INSM-Länder-, Städte- und Regional-Ranking: Wettbewerb wissenschaftlich fundiert in Gang bringen

Berlin / Köln. – Das am 4. Dezember in Berlin vorgestellte Bundesländerranking belegt im 20. Jubiläumsjahr des Mauerfalls: Das Ost- West-Gefälle in Deutschland ist nicht zementiert.
Die wissenschaftlich ermittelte Datenbasis dokumentiert, dass die neuen Länder in den vergangenen Jahren relativ betrachtet den größten Sprung nach vorn gemacht haben. Vor allem Sachsen-Anhalt, das in der Vergangenheit stets weniger gute Werte aufwies, gewann bei wichtigen Indikatoren wie kein anderes Bundesland hinzu und ist der Dynamiksieger des Jahres 2009.
„Neue Industrien im Feld der alternativen Energien gehören hier zu den Treibern des wirtschaftlichen Fortschritts“, erklärte dazu auf der Pressekonferenz INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, der die Studie gemeinsam mit Henning Krumrey, stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche, vorstellte.
Weiteres Ergebnis: Bayern und Baden-Württemberg – beides Länder mit moderner, starker Auto- und Maschinenbauindustrie – sind die dynamischsten Länder in Westdeutschland und liegen auch beim Niveau vorn in der Bundesrepublik.
Doch der Dynamik-Vergleich zeigt, dass auch am Tabellenende sowie im Mittelfeld starker Auftrieb möglich ist, wenn beispielsweise wie in Sachsen-Anhalt und auch Thüringen innovative Industrien entstehen. Hightech und Exportstärke bringen Wohlstand. Umgekehrt zeigt sich in Nordrhein-Westfalen und im Saarland, dass ein Festhalten an überkommenen Montanindustrie-Strukturen an der Substanz zehrt und diese Länder im Vergleich zu innovativeren Regionen zurückfallen lässt.
Das Bundesländerranking wurde in diesem Jahr zum siebten Mal durchgeführt und hat sich medial zu einem vielbeachteten Standard entwickelt.
Dies gilt auch für das am 12. Oktober in Berlin vorgestellte INSM-WiWo-Städteranking, ein detaillierter wissenschaftlicher Vergleich der Wirtschaftskraft und des Wohlstandes in den 50 größten deutschen Städten. Hamburg, Saarbrücken und Münster waren die besten Städte im Dynamikvergleich, der die Entwicklung in den Jahren 2003 bis 2005 beleuchtet. München, Stuttgart und Karlsruhe sind vom absoluten Niveau her Spitze in Deutschland.
Am 16. April präsentierte die INSM das zweite Regionalranking – ein Vergleich der Wirtschaftskraft und des Wohlstandes in 409 Kreisen und kreisfreien Städten. Gewinner dieses Vergleichs war die Region um München. Unter den besten elf Kreisen und Städten befanden sich die bayerische Landeshauptstadt und sechs ihrer umliegenden Landkreise.
Das Länderranking sowie auch das in Kooperation mit der WirtschaftsWoche veröffentlichte INSM-Städteranking und das INSM-Regionalranking erarbeiten Wissenschaftler der IW Consult GmbH in aufwändigen Rechnungen und Datenrecherchen. So gingen in das jüngst veröffentlichte Bundesländerranking insgesamt 100 sozioökonomische Indikatoren ein.
Über interaktive Aufbereitungen der Expertisen auf den Seiten
- http://www.bundeslaenderranking.de,
- http://www.insm-wiwo-staedteranking.de und
- http://www.insm-regionalranking.de
lassen sich auch bei Einzelindikatoren Vergleiche anstellen. Arbeitsmarktdaten, Produktivität, verfügbare Einkommen, Wirtschaftsleistung – all das ist sekundenschnell abzurufen.
Journalisten, Politiker und Wirtschaftsförderer nutzen die Portale der Studien für Recherchen auf der Suche nach Stellschrauben, an denen gedreht werden sollte, damit die Position der eigenen Region verbessert werden kann. Auf diese Weise werden Rankings zu Katalysatoren eines Wettbewerbs zwischen den Regionen.
Und Wettbewerb als Voraussetzung für einen wachsenden Wohlstand für alle ist das zentrale Anliegen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
Ein Beispiel dafür, wie politisch Verantwortliche auf die in den INSM-Rankings vergleichbar und transparent gemachten Daten reagieren, lieferte die Hannoversche Allgemeine Zeitung: „Der Wirtschaftsstandort Hannover hat laut einer Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) an Attraktivität verloren. Unter den 50 größten Städten landet die Landeshauptstadt … punktgenau im Mittelfeld“, schrieb das Blatt, befragte dazu den Wirtschaftsdezernenten Hans Mönninghoff und zitierte ihn damit, dass es Handlungsbedarf bei der Einkommensentwicklung gebe: „Wir müssen mehr tun, damit mehr einkommensstarke Familien nach Hannover ziehen.“
Auf das Regionalranking der INSM reagierten die Göppinger Kreisnachrichten (Südwest-Presse) mit der Schlagzeile: „Der Beweis – schwarz auf weiß“. Im Artikel heißt es: „Wenn es noch eines Beweises gebraucht hätte, wie wichtig es ist, dass sich Experten und Arbeitsgruppen im Kreis Göppingen daran machen, so genannte Leuchtturmprojekte wie beispielsweise Tourismus nach vorne zu bringen, dann liegt er jetzt vor. Schwarz auf weiß steht es im neuesten Regional-Ranking der renommierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Der Stauferkreis ist im Bundesgebiet von Platz 61 im Jahre 2006 auf Platz 66 aktuell zurückgefallen. (…) Keine Frage: Die Anstrengungen, auch in der Region mit vorne zu liegen, müssen weiter intensiviert werden.“
Die vorgelegten Daten müssten dazu dienen, „Diskussionen in den betroffenen Regionen und auf Bundesebene zu stimulieren, eigene Stärken und Schwächen selbstkritisch unter die Lupe zu nehmen, Ziele anzupassen“, schrieb der Bremer Weserkurier. Dies sind drei Beispiele aus der bundesweiten Medienresonanz auf die INSM-Rankings: Sie belegen, dass die damit verbundene wettbewerbliche Botschaft aufgenommen und diskutiert wird.

INSM German State, City, and Regional Ranking: initiating a competition on scientific foundation
Berlin / Cologne – The German State ranking, presented in Berlin on 4 December in the year of the 20th anniversary since the fall of the Berlin wall, proves that the East-West divide is not immovable. The scientifically based database records that in the last few years the five new German states made the strongest progress in relative terms. After having had a suboptimal record in the past, Saxony-Anhalt; like no other German state, has gained some key performance indicators and became the dynamism victor 2009.
“The new industries in the field of alternative energies are among the drivers of the economic progress here”, explained the managing director of INSM Max A. Höfer. He presented the results of the study together with the deputy editor in chief of the WirtschaftsWoche magazine Henning Krumrey at the INSM press conference.
Another result of the study concerns Bavaria and Baden-Wuerttemberg. These two states that boast modern and strong automobile and mechanical engineering industries also have the most dynamic economies in West Germany and are among leaders in the nationwide comparison.
Yet the dynamism comparison shows that there is room for improvement both at the bottom of the league and in the midfield, when in places like Saxony-Anhalt and Thuringia the innovative industries start to emerge. High-tech and strong exports bring wealth. Entirely different is the situation in North Rhine-Westphalia and Saarland: these two Western states’ hanging on to their coal, iron and steel industry puts a strain on their economies and makes them lag behind the more innovative regions.
In 2009 the German State ranking was conducted for the seventh year in a row and has developed into a widely publicized standard.
This also applies to the INSM-WiWo City ranking – a detailed scientific comparison of economic power and wealth of the 50 largest German cities – that was presented on 12 October in Berlin. Hamburg, Saarbrücken und Münster were the champions in the dynamic ranking, which reflects economic development from 2003 to 2005. Munich, Stuttgart und Karlsruhe are the winners of the overall ranking.
On 16 April the INSM presented its second regional ranking – a comparison of economic power and wealth in 409 districts and independent cities. The districts around Munich were in the lead in this particular comparison. The Bavarian capital and its six surrounding counties belong to the top eleven German districts and cities.
The researchers from IW-Consult GmbH use complex data collection and evaluation tools to obtain data for the German State ranking and the City ranking, the latter in cooperation with the WirtschaftsWoche magazine. Altogether about one hundred socioeconomic indicators were used in the last State ranking.
By visiting interactive expert reports under
- http://www.bundeslaenderranking.de,
- http://www.insm-wiwo-staedteranking.de and
- http://www.insm-regionalranking.de
the user can make quick comparisons based on single indications. Job market data, productivity, available income, and economic output – all this data can be retrieved in a matter of seconds.
The journalists, politicians and business developers use these web portals to search for helpful hints for improving the position of their own region. This way the rankings have developed an effect of competition catalysts between the regions.
Competition as a means of achieving growing wealth for all is the central concern of the Initiative for a New Social Market Economy.
The Hannoversche Allgemeine Zeitung cited on its pages an example of how those in the position of political authority react to the comparable and transparent data delivered by INSM rankings: „Business location Hanover has lost its market appeal, according to a study conducted by the Initiative for a New Social Market Economy. Among the 50 largest cities the state capital of Lower Saxony landed precisely a mid-table spot”, wrote the newspaper. The daily also interviewed the city council member and economics department head Hans Mönninghoff and quoted him in saying that income development needs action: „We must put more effort into attracting high-income families to Hanover“.
The INSM region ranking was acknowledged in the Göppinger Kreisnachrichten (Südwest-Presse) with a headline: “Evidence in black and white”. In the article it says: “If there ever has been a need for just one more proof on the importance for the Göppingen county experts and working groups to set work on bringing to the fore the so called lighthouse projects, such as tourism, then there it is, in black and white. The renowned Initiative for a New Social Market Economy makes a similar point in its latest Region ranking: the Staufer district dropped from its 61st position in 2006 and is currently in 66th place. (…) No question about it: we need to step up efforts to reach first positions also in our region”.
The presented data should serve the purpose “of stimulating discussion in the concerned regions and at the federal level, examining carefully our own strengths and weaknesses, and adjusting our goals”, wrote the Bremer Weserkurier.
These are just three excerpts from the nationwide media coverage of the rankings. They prove once more that INSM’s message on need for more competition is being received and much discussed.