Wachstum, Technologie und Institutionen Parameter der geschichtlichen Entwicklung

9. Februar 2008

German Version

Richard G. Lipsey

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

Seit der neolithischen Revolution vor 10 000 Jahren steuert das ökonomische Wachstum den Verlauf der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Langsam, aber unaufhaltsam hat sich der Mensch vom Jäger und Sammler, der sich ausschließlich natürlicher Ressourcen bediente, zum Produzenten von Konsumgütern gewandelt – Gütern, die häufig aus vom Menschen geschaffenen Materialien gefertigt werden. Ökonomen messen das Wirtschaftswachstum einer Nation an der Steigerung ihrer volkswirtschaftlichen Leistung, dem sogenannten Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP. Der Wert der produzierten Güter wird inflationsbereinigt in konstanten Preiseinheiten errechnet und an die sich verändernden Produktqualitäten angepasst. Im letzten Jahrhundert lagen die jährlichen Wachstumsraten von Industrienationen wie denen der EU bei 1 bis 3 Prozent, in Schwellenländern wie beispielsweise China im Schnitt bei 5 bis 9 Prozent, und andere Länder, wie zum Beispiel Zimbabwe, verzeichneten keine oder sogar negative Wachstumsraten.

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

English Version
Growth, Technology and Institutions.

By Richard G. Lipsey, Emeritus Professor of Economics at Simon Fraser University

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

Over the 10,000 years since the Neolithic Agricultural Revolution, economic growth has shaped human development. Slowly but decisively, we have changed from being hunters and gatherers, who relied goodsentirely on natural resources, into producers of the goods we consume that are often made with materials we ourselves have created. Economists measure economic growth by increases in the nation’s total output, called its gross domestic product or GDP. The quantities produced are valued in constant monetary units to remove the effects of inflation and adjusted for changes in product quality. Over the last century, growth rates have typically been 1-3% per year in the developed economies such as the EU, 5-9% in catch-up economies, such as China and zero or even negative in others, such as Zimbabwe.

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Wachstum für alle?

6. Februar 2008

German Version

Daron Acemoglu, Massachusetts Institute of Technology

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

Eine der zentralen Fragen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften lautet, warum manche Länder ärmer als andere sind. Die Unterschiede im Lebensstandard sind immens. An der Spitze der weltweiten Einkommensverteilung sind die Menschen dreißigmal reicher als am unteren Ende, gerechnet auf Basis der Kaufkraftparität (also unter Berücksichtigung dessen, dass dieselben Waren in ärmeren Ländern preiswerter als in reichen Ländern sind). So lag das Pro-Kopf-Einkommen in den Vereinigten Staaten im Jahr 2000 bei über 33 000 US-Dollar (bewertet zu den US-Dollar-Preisen von 1996). In Mexiko dagegen betrug es auf Basis der Kaufkraftparität unter 9 000 US-Dollar, in China unter 4 000 US-Dollar, in Indien unter 2 500 US-Dollar und in Nigeria nur rund 700 US-Dollar. Ohne Berücksichtigung der Kaufkraftparität klafft zwischen den reichsten und ärmsten Nationen sogar eine weit größere Lücke, nämlich das Fünfzigfache. Eigentlich ist die Ungleichheit noch ausgeprägter, weil es auch innerhalb der einzelnen Länder große Unterschiede zwischen Arm und Reich gibt. Somit bietet sich insgesamt in der Weltwirtschaft ein Bild krasser Ungleichheit, sowohl zwischen den Nationen als auch zwischen ihren Bürgern.

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

English Version

Growth For All?

By Daron Acemoglu, Massachusetts Institute of Technology

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

A central question of economics and social science is to understand why some countries are much poorer than others. Differences in living standards across countries are simply astounding. Those at the top of the world income distribution are more than thirty times as rich as those at the bottom once we make adjustments for differences in purchasing power party (the fact that the same bundle of goods is cheaper in poorer countries than in rich countries). For example, in 2000, income per capita in the United States was over $33000 (valued at 1996 US dollar prices). In contrast, after the purchasing power party adjustment, income per capita was less than $9000 in Mexico, less than $4000 in China, less than $2500 in India, and only about $700 in Nigeria. If we forgo the purchasing power party adjustments, the gap between the richest and poorest nations is even larger, almost fifty-fold. Inequality among the inhabitants of our world is even larger, since within each of these societies there are those who are much richer than the rest. Therefore, the overwhelming picture of the world economy today is one of inequality, both among nations and among the citizens of each nation.

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Über die Lissabon-Strategie hinaus

3. Februar 2008

German Version

Von Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez, Department of Economics, University of Oxford

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

Im März 2005 legte der Europäische Rat die Lissabon-Strategie neu auf, um die Europäische Union zum »wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten
Wirtschaftsraum der Welt« zu machen. Die ursprüngliche, im Jahr 2000 initiierte Strategie hat nach verbreiteter Meinung angesichts der schwachen makroökonomischen Leistung Europas wenig Fortschritte erzielt. Die Neuauflage der Strategie schlägt Maßnahmen an drei breiten Fronten vor: Makroökonomische Politik zur Schaffung der notwendigen Voraussetzungen für mehr Wachstum und Arbeitsplätze, mikroökonomische Politik zur Entwicklung Europas zu einem attraktiveren Arbeits-, Investitions- und Innovationsraum; Arbeitsmarktreformen zur Steigerung der Flexibilität und Qualifikation der Erwerbstätigen. Das ist ein ehrgeiziges Programm, das nach dem Dafürhalten der Kommission bis einschließlich 2010 3 Prozent zum EU-BIP beitragen und sechs Millionen Arbeitsplätze schaffen könnte. …

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

English Version

Beyond the Lisbon Agenda.

By Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez, Department of Economics, University of Oxford

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

In March 2005, the European Council relaunched the Lisbon strategy aiming to make the European Union “the most dynamic and competitive knowledge-based economy in the world”. The original strategy, launched in 2000, was widely acknowledged to have made little progress in the face of weak European macroeconomic performance. The relaunched strategy proposed action on three broad fronts: macroeconomic policy to create the necessary conditions for more growth and jobs; microeconomic policy to make Europe a more attractive place to work, invest, and innovate; labour market reforms to create a more flexible and skilled workforce. This is an ambitious agenda, which the Commission claims might add 3 per cent to EU GDP by 2010 and add 6 million jobs. …

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Ideale sind der Motor des Fortschritts

31. Januar 2008

German Version

Vom Dalai Lama

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

1. Wirtschaftswachstum unter der Prämisse der globalen Verantwortung
Durch meine zahlreichen Reisen habe ich das Glück, Menschen auf der ganzen Welt kennen zu lernen und an viele einprägsame Erlebnisse zurückdenken zu können. Leider entdecke ich jedoch auch Missstände, die mir große Sorgen bereiten. Auf einer dieser Reisen wurde ich dazu eingeladen, in einem sehr schönen, aber teuren Hotel zu übernachten. Es betrübte mich sehr, als ich aus dem Fenster meines komfortablen Hotelzimmers sah und auf der Straße Menschen erblickte, die keine Unterkunft für die Nacht hatten. In dieser Situation wurde mir erneut bewusst, unter welch unterschiedlichen Lebensbedingungen wir Menschen unser Dasein fristen. Ich fragte mich, welche Auswirkungen die technische und wirtschaftliche Entwicklung für unsere menschliche Gemeinschaft hat und was wir tun können, um das wirtschaftliche Wachstum auch jenen Menschen unserer Gesellschaft zugute kommen zu lassen, die bislang davon ausgeschlossen blieben. …

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

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Ideals are the Engine of Progress.

By the Dalai Lama

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

1. Economic growth under the assumption of universal responsibility
In the course of my numerous travels, I have had the unique opportunity to meet people around the world and gain many astonishing und remarkable insights, which I frequently refer to. Simultaneously however, I have also discovered many worrying grievances. During one of my journeys, I was invited to spend the night in a comfortable, but expensive hotel. As I looked outside the window of my pleasant room, I saw people living in the streets who did not have any shelter for the night. I found this deeply disturbing and it made me realize the harsh contrasts of various living conditions anew. I wondered what impact the technical and economic developments can have on the human community and further, what we can do to make these people profit from economic growth – precisely the ones who have so far been excluded from it altogether. …

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Die indische Sicht zur wirtschaftlichen Entwicklung

28. Januar 2008

German Version

Von Raghbendra Jha, Australia South Asia Research Centre, Research School of Pacific and Asian Studies, The Australian National University

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

Das indische Wirtschaftswachstum wurde nach der Unabhängigkeit über lange Zeit herablassend mit dem Begriff der »Hindu- Wachstumsrate« umschrieben, den der Ökonom Raj Krishna geprägt und der ehemalige Weltbankchef Robert McNamara aufgegriffen und verbreitet hat. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs in Indien im Gegensatz zu anderen Entwicklungsländern im Schnitt um rund 3,5 Prozent pro Jahr. Vor allem in ost- und südostasiatischen Entwicklungsländern waren deutlich höhere Wachstumsraten zu verzeichnen. Seit Mitte der achtziger Jahre hat Indien jedoch viele Beobachter überrascht, indem es plötzlich erheblich höhere und in letzter Zeit noch anziehende Wachstumsraten auswies. Dieses dynamischere Wachstum kommt keinesfalls zu früh. In Anbetracht des Umstands, dass 250 Millionen Inder in bitterster Armut leben, und angesichts der verbreiteten Akzeptanz der These vom Wirtschaftswachstum als zuverlässigstem Mittel zur Bekämpfung der Armut, hat der jüngste Wachstumsschub der indischen Wirtschaft die Hoffnung auf eine baldige maßgebliche Verbesserung des Lebensstandards der Inder und einen späten Aufstieg des Landes zum wichtigen Akteur in der Weltwirtschaft geweckt. …

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

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The Indian View of Economic Development.

By Raghbendra Jha, Australia South Asia Research Centre, Research School of Pacific and Asian Studies, The Australian National University

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

India’s economic growth for much of the period since independence was described as being characterized by “the Hindu rate of growth” — a term coined by the economist Raj Krishna and popularised by the former World Bank Chief Robert McNamara. Real Gross Domestic Product (GDP) grew at about 3.5 per cent per annum on average in contrast to several other developing countries, particularly in East and South-East-Asia that were growing much faster. Since the mid 1980s, however, India has surprised many commentators by clocking much higher, of late, even accelerating rates of growth. This higher growth has not come too soon. With more than 250 million Indians living in conditions of abject poverty and given widespread acceptance of the proposition that economic growth is the most trusted means of poverty reduction, the recent surge in Indian economic growth has kindled hopes that Indians may soon experience substantial improvements in living standards and that India may yet become an important economic player in the global economy. …

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Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung

25. Januar 2008

German Version

Von Ellen Johnson Sirleaf und Steven Radelet

Ellen Johnson Sirleaf ist Staatspräsidentin von Liberia. Ihr Co-Autor Steven Radelet ist Berater der liberianischen Regierung und Senior Fellow am Center for Global Development in Washington.

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

Manchmal scheint es, als kämen aus Afrika immer nur schlechte Nachrichten. Doch das ändert sich nun allmählich. Immer mehr Länder südlich der Sahara besitzen demokratische und leistungsfähige politische Strukturen, betreiben ein besseres makroökonomisches Management und bauen ihre Schuldenberge ab. Subsahara- Afrika, wie die Region auch genannt wird, kann auf erste Erfolge verweisen: Das Wirtschaftswachstum beschleunigt sich, es gibt Ansätze zur Armutsbekämpfung und die sozialen Indikatoren sehen zunehmend besser aus. Gleichzeitig wurden in jüngster Zeit einige der langwierigsten Konflikte auf dem Kontinent beendet, etwa in Angola, der Demokratischen Republik Kongo und Sierra Leone. Auch in Liberia herrscht Frieden: Nachdem das Land 14 Jahre lang von einem der brutalsten Bürgerkriege der Erde geschüttelt wurde, begibt es sich nun auf den langen Weg der wirtschaftlichen Erholung und Entwicklung. Natürlich bleibt noch sehr viel zu tun, aber diese hoffnungsvollen Signale aus Afrika versprechen einen Neuanfang und eine bessere Zukunft. …

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

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The Good News Out of Africa.

By Ellen Johnson Sirleaf and Steven Radelet

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

Ellen Johnson Sirleaf is the President of the Republic of Liberia. Steven Radelet is a Senior Fellow at the Center for Global Development in Washington.

Democracy, Stability, and the Renewal of Growth and Development

THE GOOD NEWS OUT OF AFRICA: DEMOCRACY, STABILITY, AND THE RENEWAL OF GROWTH AND DEVELOPMENT

Sometimes it seems that there is always bad news out of Africa. But fortunately things are beginning to slowly change for the better, at least in some parts of the continent. A growing group of sub-Saharan (SSA) countries are embracing democracy and good governance, instilling stronger macroeconomic management, and benefiting from significant debt relief. These countries are beginning to show results with faster economic growth, the beginnings of poverty reduction, and improvements in social indicators. At the same time, some of the most protracted conflicts around the continent have come to an end, including in Angola, the Democratic Republic of Congo, and Sierra Leone. Liberia, after fourteen years of some of the most brutal conflict on the planet, is now at peace, and is beginning the long road towards economic recovery and development. There is a long way to go, but these hopeful signs across Africa signal a promising new beginning and hope for a better future. …

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Manager-Gehälter: INSM-Berater Oswald Metzger im Wall Street Journal

24. Januar 2008

INSM-Berater Oswald Metzger schrieb im Wall Street Journal über Manager-Gehälter

In einem Aufsatz der Zeitung The Wall Street Journal nimmt Oswald Metzger, Berater der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) Stellung zur Debatte um Manager Gehälter:

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Sozialneid

Von Oswald Metzger

Deutschlands bürgerliche Parteien haben in den kommenden Wochen und Monaten wichtige Landtagswahlen vor sich. Und sie sehen sich neuer Konkurrenz durch die Linkspartei ausgesetzt, die aus ostdeutschen Post-Kommunisten und frustrierten Sozialdemokraten zusammengesetzt ist. Deren sozialistischer Populismus erweist sich als so ansteckend, dass sogar etablierte Parteien an Gefühle des Sozialneids appellieren, um Wähler anzuziehen. Einige Christ- und Sozialdemokraten rufen nun unisono nach staatlicher Begrenzung für „exzessive“ Managergehälter.

Das aktuelle Manager-Bashing erinnert mich an die „Heuschrecken“-Debatte des Jahres 2005. Heuschrecken – mit dieser abwertenden Tiermetapher hatten einige Sozialdemokraten im Wahlkampf Private Equity-Gesellschaften belegt und den angeblichen Ausverkauf Deutschlands beklagt. Die aktuelle Debatte um überzogene Managergehälter bedient erneut antikapitalistische Klischees und das Vorurteil, dass Wirtschaft generell verantwortungslos agiere.

Sie betrifft weniger als 100 Top-Manager. Und deshalb mögen Parteitaktiker glauben, dass sie damit ein geringes Risiko gehen. Soweit es um verlorene Managerstimmen geht, mag das wahr sein. Aber für das Land insgesamt ist diese Debatte gefährlich. Sie bewegt Deutschland nach links und kann dafür sorgen, dass sich die Ablehnung gegen Reformen zu einem Zeitpunkt verstärken kann, wo der weltweite Wettbewerb es nötig machen kann, Abgaben zu senken oder weitere Barrieren auf dem Arbeitsmarkt einzureißen, damit Unternehmen hierzulande besser arbeiten und neue Arbeitsplätze schaffen können.

Unabhängig von der Frage, ob Managergehälter in Einzelfällen tatsächlich „exzessiv“ sind: Die Debatte stigmatisiert eine ganze Berufsgruppe, die für Deutschlands wirtschaftlichen Erfolg eine Schlüsselfunktion hat. Die Chefs der 30 DAX-Konzerne verdienten im Jahr 2006 nach einer Untersuchung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz durchschnittlich 3,42 Millionen Euro. Doch in deutschen Chefetagen gehört nur eine verschwindend kleine Zahl an Vorständen zu diesen Spitzenverdienern! Nichtsdestotrotz werden alle Manager pauschal der Geldgier bezichtigt. Dabei verdienen sie deutlich weniger. Über 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind mittelständisch. Nach Daten der Unternehmensberatung Kienbaum verdienen Manager dort im Durchschnitt 260 000 Euro im Jahr, in kleineren Unternehmen 160 000 Euro.

Auch solche Gehälter mögen noch Neid auslösen. Aber wir nähern uns hier schon dem Einkommensniveau jener Politiker, die Managergehälter professionell aufgeregt pauschal »unmoralisch« finden.

Da in der aktuellen Debatte auch immer wieder von Manager-Abfindungen die Rede ist, sprechen wir doch einmal über ein Thema, das auch ich immer wieder öffentlich aufgegriffen habe: die Altersversorgung von Politikern. Bundesminister sind bereits nach 21 Monaten pensionsberechtigt. Die Spanne reicht nach Zahlen des Bundes der Steuerzahler bis zu einem Höchstsatz von 9168 Euro (nach 22 Jahren). Dafür müsste ein Durchschnittsverdiener laut Steuerzahler-Bund 352 Jahre lang in die Rentenkasse einzahlen!

Zu Recht können ein Minister und sicher auch ein Bundestagsabgeordneter die Frage stellen, ob jeder Durchschnittsverdiener seinen Job machen könnte. Zu Recht muss aber auch die Frage gestellt werden, ob ein Topmanager, der wie Wendelin Wiedeking, der den in Schwierigkeiten geratenen Autobauer Porsche wieder auf die Straße des Erfolges geführt hat, mit einem Durchschnittsverdiener verglichen werden kann. Dem Unternehmen geht es inzwischen so gut geht, dass auch die Frauen und Männer am Band im vergangenen Jahr 5200 Euro Erfolgsprämie bekommen haben. Und was sagen Wiedekings Mitarbeiter? Die gönnen ihrem Chef offenbar die Gage, weil es auch ihnen gut mit ihm geht. Der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück im letzten Monat: „Wir hatten schon einmal sehr günstige Vorstände. Die waren so günstig, dass wir fast Pleite gegangen wären.“

Wenn nur die politische Klasse in Berlin solches Vertrauen in marktwirtschaftliche Anreize hätte. Doch wie viel mehr darf ein Vorstand bekommen als ein Sachbearbeiter? Wollen wir einen neuen Staatsrat einrichten, der das festlegt? Was wäre, wenn dieser Staatsrat entschiede, dass ein Vorstand nicht mehr als das 20-fache eines Sachbearbeitergehaltes bekommen darf? Dies mag einem abstrakten Bedürfnis nach Gleichheit und Gerechtigkeit entgegenkommen. Aber es würde auch einen Exodus des Firmenführungsfachpersonals zur Folge haben; die Konsequenzen für Unternehmen und Mitarbeiter in Deutschland wären unabsehbar.

Doch warum hier aufhören? Auch andere verdienen Gehälter, die Menschen grün vor Neid werden lassen könnten. Nachdem sich der Staatsrat mit Deutschlands Manager befasst hat, könnte er seine Aufmerksam den fantastischen Einkommen zuwenden, die Pop Stars, Schauspieler oder Fußballstars kassieren – oder auch anderen, denen ein „exzessives“ Einkommen zugeschrieben wird. Mein Fazit: Wer Freiheit will, muss Ungleichheit ertragen – auch bei den Einkommen.

Auch ich räume ein, dass es Abfindungsregelungen und Verträge gibt, die nicht in Einklang mit den Leistungen von Managern zu stehen scheinen und deshalb exzessiv wirken. Aber es ist nicht der Staat, der darüber zu entscheiden hat. Vielmehr ist das Sache der Eigentümer. In der Debatte über Bezüge von Topmanagern muss sicher stärker über Aktionärsrechte gesprochen werden und aktive Aktionäre, die Exzesse begrenzen – insbesondere dann, wenn Manager hohe Gehälter kassieren, ohne Großes zu leisten. Nicht jede hoch bezahlte Führungskraft ist ein Wendelin Wiedeking.

Deutschland ist möglicherweise gut beraten, die Beispiele anderer Länder zu studieren – beispielsweise das Großbritanniens. Im Vereinigten Königreich müssen Vorstände öffentlich notierter Gesellschaften umfassende Berichte über ihre Gehälter, Pensionen und Aktienoptionen veröffentlichen und sich damit bei Hauptversammlungen zur Abstimmung stellen. Das geht weit über die Empfehlungen der Corporate Governance-Kommission in Deutschland hinaus.

Neuregelungen hierzulande sollten jedoch mit Augenmaß geschehen. Die Steuerstatistik zeigt, dass die obersten zehn Prozent der Steuerzahler bereits jetzt rund die Hälfte des staatlichen Einkommensteueraufkommens bestreiten. Die untere Hälfte der steuerpflichtigen Bevölkerung, die ein Einkommen von bis zu 27 200 Euro hat, trägt nur 7,5 Prozent des Aufkommens bei. Wer solche Zahlen vor Augen hat, muss eigentlich jedem Besserverdiener dankbar sein, der in Deutschland bleibt und Steuern zahlt.

Oswald Metzger, Jahrgang 1954, war von1994 bis 2002 Bundestagsabgeordneter und Haushaltsexperte der Fraktion B90/Die Grünen. Oswald Metzger war von 1994 bis 2002 Haushaltsexperte der Grünen im Bundestag. Er ist Berater des deutschen Think Tanks Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

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MONDAY, JANUARY 14, 2008 EDITORIALS & OPINION THE WALL STREET JOURNAL.

State of the Union / By Oswald Metzger

Social Envy

Berlin - With key state elections scheduled for the next few weeks and months, Germany’s mainstream parties are facing some fierce competition from the Left Party, an amalgam of East German post-Communists and disgruntled Social Democrats from the West. Their socialist populism has proved so infectious that even established parties are pandering to feelings of social envy to attract voters. Some Christian Democrats and Social Democrats now find unity in their calls for government caps on “excessive” manager salaries.

This manager-bashing is reminiscent of the “locust” debate in 2005. During the federal election campaign back then, some Social Democrats attacked private equity firms as an insect plague, bewailing the alleged sellout of corporate Germany. The current debate about manager salaries is again stirring up anticapitalist clichés, fueling public mistrust of “big business” as generally irresponsible and exploitative.

Since this campaign is in effect targeting a small group of fewer than 100 top managers, party tacticians may think this is a no-risk venture. In terms of lost manager votes, this may be true. But for the country as a whole, this debate is rather dangerous. It moves Germany to the left, hardening the public against further reforms at a time when global competition may make it necessary to lower taxes or break down barriers on the job market.

Leaving aside for a moment whether the charge of “excessive” pay could be justified in individual cases, the debate stigmatizes an entire group key to Germany’s economic success. While the CEOs of the DAX 30 companies earned OE3.42 million on average in 2006, according to a survey by the German Private Investor Association, this is not representative of Germany’s corporate sector. Most managers make far less but are still being tarnished as “money grabbers.”

More than 90% of all companies are medium-size enterprises where CEOs earn on average only OE260,000 a year, according to Kienbaum Consultants. The heads of smaller companies make even less, about OE160,000.

No doubt, even these kinds of salaries may still be capable of inspiring envy. However, we are already getting close to the income levels of those very politicians who cynically condemn manager salaries across the board as “immoral.”

Much criticism has also been poured on “excessive” severance payments. So let’s look for a moment at the retirement provisions for politicians. Government ministers are entitled to a pension after only 21 months in office. After 22 years of service, the pension can reach OE9,168 a month, according to the German Association of Taxpayers. An average worker in Germany, though, would have to pay 352 years into the statutory pension system to get this kind of money.

One may quite rightly question whether any average wage earner could do the job of a government minister, or indeed a member of parliament. However, it is also right to question whether a top manager can be compared with an average wage earner. Take Porsche CEO Wendelin Wiedeking, who has steered the once struggling auto maker back to the road of success. The company is doing so well that the men and women on the production line received a bonus of OE5,200 last year. Porsche employees obviously have no problem with their CEO’s paycheck. “We once used to have very inexpensive board of directors. They were so inexpensive that the company almost went broke,” Porsche Works Council Chief Uwe Hück said last month.

If only the political class in Berlin had such trust in the capitalist system of incentives. But how much more than a clerical worker is a top manager allowed to earn? Are we going to set up a new government advisory body to determine this? Let’s say this hypothetical government body decided that a top manager may not earn more than 20 times the salary of a clerical worker. This may satisfy some abstract sense of “justice” and “equity.” But it would also immediately trigger an exodus of top managers—and the consequences for companies and their employees in Germany would be incalculable.

But why stop there? There are plenty of salaries that could make people green with envy. Once it has taken care of Germany’s managers, this advisory body could turn its attention to the fantastic incomes pocketed by pop stars, actors or soccer players—or anyone else they may deem to earn an “excessive” salary. If you want freedom, though, you have to tolerate income inequality.

There are certainly remuneration packages and contracts that do not seem to correspond to the manager’s actual achievements and thus seem excessive. But it is not the government’s business to decide that. The manager’s salary is ultimately for the owner to set. No doubt, there is room in Germany to improve shareholder rights to prevent managers from pocketing high salaries without doing much in return. Not every highpaid executive is a Wendelin Wiedeking.

Germany could do worse than study the examples in other countries, not least those in the Anglo-Saxon world. In the U.K., for example, the boards of listed companies are required to publish comprehensive reports with details of salaries, pensions and share options. These reports have to be put to the vote at annual shareholder meetings. This by far exceeds the requirements of Germany’s corporate governance code.

However, let’s not rush toward new regulation. Statistics show that the top 10% of taxpayers already account for about half of the nation’s income- tax revenue. The lower half of the tax-paying population, with incomes of up to OE27,200, contributes only 7.5% of the national tax revenues. Anyone keeping these figures in mind would actually have to be grateful toward every high earner who remains in Germany and pays taxes.

Mr. Metzger, the Green party’s budget spokesman in the Bundestag from 1994 to 2002, left the Greens in 2007. He is a consultant to the German think tank Initiative for a New Social Market Economy (INSM).

Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika

22. Januar 2008

German Version

Von John Mukum Mbaku, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Weber State University, Utah

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

Im ausgehenden ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist Afrika trotz seines Reichtums an Menschen und Bodenschätzen nach wie vor die ärmste Region der Welt (siehe etwa UNDP, 2004, 2005, 2006). Aus welchen Gründen ist es den afrikanischen Ländern nicht gelungen, die Lebensqualität ihrer Bürger maßgeblich zu verbessern? Alle Anhaltspunkte weisen auf eine extrem schwache makroökonomische Leistung hin. Tatsächlich konnten nur wenige Länder in der Zeit seit der Unabhängigkeit (insbesondere Botswana und Mauritius) nachhaltiges Wirtschaftswachstum herbeiführen (Mbaku, 2004; Parsons und Robinson, 2006). Für das Scheitern der afrikanischen Länder bei der Generierung des Wohlstands, den sie für eine effektive Bekämpfung der Armut und eine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen benötigen, werden viele Gründe angeführt. Am stärksten gehemmt wird das Wirtschaftswachstum auf dem afrikanischen Kontinent jedoch durch das Fehlen von Gesetzen und Institutionen, die die Entstehung von Wohlstand fördern. Diese Institutionen müssen (1) die Macht von Staatsfunktionären (das heißt Beamten und Politikern) angemessen und effektiv begrenzen und damit verhindern, dass sich diese auf Korruption, Rent Seeking1 und andere opportunistische Verhaltensweisen einlassen, (2) die friedliche Koexistenz der vielfältigen Bevölkerungsgruppen jedes Landes fördern und (3) Unternehmern die richtigen Anreize liefern – solche nämlich, die sie motivieren und ihre Fähigkeit zur produktiven Betätigung erhöhen. Vor allem aber muss die Betei ligung von historisch marginalisierten und benachteiligten Gruppen und Gemeinschaften (zum Beispiel Frauen, ethnische Minderheiten, Bewohner ländlicher Gegenden und diejenigen, die durch wirtschaftliche Umstände gezwungen sind, in der Peripherie der Städte zu leben) am Wirtschaftswachstum maximiert werden. Nur durch einen solchen Prozess kann Afrika aus eigener Kraft den Weg zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum beschreiten. …

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

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Institutions, Entrepreneurship and Economic Growth in Africa

By John Mukum Mbaku, Department of Economics, Weber State University, Utah

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

As the first decade of the new millennium comes to an end, Africa remains the poorest region of the world despite its large endowments of human and natural resources (see, e.g., UNDP, 2004, 2005, 2006). Why have the African countries failed to significantly improve the quality of life for their citizens? The evidence points to extremely poor macroeconomic performance. In fact, only a few countries (notably Botswana and Mauritius) have been able to achieve sustained economic growth in the post-independence period (Mbaku, 2004; Parsons and Robinson, 2006). While many reasons have been advanced to explain the failure of African countries to create the wealth that they need to deal effectively with poverty and significantly improve human conditions, the absence of laws and institutions that enhance the creation of wealth is the main constraint to economic growth in the continent. These institutions must (1) adequately and effectively constrain state custodians (i.e., civil servants and politicians) and hence, prevent them from engaging in corruption, rent seeking and other opportunistic activities; (2) promote the peaceful coexistence of each country’s diverse population groups; and (3) provide entrepreneurs with the right type of incentives—those that encourage them and enhance their ability to engage in productive activities. It is especially important that the participation of historically marginalized and deprived groups and communities in economic growth (e.g., women, ethnic minorities, rural inhabitants, and those forced by economic circumstances to live on the urban periphery) be maximized. It is only through such a process that Africa can place itself on the road to sustainable economic growth. …

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Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit

19. Januar 2008

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Von Achim Steiner

Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

In den vergangenen 25 Jahren ist die Weltwirtschaft um mehr als das Doppelte gewachsen (siehe Abbildung 1).1 Seit 20 Jahren ist die absolute Zahl der Menschen, die von weniger als einem Dollar täglich leben müssen, rückläufig. Zu verdanken ist dies insbesondere der massiven Bekämpfung der Armut in China und Indien.2 Doch diese Entwicklung hat auch ihre Schattenseiten: Weltweit sind 60 Prozent der Ökosystemdienstleistungen – also ökologische Prozesse oder Funktionen, die für den Menschen einen Nutzen haben – bereits beeinträchtigt, oder sie werden nicht nachhaltig genutzt.3 So verschwinden Jahr für Jahr weltweit 13 Millionen Hektar Waldgebiete – das entspricht der Fläche Griechenlands. 4 Warum steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP), aber die Umweltqualität sinkt? Und welche Folgen hat es, wenn dieser eingeschlagene Weg fortgesetzt wird? …

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

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Natural Capital – the Key to Sustainable Growth.

By Achim Steiner, UN Under-Secretary General and Executive Director, United Nations Environment Programs (UNEP)

A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

Over the last 25 years, the world economy has more than doubled (see Figure 1). Over the last 20 years, the absolute number of people living on less than one dollar a day has started to drop thanks mainly to the massive poverty reduction efforts in China and India. This achievement, however, is in contrast to the 60% of the world’s ecosystem services that are found degraded or used unsustainably. Each year, for example, 13 million ha of the world’s forests – the size of Greece – disappear. Why does GDP go up but environmental quality goes down and what will be the consequences if this trajectory is maintained? …

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INSM-Beilage im Jugendmagazin des Rheinischen Merkurs: Erfolgreiche – und was sie als Schüler gedacht und gemacht haben

16. Januar 2008

Hier geht es zum Mercury-Special der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

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Köln/Bonn – Wussten Sie, was Roland Berger als Oberstufenschüler in Nürnberg gemacht hat und warum er sich für eine Laufbahn als Unternehmer entschieden hat? Interessiert es Sie, von welchem Beruf Olympia-Legende Ulrike Nasse-Meyfarth als Teenager geträumt hat? In einer INSM-Beilage von Mercury, dem Jugendmagazin der in Bonn erscheinenden Wochenzeitung Rheinischer Merkur, erzählen Berger, Nasse-Meyfarth sowie die Steuerjuristin Professor Johanna Hey und der Kölner Rechtsanwalt Dr. Mathias Dieth über ihre Wege in den Beruf und geben Karriere-Tipps für Teens. Lektüre für Kids über Menschen, die mit gutem Beispiel vorangegangen sind.

Die Artikel und Interviews sind auch online abrufbar. Auf www.wassollwerden.de, dem Jugendportal der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

P. S. Roland Berger, heute Aufsichtsratsvorsitzender der Roland Berger Strategy Consultants, ist jüngst 70 Jahre alt geworden. Seit seinem 63. Lebensjahr ist er ehrenamtlich als Botschafter für die INSM aktiv. Zum Geburtstag gab er der Süddeutschen Zeitung ein Interview. Zitat: „Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug für die freie Marktwirtschaft eintreten. Sie hat viele Fehler und ist doch die beste Wirtschaftsform, die ich kenne. Aber sie lebt von der Akzeptanz.” Darum müssten Wirtschaftsleute sich bemühen.

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INSM supplement in the youth magazine of the Rheinischer Merkur newspaper: Successful people – and their thoughts and deeds as school students

Cologne/Bonn – Did you know what Roland Berger did when he was at senior high school in Nuremberg and why he decided on a career in business? Are you interested in knowing which profession Olympic legend Ulrike Nasse-Meyfarth dreamed about as a teenager? In an INSM supplement to “Mercury”, the youth magazine of the Bonn weekly newspaper Rheinischer Merkur, Berger, Nasse-Meyfarth, the tax law expert Professor Johanna Hey and the Cologne lawyer Dr. Mathias Dieth talk about how they got into their professions and give career tips for teens. Reading material for kids about people who set a good example.

The articles and interviews are also available online. At www.wassollwerden.de, the youth portal of the Initiative for a New Social Market Economy.

P. S.: Roland Berger, currently chairman of the board of Roland Berger Strategy Consultants, recently celebrated his 70th birthday. Since the age of 63 he has been acting as an unpaid ambassador for the INSM. On the occasion of his birthday he gave an interview to the Süddeutsche Zeitung newspaper. Quote: “Until I draw my last breath I will stand up for the free market economy. It has a lot of shortcomings but it is still the best economic system that I know. However, it needs acceptance to survive.” This is something that the business community has to work towards achieving.

Wie Europa zu mehr Wachstum kommt

15. Januar 2008

Jean-Claude Trichet, EZB-PräsidentGerman Version

Von Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank
Ein Beitrag zum INSM-Buch Chancen des Wachstums

Im Jahre 1999 haben elf europäische Staaten die gemeinsame Euro-Währung eingeführt, 2001 folgte Griechenland. Anfang des Jahres 2007 ist Slowenien dem Währungsgebiet beigetreten. Die Einführung des Euro war ein großartiger Erfolg – das wird nicht nur in Europa so empfunden, sondern weltweit. Doch um die Vorteile des Euro auch weiterhin voll ausschöpfen zu können, muss Europa noch einige große Herausforderungen bewältigen, die umfangreiche politische Maßnahmen erfordern. Wenn man die wirtschaftliche Leistung des Euro-Währungsgebiets in Bezug auf das Wachstum mit jener der Vereinigten Staaten vergleicht, so zeigt sich ganz deutlich, dass wir noch große Fortschritte machen müssen. Seit 1996 liegt die jährliche Wachstumsrate im Euro-Währungsgebiet bei durchschnittlich 2,1 Prozent pro Jahr gegenüber 3,3 Prozent in den Vereinigten Staaten, was ein sehr mäßiges Wachstumspotenzial im Euroraum widerspiegelt. Somit stellt heute die Steigerung des Potenzialwachstums in Europa eine Priorität für den Euroraum dar, denn das Potenzialwachstum ist einer der wichtigsten Katalysatoren für die Verbesserung des Lebensstandards. Auch für die Zentralbank ist dies ein wichtiges Thema, da das Produktionspotenzial als das maximale Produktionsniveau angesehen werden kann, das eine Volkswirtschaft mittel- und langfristig ohne Inflationsanstieg verkraften kann. …

Mehr dazu finden Sie in Chancen des Wachstums, ein Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Bezugsquellen finden Sie hier.

English Version
How to elevate the potential growth rate of Europe.

By Jean-Claude Trichet, President of the European Central Bank
A contribution to the INSM-volume Visions of Growth

In 1999, 11 European countries introduced the single currency, followed later by Greece. Slovenia has joined the euro in january. The introduction of the euro has been a remarkable success, acknowledged not only in Europe but in the whole world. However, to continue fully exploiting the benefits of the euro, Europe has to face important challenges that require major policy measures. Indeed, when comparing the euro area’s economic performance to that of the US in terms of growth, there is clear evidence of the fact that we have still a lot of progress to make. Since 1996, the annual growth rate in the euro area has averaged 2.1% per year2 compared with 3.4% in the US, reflecting a particularly mediocre euro area’s growth potential. As a result, while in 1996, the GDP per capita level in PPP in the euro area represented 84% of the US level, it represented only 76% in 2005. Increasing potential output growth in Europe is today a priority for the euro area, as potential output growth is one of the major catalysts for improvement in living standards. It is also an important issue for the central bank, as potential output can be thought of as the maximum output an economy can sustain in the medium and long term without a rise in inflation. …

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Reaktion auf INSM-Studie zum Antidiskriminierungsgesetz: Bund richtet Expertenkommission ein, um AGG-Folgen auszuloten

14. Januar 2008

German Version

Berlin/Friedrichshafen – Professor Heinrich Wilms, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Medienrecht und Rechtsphilosophie an der Zeppelin Universität (ZU), ist zum Vorsitzenden einer neuen „Kommission zur Wertegesellschaft als ökonomischer Faktor. Für ein nachhaltiges Bündnis mit der Wirtschaft” berufen worden. „Die Kommission kann einen Beitrag zur ethischen Orientierung von Wirtschaft und Gesellschaft liefern, was gerade im Zeitalter der Globalisierung von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist”, sagte Wilms der Schwäbischen Zeitung. Die Kommission beschrieb das Blatt wie folgt: „Das siebenköpfige Gremium setzt sich aus Juristen, Wirtschaftswissenschaftlern und Philosophen zusammen. Es soll für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Studie der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bewerten, nach der sich die Gesetzesfolgekosten der Unternehmen auf 1,73 Milliarden Euro belaufen.”

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte der Kommissionsvorsitzende Professor Wilms zum AGG-Gutachten der INSM: „Wir nehmen die Bedenken der Wirtschaft ernst und ihre Klagen über höheren Bürokratieaufwand. Diese Einwände wird die Kommission wissenschaftlich untersuchen. Zugleich wollen wir den Firmen aber auch klarmachen, dass sich ethisches Verhalten lohnt.“

Hartmut SchauerteHarte Kritik am AGG hatte es zum Erscheinen der INSM-Expertise Mitte August auch aus den Reihen der Bundesregierung selbst gegeben. Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, hatte erklärt, man könne nicht zur Tagesordnung übergehen, wenn fünf von sechs Unternehmen in Deutschland mit dem Gesetz im Wesentlichen zusätzliche Bürokratie verbinden. Die Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gebe Anlass, „sich verstärkt mit den Folgen des Gesetzes insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen auseinander zu setzen“, so die Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums.

Die INSM-Studie zu den Folgen des Antidiskriminierungsgesetzes im Internet:
http://www.insm-tagebuch.de/index.php?s=Antidiskriminierungsgesetz

English Version

Reaction to INSM study on the anti-discrimination act: Government appoints expert commission to sound out the consequences of the anti-discrimination act

Berlin/Friedrichshafen – Professor Heinrich Wilms, holder of the chair of public law, media law and philosophy of law at Zeppelin University (ZU), has been appointed chairman of a new “Commission on the values-based society as an economic factor. In favor of a sustainable alliance with business”. “The commission can make a contribution to the ethical orientation of business and society, the significance of which should not be undervalued, particularly in this era of globalization”, Wilms told the Schwäbische Zeitung newspaper. The newspaper described the commission as follows: “The seven-strong panel is made up of jurists, economists and philosophers. On behalf of the government’s anti-discrimination department the commission will evaluate the study carried out by the business-allied Initiative for a New Social Market Economy, according to which the consequential costs for businesses resulting from the act amount to 1.73 billion euros.”

In an interview with the Süddeutsche Zeitung newspaper, commission chair Professor Wilms commented on the INSM’s survey of the anti-discrimination act: “We are taking the concerns of the business community and their complaints of higher bureaucratic expenditure seriously. The commission will investigate these objections scientifically. However, at the same time we also want to make clear to businesses that ethical conduct is worthwhile.”

There had also been strong criticism of the anti-discrimination act from within the government’s own ranks when the INSM survey appeared in mid August. Hartmut Schauerte, parliamentary secretary of state in the Federal Ministry of Economics, had declared that it was not possible to simply carry on as usual when five out of six companies in Germany largely associate the act with extra bureaucracy. The study carried out by the Initiative for a New Social Market Economy (INSM) gave reason “to look deeper into the consequences of the act, particularly for SMEs”, stated the press release from the Federal Ministry of Economics.

The INSM study on the consequences of the anti-discrimination act on the internet:
http://www.insm-tagebuch.de/index.php?s=Antidiskriminierungsgesetz

INSM-Studie: 698 Gesetze auf dem Prüfstand

12. Januar 2008

INSM-Studie Gesetzescheck: Hier geht es zur Website.German Version

Staatsrechtler kritisiert Koalitions-Kauderwelsch und „Schlamperei“ in der Gesetzgebung

Berlin/Hamburg – „Gesetzgebung laut Studie voller Mängel“, titelte Focus online. Anlass: eine am 29. November vorgestellte Studie des Hamburger Staatsrechtlers Professor Ulrich Karpen im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Mehr als drei Viertel der neu erlassenen Gesetze verursachen noch höhere Bürokratiekosten. Weit mehr als die Hälfte aller Gesetze werden nach kurzer Zeit wieder geändert, jedes zweite Paragraphenwerk der Großen Koalition enthält schlicht unverständliches Kauderwelsch.

Für „unlesbaren Paragraphenwahn“ hält Karpen beispielsweise diese Formulierung:

„(Rinder): Anforderungen nach dem Anhang der Entscheidung der Kommission 84/247 EWG vom 27. April 1984 zur Festlegung der Kriterien für die Anerkennung von Züchtervereinigungen und Zuchtorganisationen, die Zuchtbücher für reinrassige Zuchtrinder halten oder einrichten (Abl EG Nr. L 125 S. 58) sowie bei Vorliegen von genetischen Besonderheiten und Erbfehlern nach Kapitel III Nr. 1 letzter Absatz des Anhangs der Entscheidung der Kommission 2006/427 EG vom 20. Juni 2006 über die Methoden der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung bei reinrassigen Zuchtrindern (Abl. EU Nr. L 169 S. 56)“.

Oder auch diese Passage aus der „Neunten Verordnung zur Änderung der Binnenmarkt-Tierseuchen-Schutzverordnung“:

„Die Verordnung regelt auch das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Einfuhr nicht in Satz 1 Nr. 1 aufgeführter Tiere, die für Zoos, Wildparke oder sonstige Einrichtungen bestimmt sind, die nach den zur Umsetzung des Artikels 13 der Richtlinie 92/65 EWG des Rates vom 13. Juli 1992 über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425 EWG unterliegen (ABl. EG Nr. L 268 S. 64) in der jeweils geltenden Fassung erlassenen jeweiligen innerstaatlichen Vorschriften zugelassen sind.“

Der Professor ärgert sich auch über „schlampig“ gemachte Gesetze, die wieder geändert werden müssen, und nennt als ein Beispiel die Korrektur der Viehverkehrsordnung zur Höhe der Ohrmarken für Rinder von 68mm auf 58mm.

„Wenn die Gesetze für den Bürger nicht mehr verständlich sind, können sie auch nicht korrekt angewandt werden und verursachen dadurch Rechtsunsicherheit“, kritisierte INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

Viele Gesetze der Großen Koalition verursachen höhere Bürokratiekosten. Als ein besonders krasses Beispiel nennt Professor Karpen in seiner Studie das vor gut einem Jahr in Kraft getretene Antidiskriminierungsgesetz. Es hat die Wirtschaft nach einer anderen Untersuchung der INSM 1,7 Milliarden Euro gekostet.

Die detaillierten Auswertungen aller 698 Gesetze und Normen ist im Netz unter www.insm-gesetzescheck.de zu finden. Die Studie im Netz

English Version

INSM study: 698 laws put to the test - Constitutional law expert criticizes coalition gobbledygook and “sloppiness” in legislation

Berlin/Hamburg – “Legislation full of shortcomings” headlined Focus Online news magazine. The reason: A study by the Hamburg constitutional law expert Professor Ulrich Karpen on behalf of the Initiative for a New Social Market Economy (INSM), presented on 29 November. More than three quarters of newly passed laws create even higher bureaucratic costs. Far more than the half of all laws are amended again after a short period; every second legislative article produced by the Grand Coalition quite simply contains incomprehensible gobbledygook.

For example, Karpen considers the following formulation to be “indecipherable legal mumbo-jumbo”:

“(Cattle): Requirements pursuant to the Appendix to Commission Ruling 84/247 EEC of 27 April 1984 to determine the criteria for the approval of breeder associations and organizations which keep or establish breeding records for purebred breeding cattle (Official Journal EU No. L 125 P. 58) and in the event of genetic peculiarities and hereditary defects as per Chapter III No. 1 last paragraph of the Appendix to Commission Ruling 2006/427 EU of 20 June 2006 concerning methods of performance testing and breed value assessment (Official Journal EU No. L 169 P. 56)”.

Or this passage from the “Ninth Ordinance for the Amendment of the Regulation on Protecting against Epizootic Diseases in the Single European Market”:

“The regulation also governs the bringing in and importing within EU member states of animals not listed in Clause 1 No. 1 and which are intended for zoos, wildlife parks or other establishments permitted pursuant to the respective domestic regulations passed for the purpose of implementing Article 13 of Council Directive 92/65/EEC of 13 July 1992 laying down animal health requirements for trade in and imports into the Community of animals, semen, ova and embryos not subject to specific Community rules referred to in Annex A (I) to Directive 90/425/EEC and as amended (Official Journal EC No. L 268 P. 64).”

The professor is also annoyed at “sloppily” executed laws that have to be amended again and gives as an example the correction to the Cattle Transportation Act which changed the height of cattle earmarks from 68 mm to 58 mm.

“If laws can no longer be understood by the public then they can also not be correctly applied and therefore cause legal uncertainty”. This was the criticism voiced by INSM managing director Max A. Höfer when the study was presented in Berlin.

Many laws passed by the Grand Coalition are creating higher bureaucratic costs. A particularly blatant example cited by professor Karpen in his study is the anti-discrimination law that came into force a good year ago. According to another INSM study it has cost the economy 1.7 billion euros.

For a detailed assessment of all 698 laws and standards go to www.insm-gesetzescheck.de. The study can be found on the internet on the Focus magazine site.

INSM-Studie zur Entwicklung der Beamten-Pensionen

10. Januar 2008

German Version

Pensionäre hängen Rentner ab – bundesweite Gerechtigkeitsdebatte

Berlin –Wenn die Altersversorgung im Öffentlichen Dienst nicht radikal reformiert wird, könnte ein Durchschnittspensionär in gut einem Jahrzehnt rund 125 Prozent mehr Geld bekommen als der durchschnittliche Rentner. Bereits jetzt liegt die Beamtenpension im Schnitt um 95,6 Prozent über der Durchschnittsrente. Zu diesem Ergebnis kam Professor Winfried Fuest, Mitglied der Geschäftsführung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), in exklusiven Berechnungen für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

In absoluten Zahlen ausgedrückt bietet sich folgendes Bild: Ein Durchschnittspensionär erhält aktuell 2300 Euro monatlich. Ein Eckrentner bekommt 1176 Euro. Der Pensionär verbucht demnach 1124 Euro mehr als der Standardrentner (95,6 Prozent mehr). Im Jahr 2018 könnte die Kluft bei den Alterseinkünften nach Fuests Berechnungen ohne durchgreifende Reformen der Altersversorgung im Öffentlichen Dienst folgendermaßen aussehen: Ein Standardrentner bezieht dann 1307 Euro Rente. Ein Durchschnittspensionär wird dann 2939 Euro erhalten. Differenz zwischen Pensionär und Rentner: 1632 Euro. Das entspricht 124,9 Prozent einer Standardrente im Jahr 2018.

Die INSM-Studie löste in der letzten Novemberwoche eine bundesweite Debatte über die Altersversorgung im Öffentlichen Dienst aus. Die Kölner Boulevardzeitung EXPRESS schrieb: „Experte warnt: Pensionäre hängen Rentner ab.“ Der Artikel schloss mit einem Zitat von Studienautor Fuest: „Bis 2050 drohen die Ausgaben von Bund und Ländern für die Pensionäre auf 137,1 Milliarden pro Jahr zu steigen. Das wäre sechsmal so viel wie heute – und schlicht unbezahlbar.” Die Agentur ddp verbreitete eine Vorabmeldung des Blattes bundesweit.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung griff das Thema unter der Schlagzeile „Pensionäre in „grob ungerechtem Ausmaß“ bevorteilt“ auf. Zusätzliche Dynamik gewann die Nachricht, als sich der Kölner SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach in die Debatte um die Beamtenpensionen einschaltete. „Es ist für normale Arbeitnehmer nicht einzusehen, dass sie länger arbeiten sollen und ihre Renten kaum steigen, während vergleichbare Abstriche bei den Beamtenpensionen ausbleiben”, sagte er dem EXPRESS. Karl Lauterbach, SPD-AbgeordneterLauterbach weiter: „Neben dem Bund sollten alle Länder das Pensionsalter für Beamte auf 67 Jahre anheben. Ohne weitere Einschnitte müssten einige Länder schon in 20 Jahren mehr für Pensionen ausgeben als für ihre Beamten.“ Damit stellte sich der frühere Berater von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hinter eine zentrale Forderung von Studienautor Professor Winfried Fuest. Auch die BILD-Zeitung machte die Beamtenpensionen zum Thema und zitierte den INSM-Berater Fuest unter anderem mit dem Satz: „Wir brauchen keine überbezahlten Pensionäre.“

Alles über die Studie finden Sie im Netz unter http://www.insmtagebuch.de/index.php?s=Beamten-Pension

English Version

INSM study on changes in the civil service pension: Retired civil servants leave other pensioners behind – nationwide debate over fairness

Berlin – If retirement provision in the civil service is not radically reformed, within a decade the standard recipient of a civil service pension could be getting 125 percent more money than the average pensioner. Even now, the civil service pension is on average 95.6 percent higher than the standard retirement pension. This was the result reached by Professor Winfried Fuest, member of the board of the German Institute for Economic Research in Cologne (IW) in calculations done exclusively for the Initiative for a New Social Market Economy.

Expressed in absolute figures the following scenario is possible: The average recipient of a civil service pension currently receives 2300 euros per month. A standard pensioner receives 1176 euros. The retired civil servant is therefore paid 1124 euros more than the standard pensioner (95.6 percent more). According to Fuest’s calculation