new system of fair, free competition led to an unprecedented economic boom in the old Federal Republic. Erhard’s promise of prosperity for all came true for broad sectors of the public. On the 60th anniversary of the social market economy, the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) asked numerous prominent figures for their comments. Here you may read congratulatory statements by entrepreneurs and representatives of the economy Petra Ledendecker, Dr. Patrick Adenauer, Dr. Klaus Wellershoff, Chief Economist of UBS, and Martin Kannegiesser.

INSM-Statement: Petra Ledendecker, president of the Association of German Women in Business (Verband deutscher Unternehmerinnen)
“According to surveys, only 31 percent still have a positive attitude towards the social market economy. This figure is distressing, for the market system with social equilibrium remains the most persuasive economic system there is. A strong mid-level business sector and a broad middle class are the central pillars of our society and a guarantee of social peace in the country. The ability to survive by our own efforts is, today as then, the ability in our businesses and citizens that should be most strongly encouraged.”

INSM-Statement: Dr. Patrick Adenauer, president of the association “Family Businesses – ASU” (Die Familienunternehmer – ASU)
“Ludwig Erhard was a true revolutionary. He proved impressively that a free market economy creates prosperity for all. Today this ideal of a social market economy is in danger. An overabundance of state regulation threatens economic freedom—and with it, social security.”

INSM-Statement: Dr. Klaus Wellershoff, chief economist of UBS
“For me, the social market economy is a reminder of a society in which free markets and social equilibrium were the guiding concepts of economic policy.”

INSM-Statement: Martin Kannegiesser, president of the Gesamtmetall employers’ association
“The social market economy means, to me, that everyone receives the opportunity to develop economically and to reap the fruits of his efforts. Only if achievement is worthwhile can we create the prosperity that is the basis for social equilibrium. I was impressed by the courage with which Erhard, in the face of great resistance even from his own ranks, eliminated government control and gave over prices and wages to the free play of market forces.”

INSM-Aktion: Happy Birthday Soziale Marktwirtschaft – Kommentare von Wissenschaftlern

12. August 2008

German Version

Ludwig Erhard etablierte 1948 die Soziale Marktwirtschaft in Westdeutschland. Die Freigabe der Preise, die Einführung der D-Mark und das neue System eines fairen, freien Wettbewerbs sorgten für einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg der alten Bundesrepublik. Erhards Versprechen, Wohlstand für alle, wurde für breite Schichten wahr. Zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft bat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zahlreiche Prominente um ihren Kommentar. Lesen Sie, wie prominente Wissenschaftler das 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft kommentieren. Mit dabei sind Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), Prof. Dr. Claudia Kemfert, Professorin für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität Berlin, Hon.-Prof. Dr. Daniel Koerfer, Historiker am Friedrich-Meinecke-Institut der FU-Berlin, Prof. Dr. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos, Unternehmerin, Professorin für US-Außenpolitik an der Univ.Potsdam und FDP-Außen-und Sicherheitspolitikerin.

INSM-Statement: Prof. Dr. Claudia Kemfert, Professorin für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität Berlin
“Die Soziale Marktwirtschaft ist der elementare Grundstein des heutigen Wirtschaftens, ohne die individueller Wohlstand in der gesamten Bevölkerung kaum denkbar wäre.”

INSM-Statement: Hon.-Prof. Dr. Daniel Koerfer, Historiker am Friedrich-Meinecke-Institut der FU-Berlin
“Mit Ludwig Erhards Sozialer Marktwirtschaft hat unser überbordender, obendrein auf Pump finanzierter Sozialstaat kaum noch ewas zu tun. Dass sich dennoch nahezu alle Parteien ohne wirkliches Verständnis auf seine Wirtschaftskonzeption berufen, hat Erhard schon zu Lebzeiten maßlos geärgert. Zu einer “Revitalisierung der Marktwirtschaft” in seinem Sinne wird es aber nicht kommen - dafür fehlen die politischen Mehrheiten und die ökonomischen Grundkenntnisse bei Wählern wie Gewählten.”

INSM-Statement: Prof. Dr. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg
” Ludwig Erhard steht für die Balance zwischen Markt und Staat. Ein standfester Staat schafft klare Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb und lockt die Produktivkräfte des Marktes hervor. Das schafft zugleich Spielraum für soziale Korrekturen.”

INSM-Statement: Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank
“Wie Erhard wünsche ich mir, dass Zivilcourage als Wert in unserer Gesellschaft verstanden wird und damit die Basis für Selbstvertrauen etabliert wird. Nur dann hat Marktwirtschaft eine Chance und Wohlstand für alle kann entstehen.”

INSM-Statement: Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos, Unternehmerin, Professorin für US-Außenpolitik an der Univ. Potsdam und FDP-Außen-und Sicherheitspolitikerin
“Garant einer Sozialen Marktwirtschaft ist und bleibt die freie Marktwirtschaft. Für die Zukunftsfähigkeit unserer westlichen Demokratien ist daher ein ethischer Kapitalismus unabdingbar.”

INSM-Statement: Dr. Ulrike Reisach, Wirtschaftswissenschaftlerin und Autorin
“Ludwig Erhards Soziale Marktwirtschaft ist der Rahmen für das, was die deutsche Wirtschaft im globalen Wettbewerb auszeichnet: hohe Qualitätsmaßstäbe, langfristige Planung sowie Verlässlichkeit gegenüber Geschäftspartnern und Mitarbeitern.”

INSM-Statement: Dr. Hans-Jörg Hennecke, Privatdozent am Institut für Politikwissenschaften der Universität Duisburg-Essen
“Es gibt heutzutage viele falsche Freunde der Sozialen Marktwirtschaft, deren wichtigstes Argument für die Marktwirtschaft nur noch darin besteht, dass diese einen möglichst großzügigen Sozialstaat finanzieren hilft. Erhards Konzept der Sozialen Marktwirtschaft war dagegen ein Bekenntnis zu Selbstbestimmung und Selbstverantwortung als Grundwerten für alle Fragen der Wirtschafts- und der Sozialordnung. Erhards Botschaft lautete: Die Marktwirtschaft ist nicht wertlos, sondern die notwendige Bedingung für eine menschenwürdige Gesellschaft und deshalb sozial.”

INSM-Statement: Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), (Auszüge aus einem Aufsatz im Handelsblatt)
„Lange gab es nicht so viel Anlass wie heute, um über die Grundlagen unserer freiheitlichen Ordnung zu streiten. Das Auftreten der Linkspartei auf der politischen Bühne der Bundesrepublik Deutschland hat vielfältige Reaktionen nach sich gezogen: Aufregung, Ärger und Abscheu sind die gängigsten Antworten auf die neue politische Kraft. … Die massive Attacke auf die Neoliberalen hat, das ist immerhin erfreulich, die deutschen Medien dazu veranlasst, Lehrstücke über die Herkunft dieser intellektuellen Strömung zu verbreiten. Kaum eine anspruchsvolle Tages oder Wochenzeitung hat es versäumt, deren historische Wurzeln aufzudecken. Nun kann jeder, der es will, wissen, dass Walter Eucken, Alexander Rüstow, Wilhelm Röpke und andere es waren, die sich in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Neoliberale bezeichneten. Auf der Suche nach Antworten, auf das Desaster der Weltwirtschaftskrise und bei der damit verbundenen Wahrnehmung eines fundamentalen Versagens der ungeregelten Marktwirtschaft war es zu einer konzeptionellen Neujustierung von Freiheit, individueller Verantwortung und kollektiver Regelungszuständigkeit gekommen…. Bekennen wir uns. Es ist, wie der Blick in die Geistesgeschichte zeigt, ethisch bestens begründet. Ich bin ein Neoliberaler! Wie steht es mit Ihnen?

English Version

INSM Campaign: Happy Birthday Social Market Economy—Comments by Scholars

In 1948, Ludwig Erhard established the social market economy in West Germany. Price decontrol, introduction of the D-mark, and the new system of fair, free competition led to an unprecedented economic boom in the old Federal Republic. Erhard’s promise of prosperity for all came true for broad sectors of the public. On the 60th anniversary of the social market economy, the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) asked numerous prominent figures for their comments. Read what prominent scholars have to say about the 60th anniversary of the social market economy. Among them are Michael Hüther, director of the Institut der deutschen Wirtschaft (German Economics Institute) in Cologne and consultant to the Initiative New Social Market Economy; Professor Claudia Kemfert, professor of environmental economics at Humboldt University in Berlin; Honorary Professor Daniel Koerfer, historian at the Friedrich Meinecke Institute of the Free University of Berlin; Professor Joachim Möller, director of the Institute for Labor Market and Occupation Research in Nuremberg; Professor Norbert Walter, chief economist for Deutsche Bank; Professor Margarita Mathiopoulos, entrepreneur and professor of American foreign policy at the University of Potsdam and FDP foreign and security policy expert.

INSM-Statement: Prof. Claudia Kemfert, professor of environmental economics at Humboldt University Berlin

“The social market economy is the elementary cornerstone of economic activity today, without which individual prosperity in the overall population would hardly be imaginable.”

INSM-Statement: Honorary Professor Daniel Koerfer, historian at the Friedrich Meinecke Institute of the Free University Berlin

“Our excessive and credit-financed welfare state has little to do with Ludwig Erhard’s social market economy. The fact that, nevertheless, all the parties refer to his economic concept, without really understanding it, greatly annoyed Erhard even during his lifetime. But there will be no ‘revitalization of the market economy’ as he envisioned it – we lack the political majority and basic economic understanding among both the electors and the elected.”

INSM-Statement: Prof. Joachim Möller, director of the Institute for Labor Market and Occupation Research in Nuremberg

“Ludwig Erhard stands for the balance between market and state. A stable state creates clear conditions for fair competition and brings out the market’s productive forces. This simultaneously creates room for social corrections.”

INSM-Statement: Prof. Norbert Walter, chief economist of Deutsche Bank

“Like Erhard, I would like to see civil courage understood as a value in our society, and thus the establishment of a basis for self-confidence. Only then does the market economy have a chance, and can prosperity for all emerge.”

INSM-Statement: Prof. Margarita Mathiopoulos, entrepreneur, professor of US foreign policy at the University of Potsdam and FDP foreign and security policy expert

“The guarantee of a social market economy is and remains the free market. Thus ethical capitalism is indispensable for the sustainability of our western democracies.”

INSM-Statement: Dr. Ulrike Reisach, economist and author

“Ludwig Erhard’s social market economy is the framework for what distinguishes the German economy against the global competition: high standards of quality, long-term planning, and reliability towards business partners and workers.”

INSM-Statement: Dr. Hans-Jörg Hennecke, lecturer at the Institute for Political Sciences at the University of Duisburg-Essen

“Today there are many false friends of the social market economy, whose most important argument for the market economy consists only in the fact that it helps to finance the most generous possible welfare state. Erhard’s concept of the social market economy, in contrast, was a declaration of belief in self-determination and personal responsibility as basic values in all questions of economic and social ordering. Erhard’s message was: the market economy is not without values, but is the necessary condition for a humane society, and is therefore socially oriented.”

INSM-Statement: Michael Hüther, director of the Institut der deutschen Wirtschaft (German Economics Institute) in Cologne, consultant to the Initiative Social Market Economy (INSM) (excerpts from an essay in the Handelsblatt newspaper)

“It’s been a long time since there has been as much reason as today to argue about the bases of our peaceful order. The appearance of the Left Party on the political stage of the Federal Republic has brought with it a variety of reactions: agitation, annoyance and antipathy are the most common answers to the new political force . . . It is at any rate gratifying that the massive attacks on the neo-liberals have led the German media to propagate lessons on the origins of this intellectual current. Hardly a respectable daily or weekly has failed to reveal its historical roots. Now anyone who wants to can learn that Walter Eucken, Alexander Rüstow, Wilhelm Röpke and others were the ones who called themselves neo-liberals in the 30s of the past century. In search of answers to the disaster of the world economic crisis, and with the associated sense of a fundamental failure of the unregulated market economy, they arrived at a conceptual realignment of freedom, individual responsibility, and collective responsibility for rules. . . . Let us acknowledge it. As a glance at the history of ideas shows, it is excellently grounded ethically. I am a neo-liberal! What about you?”

INSM-Aktion: Happy Birthday Soziale Marktwirtschaft – Kommentare von Zeitzeugen

3. August 2008

German Version

Ludwig Erhard etablierte 1948 die Soziale Marktwirtschaft in Westdeutschland. Die Freigabe der Preise, die Einführung der D-Mark und das neue System eines fairen, freien Wettbewerbs sorgten für einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg der alten Bundesrepublik. Erhards Versprechen, Wohlstand für alle, wurde für breite Schichten wahr. Zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft bat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zahlreiche Prominente um ihren Kommentar.

Professor Kurt Biedenkopf, früherer CDU-Generalsekretär und Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, sowie der frühere Bundesbankpräsident Professor Hans Tietmeyer , heute Kuratoriumsvorsitzender der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), haben den Auftakt der Sozialen Marktwirtschaft im Jahr 1948 persönlich bewusst erlebt und den folgenden politischen Aufstieg der Bundesrepublik an zentralen Stellen mitgestaltet. Lesen Sie, was Biedenkopf und Tietmeyer heute, nach 60 Jahren über dieses Wirtschafts- und Sozialsystem zu sagen haben.

INSM-Statement: Professor Dr. Hans Tietmeyer, Bundesbankpräsident a. D., Staatssekretär a. D., Vorsitzender des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Die Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft werden in Zukunft gewiss nicht kleiner. Der weltweite Wettbewerb wird sich weiter verschärfen. Die Konjunktur wird schwieriger und der Inflationsdruck stärker. Damit steigt auch der Druck, die strukturellen Probleme in Deutschland weiter und nachhaltig zu korrigieren. Vor diesem Hintergrund ist eine Rückbesinnung auf die Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft umso wichtiger, gerade auch am 60. Jahrestag ihres Beginns. Gewiss, die Bedingungen sind heute anders als 1948 und werden sich weiter verändern. Aber Ludwig Erhards Erbe ist ein bleibender Auftrag für die Zukunft.

INSM-Statement von Professor Kurt BiedenkopfINSM-Statement: Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, CDU-Ministerpräsident a.D. des Freistaates Sachsen
“Was mir zu 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft als Erstes einfällt, ist die Entscheidung Ludwig Erhards, im Sommer 1948 die Bewirtschaftung aufzuheben. Es war für die Bevölkerung damals fast ein Schock, dass eine lange Zeit der Bewirtschaftung zu Ende gehen sollte. Diese Entscheidung wurde auch sehr bekämpft bis deutlich wurde, wie richtig sie war. Die Marktwirtschaft war stärker als jede planwirtschaftliche Verteilung, Produkte waren wieder da, die man nicht mehr hatte kaufen können und damit nahm eine Erfolgsgeschichte ihren Anfang. Das Zweite, was mir zu Ludwig Erhard einfällt, ist seine erfolgreiche Bemühung, zusammen mit anderen die Marktwirtschaft mit einer Wertordnung zu verbinden. Diese Wertordnung kommt auch in dem Begriff Soziale Marktwirtschaft zum Ausdruck. Es war kein ungebundener Liberalismus, sondern es war eine wertgebundene Marktwirtschaft.

Deshalb ist die Einführung der Marktwirtschaft nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine kulturelle und eine große politische Leistung für die Ludwig Erhard steht. Das Dritte, was ich zu ihm sagen möchte, ist, dass Ludwig Erhard bereits Mitte bis Ende der 50er Jahre gemerkt hat, dass die enorme Dynamik der Sozialen Marktwirtschaft außer Kontrolle gerät. Deshalb hat er schon damals die Bevölkerung aufgefordert sich zu begrenzen, das heißt Maß zu halten. Diese Maß haltenden Appelle wurden verlacht. Man hat nicht verstanden, dass die Zeit des Aufbaus und des Aufschwungs eine Ausnahmesituation ist und dass man diese Ausnahmesituation nicht perpetuieren könnte, das heißt zur normalen Situation erklären könnte. Man kann sagen, dass wir heute 60 Jahre später nach diesem Start uns mit einer ganzen Reihe der Folgen herumschlagen, die unter anderem darauf zurückzuführen sind, dass wir damals nicht Maß gehalten haben.”

English Version

INSM Campaign: Happy Birthday Social Market Economy—Comments by Contemporaries

In 1948, Ludwig Erhard established the social market economy in West Germany. Price decontrol, introduction of the D-mark, and the new system of fair, free competition led to an unprecedented economic boom in the old Federal Republic. Erhard’s promise of prosperity for all came true for broad sectors of the public. On the 60th anniversary of the social market economy, the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) asked numerous prominent figures for their comments.

Professor Kurt Biedenkopf, former CDU Secretary General and first minister of the state of Saxony, and former German Central Bank president Hans Tietmeyer, currently chairman of the board of trustees of the Initiative New Social Market Economy (INSM), personally experienced the beginnings of the social market economy in 1948 and were involved in crucial ways in shaping the subsequent rise of the Federal Republic. Read what Biedenkopf and Tietmeyer have to say today, 60 years later, about this economic and social system.

INSM-Statement: Professor Hans Tietmeyer, former president of the German Central Bank, former undersecretary, chairman of the board of trustees of the Initiative New Social Market Economy (INSM)

“The challenges for the German economy will certainly not be any less in the future. Worldwide competition will continue to grow. The economic situation will be more difficult and the pressure of inflation will be greater. This increases the pressure to continue to correct Germany’s structural problems sustainably. Against this backdrop, a return to the basic principles of the social market economy is all the more important, especially on the 60th anniversary of its beginnings. Certainly, conditions today are different than in 1948, and they will continue to change. But Ludwig Erhard’s legacy is an enduring mandate for the future.”

INSM-Statement: Professor Kurt Biedenkopf, former CDU first minister of the state of Saxony

“The first thing that occurs to me regarding the 60th anniversary of the social market economy is Ludwig Erhard’s decision to end rationing in summer 1948. At the time, it was almost a shock to the public that a long period of rationing was to end. The decision was strongly opposed, until it became clear how right it was. The market economy was stronger than any planned-economy distribution; products appeared once again that one hadn’t been able to buy, and thus a successful story began. The second thing that occurs to me regarding Ludwig Erhard is his successful effort, together with others, to connect the social market economy with a set of values. This set of values was expressed in the phrase social market economy. It was not unchecked liberalism, but a value-bound market economy.

Thus the introduction of the social market economy is not only an economic achievement, but also a cultural and a great political one, for which Ludwig Erhard stands. The third thing I would like to say about him is that Ludwig Erhard already noticed in the mid to late 1950s that the enormous dynamism of the social market economy was spinning out of control. Therefore, even then he called on the public to limit itself, that is, act in moderation. These calls for moderation were ridiculed. People did not understand that the period of rebuilding and recovery was an exceptional situation and that this exceptional situation could not be perpetuated, that is, declared to be the norm. One can say that today, 60 years after it began, we are dealing with a whole series of consequences that can be attributed, in part, to the fact that we didn’t act in moderation back then.”

INSM-Aktion: Happy Birthday Soziale Marktwirtschaft – Kommentare von zwei früheren Staatsoberhäuptern

30. Juli 2008

German Version

Ludwig Erhard etablierte 1948 die Soziale Marktwirtschaft in Westdeutschland. Die Freigabe der Preise, die Einführung der D-Mark und das neue System eines fairen, freien Wettbewerbs sorgten für einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg der alten Bundesrepublik. Erhards Versprechen, Wohlstand für alle, wurde für breite Schichten wahr. Zum 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft bat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zahlreiche Prominente um ihren Kommentar. Lesen Sie hier die Glückwunschadressen der früheren Bundespräsidenten Walter Scheel (FDP) und Roman Herzog (CDU).

INSM-Statement: Walter Scheel, Bundespräsident a.D.
“Ludwig Erhard war der erste bedeutende Politiker für mich, den ich habe öffentlich reden hören. Ich erinnere mich, wie ich als junger Mann mit der Bahn von Solingen nach Remscheid fuhr und nachhaltig von seiner Wahlrede beeindruckt war. Sowohl von der Person als auch von den Inhalten war ich nicht nur beeindruckt, sondern inhaltlich überzeugt. Und ich bin heute - 60 Jahre später - weiterhin von den damals entwickelten Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft überzeugt.”

INSM-Statement: Prof. Dr. Roman Herzog, Bundespräsident a.D.
“In der dynamisierten Welt unserer Zeit gibt es keine Planungssicherheiten mehr. Hier hilft nur noch das Prinzip von Versuch und Irrtum, und dieses funktioniert umso besser, je mehr Wissenschaftler und Erfinder, je mehr selbständige Unternehmer sich am Aufspüren und Lösen neuer Probleme und Chancen beteiligen. Sie müssen nur frei, gegenseitig unabhängig und hartnäckig sein, und je mehr es von ihnen gibt, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs. Das ist der innerste Sinn der Marktwirtschaft.”

English Version

INSM Campaign: Happy Birthday Social Market Economcy – Commentary by Two Former Heads of State

In 1948, Ludwig Erhard established the social market economy in West Germany. Price decontrol, introduction of the D-mark, and the new system of fair, free competition led to an unprecedented economic boom in the old Federal Republic. Erhard’s promise of prosperity for all came true for broad sectors of the public. On the 60th anniversary of the social market economy, the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) asked numerous prominent figures for their comments. Here you may read congratulatory statements from former German presidents Walter Scheel (FDP) and Roman Herzog (CDU).

INSM-Statement: Walter Scheel, former German president
“Ludwig Erhard was the first significant politician whom I heard speak publicly. I remember how, as a young man, I took the train from Solingen to Remscheid and was very impressed by his campaign speech. I was not only impressed, but substantively persuaded not only by the person but also by the content. And today, 60 years later, I continue to believe in the fundamentals of the social market economy that were developed back then.”

INSM-Statement: Prof. Roman Herzog, former German president
“In the dynamic world of our time, there is no longer any secure planning. The only principle that works is trial and error, and this functions all the better the more scientists and inventors, the more independent entrepreneurs, take part in detecting and solving new problems and chances. They must only be free, mutually independent, and stubborn, and the more of them there are, the greater the probability of success. That is the deepest meaning of the market economy.”

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit hat prominente Unterstützung gefunden.

28. Juli 2008

German Version

Bildungsdefizite, Bürokratie, hohe Lohnzusatzkosten - vom Kindes- bis zum Rentenalter sehen sich die Menschen in Deutschland mit Hürden konfrontiert, die sie daran hindern, durch eigene Arbeit, Initiative und Leistung beruflich erfolgreich zu sein. Unter dem Titel „Einstieg in Arbeit“ hat die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) eine neue Kampagne aufgelegt. Sie woll Wege zu einem einfacheren Einstieg in Arbeit aufzeigen und öffentlich diskutieren, damit zig Tausende Menschen eine neue Chance auf Beschäftigung, auf beruflichen und sozialen Aufstieg erhalten. Unterdessen hat diese Kampagne zahlreiche prominente Unterstützer gefunden. Lesen Sie hier die Statements von Prominenten, die gemeinsam mit der INSM dafür werben, dass zig tausende Menschen den Einstieg in Arbeit schaffen.

Der Schauspieler und Sportler Ralf Möller („Gladiator“): „Für junge Menschen ist es sehr wichtig, eine Perspektive im Leben zu haben. Deshalb ist es auch so entscheidend, sie beim Ersteinstieg in den Beruf zu unterstützen. Denn nur wer den Einstieg schafft, kann auch aufsteigen. Jede Stufe auf der Karriereleiter muss deshalb einzeln erklommen werden. Um den Einstieg in Arbeit zu schaffen, braucht man eine Menge Eigeninitiative, Mut und den nötigen Ehrgeiz. Nur so übersteht man auch Niederlagen und Enttäuschungen. Mein Tipp: Man muss die Dinge positiv angehen. Mit einem festen Glauben an sich selbst und genügend Durchhaltevermögen kann man jede Hürde meistern.“

Unterstützt Kampagne der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft): TV-Star Dieter-Thomas HeckDer Showmaster und TV-Moderator Dieter Thomas Heck: „Als junger Mensch will man sich im Job beweisen und sich weiterentwickeln. Meine Karriere als Entertainer und Sänger startete ich nach einer kaufmännischen Ausbildung. Ich wollte mich unbedingt vor Kamera und Mikrofon beweisen und bekam die Chance. Damit mehr Menschen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten, unterstütze ich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bei ihrer Kampagne ´Einstieg in Arbeit`.“

Die Doppel-Olympiasiegerin im Hochsprung, Ulrike Nasse-Meyfarth: „Gerade bei der Bildung müssen wir beispielsweise im Vergleich zu Schweden deutlich zulegen, damit neue Beschäftigung möglich wird.“

Mehr zum Thema finden Sie auf www.einstieginarbeit.de.

English Version

INSM Getting to Work Campaign has Gained Prominent Supporters

Educational deficits, bureaucracy, high supplemental wage costs: from childhood to retirement, Germans are confronted with obstacles that prevent them from achieving professional success through their own labor, initiative, and accomplishments. The INSM (Initiative New Social Market Economy) has initiated a new campaign titled “Getting to Work.” Its purpose is to demonstrate and publicly discuss ways to simplify entering the labor force, in order to give thousands of people a new chance to find work and advance professionally and socially. In the meantime, the campaign has attracted numerous prominent supporters. Here you can read statements by prominent individuals who, together with INSM, are promoting the opportunity for tens of thousands of people to find ways of getting to work.

Actor and athlete Ralf Möller (“Gladiator”): “It is very important for young people to have prospects in life. That is why it is so crucial to support them in first going to work. Only those who get started can advance.  Every step of the career ladder must therefore be climbed separately. To start working, one needs a great deal of personal initiative, courage, and the necessary ambition. Only in this way can one survive defeats and disappointments. My tip: you have to approach things positively.