VI. Ludwig Erhard-Lecture der INSM, Rede von Professor Phelps (Teil 1)

German Version

Edmund S. Phelps, Professor an der Columbia University New York, Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften

INSM-Redner Professor Edmund S. PhelpsSind ökonomische Dynamik und Soziale Marktwirtschaft vereinbar?

Ich fühle mich geehrt, die Ludwig Erhard Lecture halten zu dürfen – ganz besonders im 50. Erscheinungsjahr von Ludwig Erhards Buch Wohlstand für alle. Ich wurde eingeladen, um über Deutschlands Wirtschaftssystem zu sprechen – die so genannte Soziale Marktwirtschaft. Rund um dieses Wirtschaftssystem werden einige wichtige Fragen gestellt:

Hat es im internationalen Vergleich eine zu geringe ökonomische Dynamik?

Sind überhaupt Wirtschaftsreformen vorstellbar, die die Dynamik dieses Systems wesentlich erhöhen, ohne seinen Charakter zu verändern?

Wie viel von der Sozialen Marktwirtschaft müsste demontiert oder neutralisiert werden, um eine hohe Wachstumsdynamik zu erreichen?

Ich bin dankbar, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mir Gelegenheit gibt, über dieses Thema zu sprechen.

Die Theorie des Kapitalismus

Meiner Ansicht nach bietet es sich an, die Soziale Marktwirtschaft aus der Perspektive alternativer Wirtschaftssysteme zu betrachten. Ich will mich dabei auf die Wachstumswirkungen bestimmter Elemente konzentrieren, die in einer Sozialen Marktwirtschaft vorhanden sind und einer kapitalistischen Volkswirtschaft fehlen – beziehungsweise solcher Elemente, die in einer kapitalistischen Wirtschaft vorhanden sind und in einer Sozialen Marktwirtschaft fehlen. (…)

In der Volkswirtschaftslehre gibt es aus meiner Sicht zwei Ansätze zur Rechtfertigung des Kapitalismus. Friedrich Hayek trug zu beiden Denkansätzen bei, was eine gewisse Verwirrung gestiftet hat. In seinem Buch Der Weg zur Knechtschaft (und später in Die Verfassung der Freiheit) geht Hayek davon aus, dass Menschen ebenso wirtschaftliche wie politische Freiheiten genießen sollten – die Freiheit beispielsweise, ein Unternehmen zu gründen und zu schließen, ein neues Produkt oder eine neue Herstellungstechnik einzuführen – und so weiter. Da sozialistische und korporatistische Systeme den Menschen manche dieser persönlichen Freiheiten absprechen, sind sie ungerecht.

Hayek geht offenbar davon aus, dass die Bevölkerung eines Landes, sobald ihr diese persönlichen Freiheiten vom Staat zugestanden werden, die Institutionen des als Kapitalismus bezeichneten Systems entwickelt.

Was ist aber, wenn die Menschen in Ländern, die persönliche Freiheiten zulassen, dennoch Institutionen gemeinschaftlich organisierter, kooperativer Systeme entwickeln – wie Klöster oder Kibbuzim? Was ist, wenn sie dies einfach nur deshalb tun, weil ihnen das von ihren Vorfahren her vertraut ist – und nicht etwa deshalb, weil sie es zunächst mit dem Kapitalismus versucht und diesen weniger gemocht hätten?

INSM-Redner Professor Phelps, VI.-Ludwig-Erhard-Lecture der Initiative Neue Soziale MarktwirtschaftWürde ein solches kooperatives System ebenfalls als gute Wirtschaftsform gesehen werden? In Der Weg zur Knechtschaft finde ich nichts über unternehmerische Aktivität und Innovation – so als ob die Resultate des Kapitalismus ohne jede Bedeutung für seine Rechtfertigung wären. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen: Für die Soziale Marktwirtschaft hat sich Ludwig Erhard nicht deshalb stark gemacht, weil er in ihr das einzige System sah, das Menschen wirtschaftliche Freiheiten gewährt.

Ein weiterer wunder Punkt bei diesem Ansatz ist, dass Menschen unter Berufung auf die Freiheit auf die Idee kommen könnten, über eine gemeinschaftlich getroffene Entscheidung die Ansiedlung einer Fabrik, die sie ablehnen, zu verhindern oder die Verlegung eines von ihnen erwünschten Gewerbes in ihre Region zu subventionieren. Wer überzeugend darlegen will, dass persönliche Freiheiten in allen Fällen über denen der Gemeinschaft stehen sollten, der muss dabei auch die Konsequenzen für die Freiheiten der Gemeinschaft berücksichtigen.

Der Kapitalismus wurde außerdem dadurch gerechtfertigt, dass er bessere Ergebnisse bringe, sowohl bei den Abläufen als auch bei den sichtbaren Ergebnissen. So sagten zum Beispiel in den fünfziger Jahren verschiedene amerikanische Volkswirte, dass der US-Kapitalismus durch das damit verbundene rapide Wirtschaftswachstum und den Zuwachs bei der Produktivität gerechtfertigt sei. Zehn Jahre später kamen diesen Wirtschaftswissenschaftlern Zweifel.

Man könnte sagen, dass Hayek den Weg für diese Art der pro-kapitalistischen Argumentation geebnet hat: In seinen Schriften vor Der Weg zur Knechtschaft und nach Die Verfassung der Freiheit bot Hayek Einblicke in die Funktionsweise des Kapitalismus, die in der Summe für den Kapitalismus als erstrebenswertes Wirtschaftssystem sprachen – erstrebenswert jedenfalls im Hinblick auf seine Ergebnisse.

In den dreißiger Jahren kam Hayek zu der Schlüsselerkenntnis, dass in einer Marktwirtschaft jeder einzelne, der sich unternehmerisch betätigt, Erfahrungen und Beobachtungen macht, die niemand sonst hat. Daraus folgerte er, dass wahrscheinlich nur Menschen mit diesem persönlichen Wissen eine Vorstellung davon haben, wie die eine oder andere Ware produziert werden könnte und welche davon sich mit Gewinn herstellen lässt.

Die Schlussfolgerung, die Hayek meiner Ansicht nach zu Recht gezogen hat, war, dass diese Wissensarbeiter – um den später von Peter F. Drucker geprägten Begriff zu nutzen – besser beurteilen konnten, was produziert werden kann und was nicht. Besser jedenfalls, als irgendeine Staatsbank oder Behörde, da diesen das Know-how eben dieser Wissensarbeiter fehle.

In den sechziger Jahren (wenn nicht schon früher) erkannte Hayek offensichtlich, dass aus dem persönlichen Wissen eines Einzelnen eine originelle Idee erwachsen konnte, bei der der Betreffende einigermaßen sicher davon ausgehen konnte, dass sie zeitgleich oder in naher Zukunft kein anderer haben würde. Auf diese Weise entwickelt der Kapitalismus als „Bottom-up“-System durch persönliche Initiative, die auf persönlichen Wissen fußt, von der Basis her das Potenzial für Kreativität.

VI. Ludwig-Erhard-Lecture der INSM, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Die Geschäftsführer der INSM Max A. Höfer und Dieter Rath zusammen mit Professor Phelps.Im Gegensatz dazu versagt ein Top-down-System, das von wirtschaftsfernen staatlichen Einrichtungen gesteuert wird, die nicht über das reiche Wissen derer verfügen, die sich in der Wirtschaft engagieren.

Ein Thema, das Hayek in diesem Zusammenhang ebenfalls beschäftigte: Die Entwicklung und Einführung eines innovativen Produktes ist ein Sprung in unbekanntes Terrain, das niemand zuvor betreten hat. Folglich gilt das Gesetz der unerwarteten Folgen. In einem neueren Buch von Roman Frydman und Michael Goldberg ist die Rede vom „unvollständigen Wissen” der Akteure darüber, wie die Wirtschaft das neue Produkt aufnehmen wird. Frank Knight spricht von Unsicherheit. Diese Unsicherheit nimmt noch zu, wenn zeitgleich mehrere, vielleicht sogar viele weitere neue Produkte und Verfahren eingeführt werden.

Der Kapitalismus ist daher ein System der Unordnung – von Vermutungen und großen Überraschungen – Seite an Seite mit einigen Elementen der Ordnung, Daraus ergibt sich die wichtige Frage, ob die jeweils richtigen Ideen für neue Produkte und Verfahren die notwendige finanzielle Unterstützung erhalten und ob sie die für eine breite Akzeptanz erforderliche Evaluierung und Erprobung erfahren. Wie kann ein solches System funktionieren?

Diese grundsätzlichen Erkenntnisse haben die Tür zu einer realistischeren Betrachtungsweise des Kapitalismus geöffnet. Ich nutze gern den Begriff der Dynamik und meine damit Erneuerungsfähigkeit in eine ertragreiche, auf diese Weise auch kommerziell entwicklungsfähige Richtung. Ich behaupte, dass ein gut funktionierendes kapitalistisches System viel Dynamik hat; allerdings erfordert das die Überwindung von Schwierigkeiten. Hohe Dynamik hängt nicht allein von neuen kommerziellen Ideen ab. Sie erfordert:

  1. eine Vielzahl von Unternehmern mit einer Palette von Fähigkeiten, die Entwicklung einer Idee trotz unvorhergesehener Hürden voranzutreiben.
  2. Um eine hohe Dynamik zu erreichen, sind Geldgeber erforderlich – es braucht Business Angels, Wagniskapitalgeber und dergleichen mit großer Erfahrung, damit aussichtsreiche Ideen nicht deshalb abgelehnt werden, weil sich kein Geldgeber findet, der sie (wenigstens bis zu einem gewissen Grad) versteht und in allen Entwicklungsphasen ein Mentor sein kann, auf den der Unternehmer zurückgreifen kann.
  3. Um eine hohe Wirtschaftdynamik zu erreichen, braucht man Manager, die lebhaftes Interesse an neuen Methoden zeigen und die nötige Ausbildung haben, diese auch richtig zu bewerten. Notwendig sind dafür natürlich auch Konsumenten, die beim Einkaufen gespannt auf neue Produkte sind und diese auch einmal testweise kaufen, um sie zu Hause auszuprobieren.

Es ist klar, dass die wirtschaftlichen Institutionen und die Wirtschaftskultur eines Landes – und eben nicht nur die Rechtsstaatlichkeit und der Schutz von Privateigentum – ihre Wirkung auf die Akteure in diesem eben beschriebenen Innovationsprozess haben und damit die Dynamik einer Volkswirtschaft steigern oder beeinträchtigen. Ebenso klar ist es, dass die Regierung bereit sein muss einzuschreiten, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen – wobei die Regierung nicht immer wissen wird, was sinnvollerweise zu tun wäre.

Aber ist dieses System erstrebenswert? Aus meiner Sicht muss die erste Reaktion darauf ein „Ja“ sein. Vor allem kann ins Feld geführt werden, dass hohe Dynamik in einer Volkswirtschaft mehr Beschäftigung schafft. Wirtschaftliche Dynamik schafft mehr Arbeitsplätze als sie zerstört – neue Jobs entstehen in der Entwicklung, im Marketing und im Management. (…) Kräftige Dynamik ist für das Arbeitsleben von unschätzbarem Wert – sie bringt Mitarbeitern ebenso wie Unternehmern Vorteile bei der persönlichen und intellektuellen Entwicklung. Zumindest in hoch entwickelten Volkswirtschaften bestimmen die Mechanismen der Innovation und der Entdeckung diese Erfahrung stark. Sie bestimmen zum Beispiel den Grad, in dem sich die Beschäftigten durch ihre Arbeit ausgefüllt fühlen, und auch das Gefühl, dass sich die geleistete Arbeit gelohnt hat – die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Ohne wirtschaftliche Dynamik würde Arbeit den Menschen keinen über das Geld hinausgehenden Gewinn vermitteln können.

VI. Ludwig Erhard-Lecture der INSM, Rede von Professor Phelps (Teil 2)

VI. Ludwig Erhard-Lecture der INSM, Rede von Professor Phelps (Teil 3)

(c) Copyright Edmund S. Phelps – Copying or distributing this draft without the express consent of the author is strictly prohibited.

English Version

Economic Dynamism and the Social Market Economy: Are they Reconcilable?

It is an honor to be invited to give the Ludwig Erhard Lecture, especially on the 50th anniversary of Ludwig Erhard’s book Wealth for all. I have been invited here to discuss Germany’s economic system, called the Social Market Economy. Some serious questions are being raised about this system:

Is it low in economic dynamism by international standards?

In any case, are there reforms to the economy that would raise its dynamism substantially without altering its character?

How much of the Social Market Economy would have to be dismantled or neutralized if high dynamism were to be achieved?

I am grateful to the Initiative for giving me this opportunity to speak on the subject.

The Theory of Capitalism

It is natural to look at the Social Market Economy from the perspective of some alternative economic system. I will tend to focus on the consequences for dynamism of those elements present in a Social Market Economy but missing in a capitalist economy and those elements present in a capitalist economy but missing in the Social Market Economy. (…)

As I see it, two ways of justifying capitalism have been attempted in political economy. Friedrich Hayek contributed to both of them, which has caused some confusion. In his book The Road to Serfdom (and later in The Constitution of Liberty) Hayek´s premise was that people ought to have economic freedoms as well as political freedoms – freedoms to start a firm and to close one, to introduce a new product or method, and so forth. Since a socialist system and a corporatist system deny people some of these individual freedoms, they are unjust.

Hayek appears to assume that a country´s people, when allowed these individual freedoms by the government, will evolve the institutions of the system called capitalism.

But what if instead people in some countries evolved the institutions of a system of cooperatives – such as monasteries or kibbutzes – simply because that was familiar to them from their ancestral past, not because they had tried capitalism and liked it less.

Would that system of cooperatives also be considered a good economy? In The Road to Serfdom there is nothing about entrepreneurial activity and innovation – as if the consequences of capitalism were immaterial to its justification. I would note that Ludwig Erhard did not advocate the social market economy on an argument that the Social Market Economy was the only system that offered people economic freedoms.

Another vulnerable point of this approach is that people might reasonably think that they ought to have the freedom to act through their communities to say no to a factory they all dislike or to subsidize the relocation to their area of a business they all do like. To argue persuasively that individual freedoms ought to be decisive in every case over community freedoms requires taking into account the consequences of community freedoms.

The other way of justifying capitalism has been to argue the benefits of its consequences – the benefits of the means, or processes, as well as the visible ends. For example, various American economists said in the 1950s that U.S. capitalism was justified by the rapid economic growth – in particular, the productivity growth – that it delivered; but these economists began to have doubts a decade later.

Hayek could be said to have opened the way for that way of arguing for capitalism: In writings before Serfdom and after The Constitution of Liberty, he presented insights into the mechanisms of capitalism that, taken together, suggested the desirability of capitalism as an economic system – its desirability from the point of view of its consequences.

In the 1930s Hayek had the key insight that, in a market economy, each individual in the business sector has experience and observations that no one else has. He then argued that only people possessing this private knowledge are likely to have any idea of how this or that good could be produced and what goods might be remunerative to produce.

The implication, which was none too sharply drawn by Hayek, was that these knowledge workers (to use the latter term by Peter F. Drucker) were better able to judge what can be produced and what cannot be than some state bank or other state agency would be, since the latter would lack the specialized “know-how.”

In the 1960s it is evident that Hayek came to see (if he had not seen it earlier) that out of the private knowledge possessed by someone may come an original idea – an idea that he or she could be pretty sure that no one else has come up currently or in the near future. So capitalism, a bottom-up system of private initiative based on private knowledge, has the potential for creativity.

In contrast, a top-down system directed by social institutions too remote from business to have the rich veins of private information possessed by the private individuals in business does not work.

A related theme of Hayek’s was that the development and launch of an innovative product is a leap into an unknown where no one has been before. So the law of unanticipated consequences applies. In the terminology of Roman Frydman and Michael Goldberg, there is “imperfect knowledge” of how the economy will receive the novel product. In the terminology of Frank Knight there is uncertainty. The uncertainty is compounded when there are several, perhaps many, other new products and methods being launched around the same time.

Capitalism is therefore a system of disorder – of guesses and huge surprise – alongside some elements of order. It becomes a serious question whether the right ones among the ideas for new products and methods will receive financing and whether they will receive the evaluation and try-out necessary to their widespread adoption. How can this system work?

These basic insights have opened the door to a more realistic view of capitalism. I like to use the word dynamism to mean innovativeness in profitable, thus commercially viable directions. I argue that a well-functioning capitalist system possesses a high degree of dynamism but that requires overcoming difficulties. High dynamism requires not only new commercial ideas.

  1. it requires an abundance of entrepreneurs with the range of abilities needed to push the development of a new idea in spite of unforeseeable hurdles.
  2. high dynamism requires financiers – angel investors, venture capitalists and so forth – having a diversity of past experience so that many promising ideas are not rejected for lack of a financier with the background needed to understand it (to some extent) and so that the entrepreneur can have a mentor in each of the development stages.
  3. high dynamism requires managers with the vibrancy to be alert to new methods and the education to evaluate them; and also consumers with the venturesomeness to give new products a look in the shopping mall and to take some of them home to give them a try.

It is clear, then, that a country’s economic institutions and its economic culture – not just the rule of law and private property rights – impact on the actors in the innovation process and thus add to detract from an economy’s dynamism. It is clear that the government has to stand ready to step in when things go awry – though it will not always know what would be useful to do.

But is this system desirable? In my view, one’s first reaction has to be yes. First of all, high dynamism expands employment – it creates more jobs than it destroys – through the creation of jobs in development, in marketing and in managing. (…) High dynamism has invaluable effects on the workplace experience – benefits consisting of the personal, or intellectual, development of employees as well as entrepreneurs. In advanced economies at any rate, the mechanisms of innovation and of discovery largely shape that experience, such as the degree to which employees feel engaged in their jobs, and the rewards, such as job satisfaction, of participating in the workplace. Without such dynamism jobs would not offer much in the way of non-pecuniary rewards.

6th. Ludwig Erhard-Lecture (Part 2)

6th Ludwig Erhard-Lecture (Part 3)

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Eine Reaktion zu “VI. Ludwig Erhard-Lecture der INSM, Rede von Professor Phelps (Teil 1)”

  1. Politik Blogger » Blog Archiv » Edmund S. Phelps bei Enquete der INSM

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